|
![]() |
|
||||
|
Start |
||||||
Die Untersuchung "Das Web als zentrales Element für die Kaufentscheidung im Einzelhandel" wurde im Januar 2010 mit 1.500 Personen in einem Online-Panel von Yahoo! Deutschland durchgeführt. In der aktuellen Studie untersuchte Yahoo! Deutschland, wie sich Konsumenten heutzutage über verschiedenste Produkte des täglichen Lebens informieren, welchen Einfluss die Informationsquellen auf die Kaufentscheidung haben und wo die Artikel anschließend gekauft werden. Im Fokus standen unter anderem die Einzelhandelsbranchen "Bekleidung und Schuhe", "CD/DVD, Computerspiele, Software", "Unterhaltungselektronik" sowie "Möbel und Wohnaccessoires".
Das World Wide Web ist schon lange in technikaffinen Produktsegmenten ein beliebter Einkaufskanal. So überrascht es nicht, dass 64 Prozent der Onliner angeben, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten einen Artikel aus dem Bereich "CD/DVD, Spiele, Software" online gekauft haben. Gerne werden auch Artikel aus dem Bereich "Unterhaltungselektronik" (40 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate) im Web gekauft, wobei hier die Frequenz aufgrund der Kostenintensität und Langlebigkeit von Produkten wie Fernsehgeräten, Mobiltelefonen, MP3-Playern etc. weniger hoch ausfällt. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass auch immer mehr Produkte aus anderen Branchen online bezogen werden. Vor allem die Modebranche boomt im Internet: 62 Prozent der Onliner haben im letzten Jahr und 44 Prozent im letzten Quartal "Bekleidung und Schuhe" online bestellt.
Vor dem Kauf steht für viele Konsumenten zuerst die Information über das gewünschte Produkt. Je nach Produkt und Branche variiert der Recherchebedarf jedoch deutlich: Bei "Unterhaltungselektronik" gibt es für jeden zweiten Käufer keinen Einkauf ohne vorherige eingehende Informationsphase (53 Prozent). Möchte man "CD/DVD, Spiele und Software" erstehen, sind es immerhin noch ein knappes Drittel (30 Prozent), und bei den teils hochpreisigen "Möbeln und Wohnaccessoires" über ein Viertel (27 Prozent). Spontankäufe werden dagegen unter anderem im Bereich "Bekleidung und Schuhe" getätigt: Hier gaben nur 13 Prozent an, dass sie (fast) immer vor dem Kauf recherchieren.
Am häufigsten informieren sich die Kunden im Geschäft vor Ort. Doch immer öfter erfolgt der gute alte Einkaufsbummel zum Preisvergleich und Information statt per Schaufenster über das Browser-Fenster. Damit teilen sich der Einzelhandel und das Internet den ersten Platz der am häufigsten genutzten Recherchequellen vor dem Kauf: Im Bereich "CD/DVD, Spiele und Software" sowie "Unterhaltungselektronik" liegt das Internet mit jeweils 84 Prozent deutlich vor dem Einzelhandel. Dieser führt dagegen bei "Bekleidung und Schuhe" (67 Prozent) sowie "Möbel und Wohnaccessoires" (69 Prozent) die Rangliste an, also bei Produkten, wo Faktoren wie Design, Haptik und Passform von zentraler Bedeutung sind und es große Qualitätsunterschiede gibt. Deutlich abgeschlagen zeigen sich traditionelle Werbemittel wie Kataloge, Prospekte und kostenlose Anzeigenblätter, die als Informationsquelle für die Kunden nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.
Fragt man explizit nach der Wichtigkeit der Internet als Informationsquelle, wird das Web insbesondere in den Bereichen "Unterhaltungselektronik" von mehr als 90 Prozent und im Bereich "CD/DVD, Spiele und Software" mit 85 Prozent von jenen als wichtig bzw. sehr wichtig bezeichnet, die sich vor dem Kauf über Produkte informieren.
Internetsuche bringt’s - über fast alle Branchen hinweg ist die Suchmaschine noch immer klarer Ausgangspunkt für die Recherche nach Produktinformationen mit Spitzenwerten von bis zu 64 Prozent (Unterhaltungselektronik) der Befragten, die sich online informieren. Von Suchmaschinen aus steuern die User vor allem Webseiten mit Produkttests (53 Prozent), Händlerinformationen (50 Prozent) sowie Webkataloge und Preisvergleiche (je 44 Prozent) an.
Auch wenn das Internet als Infoquelle vor dem Kauf immer stärker zum Einzelhandel aufschließt, so stellt dieser Trend weniger eine Bedrohung, sondern vielmehr eine Chance für Geschäfte vor Ort dar. Denn die Studie von Yahoo! Deutschland zeigt auch, dass der Einzelhandel durch eine stärkere Präsenz im Internet und durch konkrete Online-Aktionen seinen Service und somit seine Abverkäufe im Offline-Geschäft stärken kann. Werbe- und Rabattierungsaktionen im Web stoßen bei den Kunden auf Zuspruch: Im Durchschnitt nennen knapp die Hälfte der Befragten, die sich im Web informieren, Web-Coupons und Online-Prospekte als Anreiz dafür, beim stationären Händler einzukaufen. Auch die Shopping-Seite des stationären Handels sowie E-Mail-Newsletter stoßen bei knapp einem Drittel der Befragten auf Interesse.