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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt jetzt auf dem Portal BSI für Bürger das aktuelle Brennpunktthema "Soziale Netzwerke" vor. Facebook, Xing oder MySpace bieten viele innovative Möglichkeiten der Kommunikation: Alte Schulfreunde können sich dort wiederfinden, Singles treffen im Netzwerk ihren Traumpartner und einsame Menschen finden eventuell neue Freunde.
Doch die virtuelle Form des Miteinanders in Sozialen Netzwerken birgt auch Gefahren in sich, dazu gehört insbesondere Datenmissbrauch von Telefonnummern oder E-Mailadressen, dieses Phänomen führt häufig zu unerwünschter Werbung. Auch unliebsame Details aus dem Privatleben gehören nicht ins Internet, denn Arbeitgeber recherchieren gerne ihre potentiellen Mitarbeiter und sind von feuchtfröhlichen Berichten über Partynächte nicht sehr angetan.
Ein weiterer Aspekt kann auch Mobbing sein, wenn Nutzer sich in einem Sozialen Netzwerk gegen einen anderen Nutzer verbünden und ihn im schlimmsten Fall sogar beleidigen. Zudem können private Informationen entlockt und dann aus Boshaftigkeit gegen die betreffende Person verwendet werden. Manche so genannten Cyberstalker kreieren sich eine neue Persönlichkeit und legen sich unechte Profile an, so können sie anonym und ungehindert andere Nutzer belästigen.
Jeder Nutzer sollte sich auf Grund der Gefahren darüber im Klaren sein, dass das Internet nichts vergisst, denn selbst Informationen, die gelöscht werden, können durch Links und Kommentare wiedergefunden werden. Zudem kann die ungewollte Preisgabe persönlicher Daten dazu führen, dass eine breite Öffentlichkeit sehr schnell private Details über einen Nutzer erfährt. Das BSI gibt daher zehn wertvolle Tipps, wie die Nutzer Sozialer Netzwerke ihre Privatsphäre von Anfang an besser schützen können:
Nutzer sollten bedenken, dass nicht jeder alles wissen muss, daher ist es wichtig, zu überlegen, welche persönlichen Daten tatsächlich öffentlich zur Verfügung stehen.
An Hand dieses Wissens kann besser ausgewählt werden, ob Informationen und Bilder eingeschränkt sichtbar sein sollten oder nicht.
Manche Unbekannte haben nicht nur freundschaftliches Interesse, sondern verfolgen eher das Ziel krimineller Handlungen, beispielsweise Datenmissbrauch.
Die Betreiber des Sozialen Netzwerkes können die Spur des Querulanten verfolgen und entsprechende Schritte, wie Löschen des Profils, einleiten.
In dem Moment, in dem persönliche Daten weitergegeben werden, hängt die Datensicherheit auch vom Sozialen Netzwerke ab. Bei aufkommendem Datenmissbrauch in diesem Netzwerk, sollten die Freunde informiert werden.
Bei der Preisgabe beruflicher Informationen lauert die Gefahr, dass Wirtschaftsspione ihr erworbenes Wissen ausnutzen und eventuell gegen den Nutzer oder dessen Arbeitgeber verwenden.
Wichtig ist zu überprüfen, ob Rechte an den Betreiber abgebeben werden, wenn zum Beispiel Bilder eingestellt werden. Manche Firmen nutzen außerdem die Informationen aus Sozialen Netzwerken, um die Nutzer mit Werbung zu belästigen.
Das Risiko des Identitätsdiebstahls besteht eventuell, wenn Fremde zu Unrecht die Daten eines anderen nutzen und dabei Betrügereien begehen oder Freunde täuschen. Daher sollte geklärt werden, wer sich tatsächlich hinter Anfragen verbirgt.
Nicht jeder Link im Sozialen Netzwerk ist nutzerfreundlich, manche Zieladressen können gefälscht sein und eingegeben Informationen werden von Betrügern für kriminelle Handlungen ausgenutzt.
Für Heranwachsende können Soziale Netzwerke wie eine bunte Spielwiese wirken, Eltern müssen hier die Medienkompetenz des Kindes stärken und es liebevoll bei der Nutzung eines Sozialen Netzwerkes begleiten.