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Markt für Elektrogeräte gewinnt trotz Krise

Quelle: Pressemeldung GfK SE vom 11. Februar 2010

Ergebnisse des GfK TEMAX® für das vierte Quartal

Der Gesamtmarkt für Technische Gebrauchsgüter in Deutschland konnte mit dem bisher größten gemessenen Marktvolumen seit Bestehen des GfK TEMAX® in Höhe von 12,5 Milliarden Euro positiv auf das letzte Quartal des "Krisenjahres" 2009 blicken. Das vierte Quartal schloss mit einem Umsatzwachstum von 4 Prozent und sorgte somit dafür, dass das Gesamtjahr mit 1,1 Prozent Wachstum und einem Gesamtvolumen von 42,2 Milliarden Euro erfreulich abschloss. Insbesondere die Informationstechnologie, sowie die Unterhaltungselektronik konnten zum Jahresende Umsatzgewinne verzeichnen. In dem Sektor Telekommunikation gingen die Umsätze weiter zurück.

Informationstechnologie: insgesamt 16,5 Prozent Wachstum

Einen außergewöhnlichen Zuwachs verzeichnete der Sektor Informationstechnologie (IT): Das letzte Quartal 2009 zeigte ein Marktvolumen von 3 Milliarden Euro bei einem Wachstum von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit bestehen des GfK TEMAX® wurde nur einmal ein größerer Zuwachs eines Sektors gemessen - im Vorfeld der Europameisterschaft 2008, als die Unterhaltungselektronik einen großen Schub erlebte. Die Ergebnisse im vierten Quartal 2009 waren umso erfreulicher, da sich die IT in diesem Zeitraum nicht auf einen solchen "Booster" stützen konnte. Insbesondere die mobilen Rechner - jeder zweite Euro bei IT wurde hier investiert - wuchsen um ein Fünftel an Wert. Im Weihnachtsmonat verstärkte sich dieser Trend noch und es wurden über die Hälfte mehr mobile Computer verkauft als im Dezember 2008. Dies ergab einen Umsatzzuwachs von einem Drittel. Es waren vor allem die Bildschirmgrößen unter 12 Zoll, die im vierten Quartal sowohl nach Menge wie auch an Wert überproportional zulegten.

Desktop-Computer legten im letzten Quartal über ein Drittel an Wert zu. Hier gewannen vor allem die Micro-PCs, Rechner mit einer Höhe und Breite von 20-30 cm, sowie die AIO-Rechner, All-in-One-Geräte, die alle relevanten Komponenten im Bildschirmgehäuse beherbergen, an Bedeutung. Die positive Entwicklung bei Desktop-Rechnern war unter anderem auf ein sehr gutes Jahresendgeschäft im Business-to Business-Bereich zurückzuführen, der den überwiegenden Anteil dieses Marktes ausmacht.

Betrachtet man die Dynamik der Sektoren über das gesamte Jahr hinweg, nahm auch hier die IT mit 7,6 Prozent Umsatzplus den Spitzenplatz ein.

Unterhaltungselektronik: ein gutes Jahr ohne Großsportereignis

Der Sektor Unterhaltungselektronik steigerte seinen Umsatz um 1,4 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich legte der Markt im Jahr 2009 um 0,4 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro zu - und dies ohne ein sportliches Großereignis. Von Krise also keine Spur. Während nahezu keine Röhrenfernsehgeräte mehr verkauft wurden und Plasma-Geräte verloren, legten LCD-Fernseher ungebrochen zweistellig zu. Allerdings war hier das Mengen-Wachstum etwas höher als das Wert-Wachstum. Besonders gefragt waren beim Konsumenten LED-Technik, 200-Hertz-Technologie, Web-Zugang sowie High Definition (HD) TV-Tuner. Dazu bestand auch eine hohe Ausgabenbereitschaft für einen guten Klang: So legten die HiFi-Warengruppen insgesamt zu, insbesondere Home-Theatre-Sets, aber auch HD-Settop-Boxen und Blu-Ray-Player. Bei gleich bleibenden gesellschaftlichen Trends wie dem "Homing" - also der Neigung, in die Qualität der eigenen vier Wände zu investieren - und den zwei sportlichen Großereignissen Olympische Winterspiele in Vancouver sowie der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika kann die Branche erwarten, dass 2010 das Niveau mindestens gehalten werden kann. Diesen Trend könnten die deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten unterstützen, da sie derzeit beginnen, in HD zu übertragen.

Telekommunikation: Touchscreen-Handys im Trend

Ein eher trübes Bild lieferte derzeit der Telekommunikationsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal büßte der Markt im vierten Quartal 9,6 Prozent seines Umsatzes ein. Unter dem Strich bedeutete dies 10 Prozent Umsatzminus für das Gesamtjahr. Allerdings verlangsamten Mobiltelefone wie auch Faxgeräte ihren Umsatzverlust, die Teilgruppe der Smartphones wuchs sogar zweistellig. Der Trend im Weihnachtsgeschäft waren berührungsempfindliche Smartphones mit einem "Touchscreen", die inzwischen vereinzelt schon für unter 100 Euro verkauft werden. Faxgeräte verloren dagegen zweistellig. Besonders stark brach die Nachfrage nach Tintenstrahlfaxgeräten ein.

Guter Jahresabschluss mit Hilfe des vierten Quartals

In der Veröffentlichung des GfK TEMAX® Q4-2008 wurde bereits darauf hingewiesen, dass 2009 kein einfaches Jahr werden würde, aber attraktive Produkte und Innovationen gute Chancen für Umsätze nach sich ziehen würden. Dies hat sich bestätigt. Es waren 2009 die Märkte mit attraktiven, innovativen Geräten, die Gewinne verbuchen konnten.

Das Jahr 2010 wird wieder spannend: Geplante Entlastungen für die Steuerzahler stehen einer höheren erwarteten Inflation sowie angekündigten höheren Abgaben gegenüber. Aufgrund dieser Unsicherheit werden die Verbraucher voraussichtlich zurückhaltend konsumieren. Erste Anzeichen deuten 2010 auf eine Stagnation der Verbraucherausgaben. Für die Unterhaltungselektronik dürfte dies aufgrund der nächsten Sportgroßereignisse erfahrungsgemäß weniger gelten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Phänomen "Homing" weiterhin die Kaufentscheidungen der Konsumenten beeinflussen. Innovative, mobile oder dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtete Produkte werden weiterhin im Trend liegen. Darüber hinaus liegt es weiterhin am Handel auch selbst Akzente zu setzen und die Lust an Neuem zu stimulieren.

Zur Studie

Der GfK TEMAX® ist ein vom Sektor Retail and Technology geschaffener Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspanels der GfK Retail and Technology. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 200.000 Verkaufsstellen ein. Seit Februar 2009 erhebt die GfK Retail and Technology den GfK TEMAX® auch international in mehr als 30 Ländern. Er stellt erstmals umfassende Gesamtmärkte für Technische Gebrauchsgüter in verschiedenen Ländern dar.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/005299/index .de.html

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