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Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest hat im Auftrag von Otto Group und Google die Studie "GO SMART 2012: ALWAYS-IN-TOUCH" veröffentlicht, die sich mit der Smartphone-Nutzung im Jahre 2012 beschäftigt. Die Studienergebnisse wurden quantitativ in einer Onlinebefragung mit 2.578 stationären und mobilen Internetnutzern sowie in einer Bevölkerungsstichprobe mit 1.000 Teilnehmern zwischen 18 und 59 Jahren ermittelt. Die Ergebnisse wurden durch Experteninterviews ergänzt. Eine wichtige Kernaussage der Untersuchung ist: Im Jahr 2012 wird jeder vierte Deutsche ein Smartphone in seinem Besitz haben und E-Commerce ist ganz selbstverständlich in das tägliche Leben eingebunden. Smartphones sind Mobiltelefone, die sich dadurch auszeichnen, dass sie oft über ein Betriebssystem sowie über einen Touchscreen (Bildschirm, der mit dem Finger berührt wird) verfügen.
Eine wichtige These der Studie: Die Gesellschaft bewegt sich in eine Richtung, in der Menschen immer und überall online sein können. Diese Aussage wird untermauert mit der Tatsache, dass von den 9 Millionen Smartphone-Besitzern in Deutschland fast 2 Millionen, das sind 23 Prozent, täglich mobil ins Netz gehen. Prognostiziert wird, dass die Zahl der Smartphone-Besitzer bis 2012 um mindestens 50 Prozent ansteigen wird. Insgesamt werden die Deutschen sich laut Studie dann auch eine Stunde länger mit digitalen Medien beschäftigen und jeder zehnte Deutsche wird täglich mobil ins Netz gehen. Bereits jetzt, so die Studie, würden 11 Prozent der Deutschen überlegen, sich ein Smartphone zuzulegen und 71 Prozent der jetzigen Smartphone-Nutzer wollen zukünftig noch mehr ihr Gerät für den mobilen Einstig ins Netz verwenden. In diesem Zusammenhang werden Smartphone-Nutzer daher auch als Internet-Vielnutzer betrachtet.
Das Smartphone wird von 19 Prozent der Studienteilnehmer genutzt, weil es eine Quelle zu wichtigen Themen von Radio und Fernsehen ist und gleichzeitig der Zugang zum Internet schnell geboten wird. Etwa 50 Prozent der Smartphone-Nutzer verwenden ihre Geräte, um kleine Pausen, in denen wenig zu tun ist, auszufüllen. Laut Studienprognose wird sich bis 2012 die Nutzungsintensität der Smartphone-Nutzer weiter erhöhen, mehr noch: Das mobile Internet wird zu einer Art Massenmedium, denn bereits jetzt sagten 71 Prozent der Smartphoner bei der Studienbefragung, sie würden gerne zukünftig noch mehr mobil das Internet nutzen.
Smartphone-Nutzer, die ihr Gerät intensiv für den mobilen Internetzugang nutzen, nehmen eine Vorreiterrolle ein und werden in der Studie als so genannte "Smart-Natives" bezeichnet. Diese Nutzergruppe zeichnet sich durch die Nutzungsintensität des Gerätes sowie durch fundiertes Wissen im Technik- und Webbereich aus. "Smart-Natives" sind überdurchschnittlich gebildet und fast immer online, um alle E-Mails und Anfragen rechtzeitig beantworten zu können und im Hinblick auf gesellschaftliche Ereignisse auf dem neuesten Informationsstand zu bleiben. Die Studie prognostiziert, dass die "Smart-Natives" sich bei der Suche nach Informationen zukünftig ganz auf ihr Gerät verlassen werden, sei es bei der Nutzung von Wikis, Suchmaschinen oder bei der lokalen Suche. Die Untersuchung verdeutlicht, dass acht Prozent der "Smart-Natives" derzeit Suchmaschinen und 11 Prozent der "Smart-Natives" Wikis nur via Smartphone verwenden. 55 Prozent von ihnen nutzen hingegen Suchmaschinen mobil und stationär am Computer.
Die Experteninterviews der Studie hinterfragen die Motive der "Smart-Natives" im Hinblick auf Nutzung, Effizienz, Kommunikation und Konvergenz und stellen die These auf, "always in touch" bedeutet zukünftig: Nutzer gehen nicht mehr gezielt ins Internet, sie befinden sich ständig im Netz. Dies sei auf die technische Grundlage "always on" (immer verbunden) zurückzuführen. Der Hauptaspekt sei, so die Studie, dass sich das Handy dank des mobilen Internet vom Kommunikations- hin zum Interaktionsmedium verändere. So ist bereits jetzt erkennbar, dass 49 Prozent der "Smart-Natives" alltägliche Informationen wie Fahrplanauskünfte, Öffnungszeiten von öffentlichen Einrichtungen oder Staumeldungen in erster Linie über ihr mobiles Gerät beziehen. Smartphones, so eine Kernthese, würden die ständige Erreichbarkeit des Internet ermöglichen, das Internet avanciere daher zum Nebenbei-Medium und werde ohne Störungen oder Probleme in den Tagesrhythmus integriert.