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Laut (N)ONLINER Atlas 2010 ist der Onliner-Anteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozentpunkte auf 72 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist der Offliner-Anteil um 2,4 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent gesunken. Mit 3,8 Prozent wollen 0,5 Prozent weniger Nutzungsplaner als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken. Damit sind noch immer knapp 19 Millionen Menschen über 14 Jahren nicht online.
Das sind zentrale Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2010, einer Studie der Initiative D21, die bereits zum zehnten Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde. Jedes Jahr werden in Deutschlands größter Erhebung zur Internetnutzung die Veränderungen in diesem Bereich detailliert beleuchtet. Mit über 30.000 Interviews dokumentiert der diesjährige (N)ONLINER Atlas Strukturen der Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen.
Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen - wie in den Vorjahren - auch 2010 einen allgemeinen Aufwärtstrend. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer um 5,5 Prozentpunkte von 48,5 auf 54 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor kaum erreicht. Hier ist nur noch knapp jeder Vierte (23,3 Prozent Internetnutzung) online - bei weiter nur geringem Wachstum. Spezifische Informationen zur Internetnutzung von Seniorinnen und Senioren können Sie in dem Artikel "Ältere Menschen entdecken den Nutzen des Internet" nachlesen.
Nachholbedarf gibt es weiterhin bei den Bemühungen Frauen und Männern einen gleichberechtigten Zugang zum Medium Internet zu ermöglichen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der Abstand zwischen den Geschlechtern bei der Internetnutzung auf 14,7 Prozentpunkte vergrößert - und liegt damit über dem Wert der ersten Erhebung in 2001 (13,7 Prozent). Auch die Schere in Bezug auf den Onliner-Anteil zwischen den neuen und alten Bundesländern öffnet sich im Vergleich zum Vorjahr weiter.
Diesen Entwicklungen will die Initiative Internet erfahren des Bundeswirtschaftsministeriums entgegenwirken. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen soll die Digitale Integration verstärkt und die Fähigkeit zur sicheren und verantwortungsbewussten Nutzung des Mediums gerade bei den bisher unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen gefördert werden.
"Es ist erfreulich, dass inzwischen fast drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland online sind", betonte Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Auf diesem Erfolg dürfe man sich aber nicht ausruhen. Otto kündigte daher an, die Initiative Internet erfahren nicht nur mehr Menschen ins Netz bringen, sondern vor allem deren Kompetenz im Internet erhöhen wolle. "Die Menschen müssen das Internet besser verstehen, um seine Risiken und seine Chancen zu erkennen und es sinnvoll nutzen zu können - deshalb muss es nun vor allem darum gehen, die so genannte digitale Kompetenz zu erhöhen", betonte Otto.
Noch bis Ende 2011 führen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen - BAGSO, das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. und die Stiftung Digitale Chancen die Initiative gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern durch.
Mehr erfahren Sie unter www.internet-erfahren.de.