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Die Europäische Kommission hat eine Eurobarometer-Erhebung durchgeführt und in diesem Zusammenhang mehr als 27.000 Privathaushalte aus der gesamten EU zu ihrer Internet-, Telefon- und Fernsehbenutzung befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass immer mehr Europäer dank der zunehmenden Breitbandversorgung online sind, wobei sich 35 Prozent der Nutzer auf den Websites der sozialen Netze betätigen. In Deutschland besuchen 26 Prozent der Nutzer Soziale Netzwerke. Die Umfrage zeigt auch: 57 Prozent der Europäer und 59 Prozent der Deutschen nutzen das gesamte Internet und verfügen über Internetzugang.
Bei der "E-Communications Haushaltsumfrage" wurde untersucht, wie in den Haushalten die Internetverbindung hergestellt wird: 15 Prozent der Europäer und drei Prozent der Deutschen stellen eine Verbindung zum Internet über das Netzwerk des Kabelfernsehanbieters her. Dies geschieht, indem das Kabelmodem, eine Box oder ein Router verwendet werden (Breitband-Internet). 62 Prozent der Europäer und 70 Prozent der Deutschen nutzen zur Internetverbindung ADSL, DSL oder eine ähnliche Verbindung unter Nutzung einer Telefonleitung durch Verwendung eines Modems, einer Box oder eines Routers. Außerdem stellen fünf Prozent der Europäer und zwei Prozent der Deutschen eine Verbindung zum Internet per Mobilfunknetzwerk her. Zudem wurde Haushalten mit Internetanschluss die Frage gestellt: "Nutzen Sie oder jemand in ihrem Haushalt den Computer zu Hause, um über das Internet zu telefonieren?" Hier antworteten 17 Prozent der Deutschen mit "Ja". Zum Vergleich: Der EU-Durchschnitt liegt bei 22 Prozent.
Einige Befragte, die keinen Internetanschluss haben, erklärten in der Studie, dass sie gar kein Interesse am Internet hätten. Der Kommission ist es jedoch wichtig, dass alle EU-Bürger die Möglichkeit haben, sich einen Breitband-Internetanschluss einrichten zu lassen. Ein wichtiger Aspekt sind die Vorteile, die sich aus einem Anschluss ergeben. Dazu gehören unter anderem der Zugang zu innovativen Diensten, das Arbeiten von zu Hause und die Kommunikation mit anderen Menschen. Die Studie zeigt jedoch auch: In 30 Prozent der EU-Haushalte mit Breitbandanschluss sind die Download-Geschwindigkeiten nicht verlässlich, 36 Prozent leiden unter Verbindungsunterbrechungen und 24 Prozent geben an, dass die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit nicht der vertraglich zugesicherten entspricht.
Die "E-Communications Haushaltsumfrage" hat auch die Fernsehnutzung der EU-Bürger beleuchtet: In Deutschland verfügen 97 Prozent über einen Fernsehanschluss, innerhalb der EU sind es 98 Prozent der Bürger. 34 Prozent der Europäer und drei Prozent der Deutschen gaben an, dass ihr Haushalt Fernsehsender über eine Antenne (auf dem Dach oder mit Zimmerantenne) empfängt. Der EU-Durschnitt für den Fernsehempfang via Kabelanschluss liegt bei 30 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland nutzen 46 Prozent Kabelanschluss. 24 Prozent der EU-Bürger und 47 Prozent der Deutschen empfangen außerdem Fernsehsender über eine Satellitenschüssel.
Ein weiterer Schwerpunkt der Erhebung lag in der Untersuchung der Telefonnutzung. In diesem Bereich zeigte sich: 98 Prozent der EU-Haushalte und 99 Prozent der deutschen Haushalte haben ein Festnetz- und/ oder Mobiltelefon und ein wachsender Anteil der EU-Haushalte (87 Prozent) verfügt über ein Mobiltelefon. In Deutschland haben mindestens 80 Prozent der Befragten einen Mobiltelefonanschluss und 20 Prozent können nur per Festnetz telefonieren. Dagegen benutzen 25 Prozent der EU-Bürger nur ein Mobiltelefon und haben keinen Festnetzanschluss. Die Frage "Haben Sie die Möglichkeit, über ihren Mobiltelefonanschluss auf das Internet zuzugreifen, um dort Spiele zu spielen, Audio- oder Videoinhalte runterzuladen oder um E-Mails zu empfangen und zu versenden?" wurde zudem von 33 Prozent der Europäer und 30 Prozent der Deutschen bejaht.
Untersucht wurde bei der Erhebung auch, wie viele Haushalte in Deutschland und in der EU über ein Handy verfügen: In der EU verfügen 34 Prozent der Bürger über ein Handy, das nur mit Pre-Paid-Karte genutzt wird. In Deutschland nutzen 29 Prozent der Bürger das Handy nur mit Pre-Paid-Karte. Außerdem haben 34 Prozent der EU-Bürger und 33 Prozent der Deutschen ein Handy, das nur mit einem Vertrag genutzt werden kann. 18 Prozent der Deutschen und 19 Prozent der Europäer nutzen ein Handy mit Vertrag und Pre-Paid-Karte.