Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Kinder und Jugendliche > Artikel
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Initiative Spielen-Verbindet veröffentlicht Ratgeber zum Umgang mit Computerspielen

Die Initiative Spielen-Verbindet des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware und der Deutsche Kinderschutzbund haben gemeinsam einen neuen Elternratgeber zum Umgang mit Computer- und Videospielen veröffentlicht: Im heutigen Mediendschungel ist es wichtig, dass Eltern den Überblick behalten und ihre Kinder liebevoll bei der Mediennutzung begleiten können. Die Publikation gibt darüber Auskunft, wie Eltern und Kinder gemeinsam das Spielverhalten gestalten sollten. Die zehn Tipps des Ratgebers lauten:

  1. Das richtige Maß ist wichtig
  2. Kinder brauchen Grenzen, daher sollten Eltern mit ihnen klare Regeln darüber vereinbaren, wie lange und wie oft gespielt werden darf. Zudem sollten Eltern ankündigen, wenn eine Spielzeit bald beendet werden soll, weil das Zeitlimit überschritten wurde. Die unabhängige Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz schlägt vor, dass Kinder bis zum siebten Lebensjahr etwa 30 Minuten am Tag spielen dürfen. Kinder zwischen acht und zehn Jahren können etwa 60 Minuten mit Pause spielen und für Kinder von zehn bis zwölf Jahren wird empfohlen, dass diese etwa 75 Minuten am Computer spielen.

  3. Eltern sollten Spielgewohnheiten des Kindes kennen
  4. Der Ratgeber empfiehlt, dass Eltern sich mit den Namen und Inhalten der Spiele, die Kinder gerne spielen, vertraut machen sollten. Eine wichtige Webseite kann hier der Spieleratgeber NRW des Computerprojektes Köln sein e.V. sein. Der pädagogische Ratgeber zu Computer- und Konsolenspielen richtet sich an Eltern, Lehrer sowie Pädagogen und beurteilt aktuelle Spiele verschiedener Genre. Darunter sind unter anderem Gesellschaftsspiele, Onlinespiele, Abenteuerspiele oder Strategiespiele.

  5. Eltern sollten keine Spiele verbieten
  6. Manche Spiele sind nicht für das eigene Kind geeignet, unter anderem auf Grund der Altersbeschränkung. Dennoch sollten Eltern hier nicht generell das Spiel verbieten, sondern mit Argumenten klarmachen, warum das Spiel nicht genutzt werden sollte. Zudem sollten alternative Spiele als Ersatz vorgeschlagen werden.

  7. Eltern sollten sich in die Lage des Kindes versetzen
  8. Eltern sollten Kinder ernst nehmen und sich von Ihnen die Spiele, die sie gerne nutzen, erklären lassen und sich damit auf Augenhöhe begeben. Um sich näher über Spiele zu informieren, bietet die Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit Turtle Entertainment, dem Verein ComputerProjekt Köln e.V. und Spielraum so genannte Eltern-LAN-Partys an.

  9. Eltern sollten beim Einkauf der Spiele dabei sein
  10. Beim Einkauf der Spiele sollten Eltern von Anfang an auf die Alterskennzeichnung der USK-UnterhaltungssoftwareSelbstkontrolle achten. Bereits während des Einkaufs kann dem Kind vermittelt werden, dass bei Spielen eine Alterskennzeichnung existiert und daher nicht jedes Spiel für jedes Kind geeignet ist.

  11. Eltern sollten den Jugendschutzfilter nicht vergessen
  12. Beim Jugendschutzfilter können Eltern einstellen, welche Spiele mit welcher Altersklasse gezeigt werden. Bei Spielen, die nicht erlaubt werden, bleibt der Bildschirm schwarz. Die Initiative Spielen verbindet informiert auf ihrer Webseite darüber, wie der Filter für die jeweiligen Konsolen eingestellt werden kann.

  13. Eltern sollten Uhrzeiten des Spielens einstellen
  14. Manche Spielkonsolen haben einen Familientimer: Damit kann eingestellt werden zu welcher Uhrzeit das Kind spielen darf. Beim Einschalten des Timers kann das Kind nur zu diesen Zeiten spielen, ansonsten funktioniert die Konsole nicht. Auch bei Online-Spielen sollten Eltern beachten, dass Spielzeiten eingegrenzt werden, um exzessives Spielen zu vermeiden.

  15. Eltern sollten mit Kindern über Illegale Tauschbörsen sprechen
  16. Die Nutzung illegaler Tauschbörsen können strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen haben. Wichtig ist, dass Kinder das Gesetz an dieser Stelle ernst nehmen und sich nicht von der Fülle der Musik- oder Spielangebote beeindrucken lassen. Eltern sollten mit Kindern über die Rechte und Pflichten bei der Internetnutzung sprechen und auch bedenken, dass bei kopierten CDs oder DVDs der Jugendschutzfilter nicht gelesen werden kann.

  17. Computerspiele sollten nicht das einzige Hobby von Kindern sein
  18. Kinder brauchen eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, dazu gehören sportliche Aktivitäten, Entspannung oder das Treffen mit den Freunden. Gerade der Kontakt mit Gleichaltrigen ist für die Entwicklung sozialer Kompetenzen wichtig. Eltern sollten daher im Auge behalten, wie Kinder ihre Freizeit gestalten, damit die virtuelle Welt nicht wichtiger wird als die reale Welt.

  19. Eltern erfahren Hilfe bei der Medienerziehung
  20. Eltern sollten sich Unterstützung bei der Medienerziehung suchen. So können sie sich miteinander austauschen und erfahren, dass sie nicht alleine mit dieser Erziehungsaufgabe sind. Eine Möglichkeit ist der Besuch des Medienkurses "Wege durch den Mediendschungel" des Deutschen Kinderschutzbundes. Ein wichtiges Ziel des Kurses ist es, Hilfe bei der Entscheidung für eine altersgerechte Mediennutzung zu geben.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.spielen-verbindet.de/ratgeber/elternratgeber.html

Im Angebot der SDC seit 21.07.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Jugendschutz, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Projekte, Internet




 Nach oben

Copyright 2012, SDC.