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Studie "Deutschlands beste Lehrkräfte": 15 Prozent der Schüler nutzen den Computer mehrmals pro Woche im Allgemeinunterricht

Quelle: Initiative D21 e.V.

Präsentation der Studienergebnisse Deutschlands beste Lehrkräfte

Die Initiative D21 hat TNS Infratest beauftragt, eine Umfrage zum Thema "Deutschlands beste Lehrkräfte" durchzuführen. An der Studie nahmen 2.507 Befragte ab 14 Jahren per telefoninterview im Dezember 2009 teil, davon 467 Eltern von Schülern sowie 152 Schüler. Die Ergebnisse zeigen: Bei 15 Prozent der Schüler wird der Computer mehrmals pro Woche im Allgemeinunterricht eingesetzt und bei 20 Prozent der Schüler wird etwa einmal in der Woche im Allgemeinunterricht mit dem Computer gearbeitet. 30 Prozent der befragten Schüler und Eltern sagten jedoch, dass ein Arbeiten am PC außerhalb des Informatikunterrichts überhaupt nicht stattfinden würde.

Der Computereinsatz im Allgemeinunterricht variiert auch je nach Schulform: 4 Prozent der befragten Eltern und Schüler der Grundschule gaben an, dass der PC in der Grundschule mehrmals in der Woche eingesetzt werden würde, hingegen sagten nur 19 Prozent der Eltern und Schüler, die eine Hauptschule besuchten, der Computer würde mehrmals pro Woche in der Schule seinen Einsatz finden und bei den Gymnasiasten gaben 21 Prozent der Eltern und Schüler an, dass der Computer in Schulfächern wie Deutsch, Mathematik oder Biologie eingesetzt werden würde.

Die Eltern stehen dieser Situation insgesamt kritisch gegenüber, denn nur vier Prozent sagten, der Einsatz von Computern in Schulen sei sehr gut und 29 Prozent halten den Computereinsatz immerhin für gut. 63 Prozent der Eltern sehen hier aber noch dringenden Handlungsbedarf: So sagten 36 Prozent der Eltern, die Situation im Hinblick auf die Computernutzung sei annehmbar und 27 Prozent halten sie sogar für schlecht.

Die Ausstattung des Computerequipments in Klassenzimmern zeigt eine unbefriedigende Situation für Schüler: 65 Prozent der Schüler und Eltern von Schüler gaben an, dass nur ein Teil der Schüler zeitlich begrenzten Zugriff auf einen Computer hat, beispielsweise in der Bibliothek oder im Computerraum. 56 Prozent der Eltern und Schüler gaben an, jeder Schüler habe zeitlich begrenzten Zugriff auf einen Rechner und nur 23 Prozent der Eltern und Schüler sagten, dass in jedem Klassenzimmer ein Computer für einzelne Schüler oder Gruppen zur Verfügung stünde.

Um dieser Situation entgegen zu wirken, besteht eine Möglichkeit darin, dass Schüler ihr eigenes Notebook zum Unterricht mitbringen könnten. Doch auch diese Variante des Lernens wird kaum umgesetzt, denn 74 Prozent der Schüler und Eltern von Schüler gaben an, die Nutzung eines eigenen Laptops im Unterricht sei nicht möglich.

Problematisch sind auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in Haupt- und Realschulen beziehungsweise Gymnasien, für die Nutzung eines Laptops. So gaben nur vier Prozent der Schüler der Hauptschule und deren Eltern bei der Umfrage an, sie könnten ein eigenes Notebook mit zum Unterricht bringen. Bei den Schülern der Realschule und deren Eltern bestätigten 13 Prozent, dass ein eigener Laptop im Unterricht benutzt werden könne und von den Gymnasiasten und deren Eltern sagten sogar 27 Prozent, die Schüler könnten in der Schule einen eigenen Laptop verwenden.

Auch das Thema Medienkompetenz wurde bei der Studie hinterfragt: 14 Prozent der Schüler bewerten den Einsatz der Lehrer bei der Vermittlung von Medienkompetenz als schlecht und 35 Prozent sagten, das Engagement der Lehrkräfte sei annehmbar. Bei den Eltern waren 16 Prozent der Auffassung, dass Lehrer ihren Schülern das Thema Medienkompetenz schlecht vermittelten und 30 Prozent gaben an, die Vermittlung der Medienkompetenz seitens der Lehrer sei annehmbar.

Die Initiative D21 hat konkrete Maßnahmen unternommen, um diese Situation zu verbessern und das Projekt "Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft" ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass alle Beteiligten den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien in Schulen fördern möchten. Partner des Projektes sind unter anderem die SAP AG, die SMART Technologies (Germany) GmbH sowie die Bundesländer Brandenburg, Berlin oder Hessen. Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, erklärte auf der Auftaktveranstaltung des neuen Projektes, man müsse Informationstechnologien heutzutage stärker in den Unterricht einbinden.

Ziel des neuen D21-Projektes ist es, dass Lehrer oder Schulleiter, die sich für den verstärkten Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht stark machen, die Möglichkeit haben, sich in deutschlandweiten Workshops weiterzubilden, auszutauschen und miteinander zu vernetzen. Unter dem Motto "Visionen Leben. Wissen Nutzen" werden Lehrer in den Workshops die Gelegenheit haben, neue Lernmodelle zu erarbeiten. Inhaltliche Schwerpunkte der Veranstaltung sind unter anderem "Soziale Netzwerke, Digitale Natives (erfahrene Internetnutzer) und Unterricht", "Von Kooperation und Qualität -Arbeiten im Web 2.0" sowie"Schulische IT-Infrastruktur". Die nächsten Workshops finden am 22. sowie 23. Januar 2010 mit Lehrern und Schulleitungen aus den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen bei Cisco Systems und Phorms in Berlin statt.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.initiatived21.de/presseinformationen/eltern-fordern-verbess erungen-2

Im Angebot der SDC seit 19.01.10 (yze)

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Themenbereiche:
Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Sonderschulen, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Neue Technologien, Mediennutzung allgemein




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