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Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember 2010 einen Bericht über die Fortschritte des gemeinsamen Programms "Umgebungsunterstütztes Leben" (AAL JP) vorgelegt: Daraus geht hervor, dass die teilnehmenden Länder bedeutende Finanzmittel bereitstellen. Ferner enthält der Bericht Empfehlungen, mit denen auch in Zukunft eine positive Entwicklung sichergestellt werden soll.
Dem AAL-JP gehören 20 EU-Mitgliedstaaten (unter anderem Belgien, Dänemark, Deutschland und Finnland) sowie drei assoziierte Länder (Israel, Norwegen und die Schweiz) und die Europäische Kommission an. Ziel ist es, IKT-gestützte Lösungen für eine bessere Lebensqualität im Alter zu fördern. Diese Entwicklungen sollten innerhalb von zwei bis drei Jahren marktreif und wirtschaftlich tragfähig sein, um neue Geschäftsmöglichkeiten und Kosteneinsparungen bei der Sozial- und Gesundheitsfürsorge zu erzielen. Das Programm hat ein Budget von 600 Millionen Euro und ist eine der Leitaktionen der Digitalen Agenda für Europa.
Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Kommission und zuständig für die Digitale Agenda sagte hierzu: "Ich freue mich, das die Teilnehmerländer das gemeinsame Programm "Umgebungsunterstütztes Leben" als wichtiges Mittel zur Bewältigung der Herausforderung der Bevölkerungsalterung ansehen - dies zeigt sich darin, dass sie beträchtliche Finanzmittel dafür bereitstellen. Informations- und Kommunikationstechnologien sind entscheidend, wenn wir das Leben der wachsenden Zahl älterer Menschen in Europa verbessern wollen. Mit dem Programm wird deutlich, wie wir durch Zusammenführung unserer Ressourcen für die EU in diesem wichtigen Bereich weit mehr erreichen können, als es durch getrennte Maßnahmen der Mitgliedstaaten möglich wäre."
Aus dem Bericht die Fortschritte des AAL-Programms geht hervor, dass die 23 Teilnehmerländer des gemeinsamen Programms ihre Anstrengungen zur Bewältigung eines drängenden gesellschaftlichen Problems äußerst erfolgreich vereint haben und eine Lücke zwischen der Spitzenforschung und in großem Maßstab markfähigen Lösungen für ein aktives und unabhängiges Leben im Alter geschlossen wurde. Das Programm ist umso erfolgreicher, als es durch hohe Finanzinvestitionen der Teilnehmerländer gestützt wird. Diese lagen 2009 um 50 Prozent über den ursprünglich vorgesehenen Mindestinvestitionen.
Im Rahmen des Programms werden neue Lösungen entwickelt, die innerhalb von zwei bis drei Jahren marktreif sind. Über 50 Forschungs- und Innovationsprojekte wurden seit 2008 in den Bereichen Behandlung chronischer Krankheiten und soziale Interaktion älterer Menschen eingeleitet. Gegenstand der Forschung sind beispielsweise Roboter, die Tätigkeiten im Haushalt verrichten und Senioren helfen, den Kontakt mit dem sozialen Umfeld aufrechtzuerhalten. Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung des Bereichs intelligente Wohnungen'. Diese sollen auf die Bewegungen und das Verhalten der Bewohner reagieren und ihnen das Leben erleichtern.
Um die positiven Ergebnisse des Programms zu maximieren, empfiehlt die Kommission, stärker vereinheitlichte Vorschriften für Förderwürdigkeit und Finanzierung umzusetzen. Die Kommission wird sich ferner um Finanzierungsmechanismen bemühen, mit denen die Investitionslücke zwischen der Pilotphase und der großmaßstäblichen Einführung auf dem Markt geschlossen werden soll. Hierzu gehören auch die weitere Unterstützung des AAL-Investitionsforums und die Berücksichtigung des Beitrags, den das Programm möglicherweise zur europäischen Pilot-Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter leisten kann.
Der Bericht der Kommission und der Bewertungsbericht des hochrangigen Gremiums sind auf der Webseite der Europäischen Kommission abrufbar.