Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Internetnutzung in Deutschland > Artikel
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

IKT-Standort Deutschland: Trotz Wirtschaftskrise stabile Platzierung im Ranking der Top 15 IKT-Nationen

Quelle: Pressemeldung TNS Infratest vom 07.12.10

Deutsche IKT-Wirtschaft besteht die Herausforderungen der Wirtschaftskrise / IKT-Branche chancenreich / TNS Infratest stellt den aktuellen "Monitoring-Report Deutschland Digital 2010" vor

Deutschland liegt als Standort für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Vergleich der Top 15 IKT-Nationen auch in diesem Jahr im Mittelfeld und belegt gemeinsam mit den Niederlanden den siebten Rang. Anders als im Vorjahr belegt Deutschland 2010 bei keinem der 24 analysierten Indikatoren einen ersten oder zweiten Platz. Bei fünf Indikatoren konnte Deutschland dagegen besser abschneiden als im Vorjahr, bei 14 Indikatoren hat sich Deutschland verschlechtert. Das sind die zentralen Ergebnisse des "Monitoring-Report Deutschland Digital 2010", der am 7. Dezember 2010 anlässlich des Fünften Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung in Dresden vorgestellt wurde.

"Eine Platzierung auf dem siebten Platz ist für mich nicht zufriedenstellend und Ansporn genug, hier mehr zu tun und unsere Stärken gezielt zu bündeln", so Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Die Benchmark-Studie, die TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie von 2009 bis 2011 jeweils jährlich erstellt, analysiert den Stand der deutschen Informationswirtschaft im Vergleich zu den 14 führenden IKT-Weltregionen und Ländern. Die Leistungsfähigkeit wird hinsichtlich der auf den IKT-Märkten stattgefundenen Entwicklungen, Anwendungen der IKT sowie infrastruktureller Voraussetzungen mittels 24 Kernindikatoren gemessen. Die 14 wichtigsten Wettbewerbsländer in Europa sind: Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und in Asien: China, Japan, Südkorea und Indien sowie die USA.

Deutschland im 15-Nationenvergleich weiterhin im Mittelfeld

Die Positionierung Deutschlands hat sich relativ zum Weltmarktführer Südkorea im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Deutschland erreicht 59 Prozent der bestmöglichen Performance und platziert sich gemeinsam mit den Niederlanden im Benchmark auf Rang sieben. Der Abstand auf den neuen weltweiten Spitzenreiter Südkorea ist mit 13 Indexpunkten deutlich. Mit einem durchschnittlichen Indexwert von 76 hat Deutschland 2009 vor Großbritannien und den USA den sechsten Platz im Teilbereich "Infrastruktur" erreicht. Positiv wirkt sich hierbei unter anderem die Leistung des deutschen Standorts bei der "Computerdichte in Haushalten", der "Mobilfunkpenetration in der Bevölkerung" und dem "Internetzugang in Haushalten" aus.

Belegte Deutschland im Jahr 2008 noch Spitzenpositionen in einigen Kernindikatorbereichen, so sind die besten Platzierungen im Jahr 2009 lediglich zwei dritte Ränge bei der "Mobilen Internetnutzung" und beim "Reifegrad des Telekommunikationsmarktes". Mit dieser Leistung liegt Deutschland hinter anderen westeuropäischen Ländern zurück. Dänemark und Großbritannien teilen sich den vierten Platz mit jeweils 62 Indexpunkten, Schweden liegt mit 60 Indexpunkten auf Platz sechs.

IKT-Strategie "Deutschland Digital 2015": Den deutschen IKT-Standort an die Weltspitze führen

Im Rahmen eines Workshops zur IKT-Strategie "Deutschland Digital 2015" erarbeiteten hochkarätige IKT-Experten Empfehlungen, die helfen sollen, Deutschland in einer möglichst großen Anzahl von Bereichen mit Spitzentechnologien an die Weltspitze zu bringen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen aus Expertensicht sind:

  1. Stärken in den Innovationsfeldern nutzen.
    Priorisiert nach den höchsten jährlichen Wachstumsraten sind dies: Cloud Computing mit 48 Prozent, Green IT mit 39 Prozent, IKT und Energie bzw. Smart Grids mit 21 Prozent, Intelligent Transport Systems (Verkehrstelematik) mit 14 Prozent, IT-Sicherheit mit zehn Prozent und Embedded Systems mit neun Prozent.

  2. Chancen ausbauen.
    Zügige Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung bis zum Jahr 2014. Umgehender Start des Ausbaus digitaler Netze der nächsten Generation.

  3. Top Standort-Nachteile beseitigen.
    Konzentration der Forschungsförderung auf die vielversprechenden Wachstumsfelder; Inventions-Innovationslücke schließen, um die Einführung von neuen Produkten in den Markt zu beschleunigen; Beseitigung von Nutzungsbarrieren, insbesondere Verbesserung der digitalen Kompetenzen; Anzahl IKT-basierter Unternehmensgründungen steigern; Exportaktivitäten, insbesondere der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) unterstützen.

  4. Risiken minimieren.
    Gegen den strukturell bedingten Fachkräftemangel adäquate Qualifizierungs- und Zuwanderungspolitik; Vertrauen in die Netz- und Informationssicherheit durch geeignete gesetzgeberische Maßnahmen als Voraussetzung zur Entfaltung von IKT-Potenzialen schaffen.

Die nach Indexpunkten rückläufigen Marktentwicklungen können vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise im Branchenvergleich dennoch als Erfolg gewertet werden. Während die weltweite Rezession in Deutschland 2009 zu einem außergewöhnlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von insgesamt fünf Prozent geführt hat, waren die Umsätze im IKT-Bereich (ohne Konsumelektronik) dagegen nur um 3,7 Prozent auf 127,2 Milliarden Euro rückläufig. Im Vergleich dazu verzeichnete beispielsweise der deutsche Maschinenbau einen Umsatzrückgang von 22,5 Prozent.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=776

Im Angebot der SDC seit 07.12.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Regierungsaktivitäten auf Bundesebene, Infrastruktur, Mediennutzung allgemein




 Nach oben

Copyright 2012, SDC.