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Anfang November 2010 fand im Bundeskanzleramt der vierte Integrationsgipfel mit Beteiligten aus Bund, Ländern und Kommunen sowie Verbänden und privaten Akteuren statt. Thema war der Nationale Aktionsplan, welcher dem Nationalen Integrationsplan folgen und die Zielvorgaben für eine verbindliche Integrationspolitik konkretisieren und weiterentwickeln soll. Dieser Nationale Aktionsplan soll Ende 2011 vorgelegt werden.
Insgesamt 11 unterschiedlich thematische Arbeitsgruppen - zwei Arbeitsgruppen mehr als beim Nationalen Integrationsplan - nehmen nun ihre Arbeit auf, darunter auch die Arbeitsgruppe "Medien und Integration", in der die Stiftung Digitale Chancen den Bereich der digitalen Medien - insbesondere des Internet - vertritt. Aufgabe ist es, präzise Integrationsziele für den Bereiche "Medien und Integration" mit den dafür notwendigen Initiativen zu formulieren und möglichst konkrete Selbstverpflichtungen oder zukünftige Projekte festzuschreiben. Als Schwerpunkte der Arbeit wurden unter anderem die folgenden Themen angesprochen: Interkulturelle Öffnung der Medien/Diversität in der Medienproduktion, Forschung im Bereich Medien und Integration sowie die Rolle der Migranten als relevante Zielgruppe für Medien. Die Stiftung Digitale Chancen betonte in der Auftaktsitzung bei Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer die Notwendigkeit, auch den Aspekt der Vermittlung von Medienkompetenz insbesondere im Umgang mit digitalen Medien zu berücksichtigen.
"Die Nutzung des Internet ist heute eine Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe - die Nutzung des Internet kann daher auch einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten leisten", erklärt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. "Damit dies gelingt, müssen Menschen mit Migrationshintergrund an die Nutzung des Internet herangeführt werden - dies gilt insbesondere für ältere Migrantinnen und Migranten und für solche mit geringen deutschen Sprachkenntnissen. Aber auch die Jüngeren, die das Internet bereits kennen und nutzen, bedürfen der Anleitung für einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit dem Medium, damit sie daraus einen Nutzen für ihre persönliche Lebensführung ziehen können."
Die Stiftung arbeitet zurzeit in einem europäischen Projekt im Competitiveness und Innovation Programme der EU zusammen mit 25 Partnern aus 11 europäischen Ländern an der Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Szenarien für die Digitale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Dort wurden in einem nationalen Workshop Ende November 2010 für das Projekt Bridge-IT eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen in Deutschland erarbeitet. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Projekt wird die Stiftung in die Arbeitsgruppe "Medien und Integration" zum Nationalen Aktionsplan einbringen.