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Die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes hat die Fortschritte der Mobilfunkbetreiber in ihren Bemühungen um die Sicherheit von Kindern bei der Nutzung von Mobiltelefonen begrüßt, gleichzeitig jedoch dazu aufgerufen, die Eltern für neue potentielle Risiken zu sensibilisieren, denen Kinder bei der Nutzung von Smart Phones ausgesetzt sind (wie etwa der leichtere Zugang zu für Erwachsene bestimmten Inhalten im Internet). Ein gerade von der GSM Association, dem Berufsverband der Mobilfunkbranche, veröffentlichter Bericht zeigt, dass 91 Unternehmen auf nationaler Ebene die Maßnahmen ergreifen, die in einer 2007 unter Vermittlung der Europäischen Kommission europaweit unterzeichneten freiwilligen Vereinbarung beschlossen worden waren (siehe IP/07/139). 25 Mitgliedstaaten verfügen nun über nationale Verhaltensregeln zur freiwilligen Selbstkontrolle, die auf der europäischen Rahmenvereinbarung beruhen; somit profitieren 96 % aller Mobilfunknutzer in der EU von dieser Vereinbarung.
Die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte zu diesem Thema: "Der Schutz junger Menschen im Internet ist ein zentrales Anliegen der Digitalen Agenda für Europa, deshalb begrüße ich den heutigen Bericht, der zeigt, dass die Mobilfunkunternehmen ihre Verantwortung ernst nehmen. Ich fordere die Mobilfunkbranche jedoch auf, sicherzustellen, dass Menschen jeden Alters die Risiken vollständig verstehen und wissen, wo Hilfe zu finden ist, da Eltern oft nicht so genau über die neuesten Entwicklungen bei den Mobiltelefonen im Bilde sind wie die jüngere Generation."
Ein neuer Bericht der Mobilfunkbranche zeigt beeindruckende Fortschritte bei den 83 Mobilfunkbetreibern, die den im Februar 2007 unter Vermittlung der Kommission aufgestellten "Europäischen Rahmen für die sicherere Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche" unterzeichnet haben. Diese Betreiber bedienen 96 % aller Mobilfunkkunden in der EU. Zudem haben 8 weitere Unternehmen einen nationalen Verhaltenskodex unterzeichnet.
Insgesamt haben die Mobilfunkbetreiber in den vier 2007 festgelegten Aktionsbereichen gute Fortschritte erzielt:
Der Bericht zeigt auch, dass eine Reihe nationaler Kodizes Anforderungen enthalten, die über den Anwendungsbereich des EU-Rahmens hinausgehen. So wurden beispielsweise in Ungarn ein Ethikkodex für auf Kinder abzielende Werbung entwickelt und im Vereinigten Königreich ähnliche Verhaltensregeln zur Nutzung passiver Ortungsdienste aufgestellt. Auch die Reaktionen von Akteuren des Kinderschutzes wie etwa Save the Children in Dänemark, International Children's Safety Service in Ungarn und Protegeles in Spanien zeigen, dass nationale Verhaltenskodizes auch dazu beigetragen haben, dass Mobilfunkbetreiber mit NRO zusammenarbeiten.
In einigen EU-Ländern erwarten die Akteure von der Mobilfunkbranche jedoch mehr Maßnahmen, um die Eltern über die Risiken und Möglichkeiten des in rascher Entwicklung befindlichen mobilen Internets zu informieren. Der lettische Children's Fund etwa berichtet, dass die jüngsten Mobiltelefonnutzer die potentiellen Risiken zwar kennen und besser informiert sind, bei Problemen jedoch erst sehr spät die Eltern um Rat und Hilfe bitten.
Der Schutz von Kindern im Internet - ob sie von einem Computer oder einem Mobiltelefon aus surfen - ist eine der Hauptprioritäten der Digitalen Agenda für Europa der Europäischen Kommission . Die Anbieter der bei den jüngeren Generationen beliebtesten Onlinedienste (z. B. soziale Netzwerke, Mobilfunkbetreiber) werden aufgefordert, bis 2013 weitere Maßnahmen der Selbstkontrolle in Bezug auf die Sicherheit von Kindern im Internet zu entwickeln.
Insbesondere dank des EU-Programms "Sicheres Internet" haben die meisten europäischen Mitgliedstaaten Hotlines eingerichtet, unter denen anstößige Online-Inhalte gemeldet werden können, und es werden Lehrgänge zur sicheren Internetnutzung in Schulen angeboten. Zudem werden sie darin bestärkt, ihre Bemühungen in den kommenden Jahren zu verstärken.
Hintergrund
Aufgestellt wurde der Europäische Rahmen für die sicherere Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche' als Reaktion auf die zahlreichen Probleme, die in der 2006 von der Kommission durchgeführten öffentlichen Konsultation zum Jugendschutz bei der Mobilfunknutzung genannt worden waren (siehe IP/06/1059).