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TMT-Wirtschaft - was bringt das Jahr 2010?

Quelle: Pressemeldung Deloitte vom 19.01.10

Deloitte-Studie verrät: Preise für Endverbraucher steigen/Smartphones werden zu Searchphones

Laut Deloitte-Studie "TMT-Predictions 2010" bringt das neue Jahr den TMT-Märkten (Technologie, Medien und Telekommunikation) vor allem mehr Vernetzung, mehr Leistung, mehr Virtualisierung, mehr "Green" - und mehr Wettbewerb. Des Weiteren werden NetTabs (Kleincomputer mit Touchscreen) und Cloud Computing an Bedeutung gewinnen - außerdem eine erneute Nachfrage nach Thin Clients und nachhaltiger IT, denn Letztere hilft nicht nur bei Kosteneinsparungen, sondern dient auch dem Image. Im Verlagssektor werden einige wenige Verlage Inhalte vermehrt gegen Bezahlung anbieten - Stützpfeiler bleiben jedoch weiterhin die Werbeeinnahmen. Anders Video-on-Demand - dank erfolgreicher Internet-/Endgeräteangebote wird dies weiter zulegen, wobei insbesondere Einzelhandelsunternehmen als Bezugspunkt davon profitieren können. Auch Smartphones mit integrierten Internet-Suchdiensten werden dank Internetanbindung ihren Siegeszug fortsetzen, was neue Geschäftschancen eröffnet. Netzanbieter werden in der Folge Verfügbarkeit und Preise von Netzbandbreite anpassen, um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

"Hinter all diesen Entwicklungen steht der zunehmende Wettbewerb: Unternehmen müssen effizienter werden. Energie-Effizienz und Green IT rücken zunehmend auf die Tagesordnung. Außerdem passen viele Unternehmen - speziell im Medien- und Telekommunikationsbereich - ihre Preismodelle an. Verbraucher müssen damit rechnen, in Zukunft wieder mehr oder überhaupt etwas für Daten und Dienste zu bezahlen", so Andreas Gentner, Partner TMT bei Deloitte.

Computer werden kleiner und zunehmend vernetzt

2010 wird das Jahr von Green IT und Vernetzung. Kleine, leistungsfähige Chips ermöglichen den Bau sparsamer Geräte. Nach dem großen Erfolg der NetBooks werden dieses Jahr sogenannte NetTablets oder NetTabs das Endgeräteangebot erweitern - Computer, die noch kleiner sind als NetBooks und über einen Touchscreen bedient werden. Im Bereich der Unternehmens-IT werden rund 1 Mio. Thin-Client-Arbeitsplätze entstehen - hierbei werden Anwendungen ausgeführt, die nicht auf dem Desktop vorinstalliert sind, sondern auf einem Server abgelegt und über Netzwerk bereitgestellt werden. Die Verteilung von Rechenaufgaben auf mehrere Server in einem virtuellen Netzwerk (Cloud Computing) wird darüber hinaus stärker wachsen als jeder andere derzeitige IT-Trend - vor allem dank der Nachfrage kleiner und mittlerer Unternehmen.

Medien on demand

2010 machen die ersten Verlage Ernst mit der Ankündigung, Inhalte nur noch gegen Bezahlung abzugeben - gemeint sind "Micro Payments", also die Bezahlung von Kleinstbeträgen. Die Studie geht zwar davon aus, dass einige hiermit Erfolg haben werden, aber dies wird wohl eher die Ausnahme bleiben. An der Haupteinnahmequelle Werbung wird auch dieses Jahr kein Weg vorbei führen. Anders stellt sich die Lage bei kostenpflichtigen On-Demand-Angeboten für Filme und Musik dar. Diese werden ihren begonnenen Siegeszug weiter fortsetzen. Dazu kommen neuere Angebote wie Leihautomaten für DVDs, die in den USA beispielsweise bei McDonald’s bereits zum ernsthaften Wettbewerb für Videotheken geworden sind. Diese Entwicklungen ändern jedoch nichts daran, dass das Fernsehen weiterhin eine Hauptbezugsquelle für Bewegtbild-Unterhaltung bleiben wird. Der anziehende Verkauf von Endgeräten für stereoskopes 3-D-Fernsehen dürfte diese Vormachtstellung sogar weiter festigen.

Mobilität der Massen

Smartphones werden immer beliebter, immer mehr Nutzer greifen von unterwegs auf das Internet zu - das eröffnet einen bislang unterschätzten Markt: Suchdienste für Smartphones. "Weltweit werden hier in 2010 bereits Umsätze in Milliardenhöhe erwartet. Google und andere Marktteilnehmer positionieren sich. Im laufenden Jahr werden die Transaktionsumsätze durch Unternehmenszukäufe die fünf Milliarden Euro Marke knacken." Eine weitere Zunahme wird die Nutzung von Voice-over-IP-Telefonie auf Mobiltelefone erfahren. Diese dürfte 2010 von einer Nischen- zu einer Main-Stream-Anwendung werden. Beide Entwicklungen erhöhen die Anforderung an die Telefonnetze, weshalb Anbieter die Verfügbarkeit und Bandbreite erheblich ausbauen werden. Dabei werden die Dienste auch umweltfreundlicher - Netzbetreiber werden ihre CO2-Emissionen um bis zu zehn Prozent senken. Um die Netzauslastung besser zu steuern, werden nutzungsabhängige Pricing-Systeme die bisher üblichen Daten-Flatrates ablösen -Benutzer werden genau für die Datenmenge/-art bezahlen, die sie abrufen.

"Anbieter werden vor allem auf neue, effizientere Technologie setzen, um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck zu entsprechen. Außerdem werden sie ebenfalls mittels Technologie ihre Prozesse verschlanken. Reicht dieses nicht aus, werden auch die Preise angepasst - wir erwarten eine solche Entwicklung vor allem im Bereich der Telefonie", fasst Dr. Andreas Gentner zusammen.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.deloitte.com/view/de_DE/de/branchen/technology-media-teleco mmunications/article/e82dec2b80246210VgnVCM200000bb42f00aRCRD.htm

Im Angebot der SDC seit 19.01.10 (yze)

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Themenbereiche:
Nachhaltigkeit, Informationsfreiheit, Ökonomische Entwicklung / Wirtschaftlichkeit, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Arbeitswelt, Neue Technologien, Technische Unterstützung, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, Mobile Nutzung




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