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Nachwuchspreis medius im Rahmen des Kongresses "Keine Bildung ohne Medien" verliehen

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen

Der wissenschaftliche Nachwuchspreis medius wurde in einer feierlichen Zeremonie am 24. März 2011 verliehen: Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und das Deutsche Kinderhilfswerk e. V. (DKHW) prämieren mit diesem Preis bereits seit 2008 innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten. Erwünscht waren Arbeiten, die sich mit Innovationen aus dem Medienbereich, der Pädagogik oder dem Jugendmedienschutz auseinandersetzen. Daher wurden die Wettbewerbsbeiträge hinsichtlich der Kriterien Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Verbindung und Internationalisierung bewertet.

Zu der Fachjury des Nachwuchspreises medius gehörten in diesem Jahr Prof. Dr. Dorothee M. Meister (Universität Paderborn), Claudia Mikat (FSF), Kai Hanke (DKHW), Dr. Ida Pöttinger (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, JFF München), Prof. Dr. Roland Rosenstock (Universität Greifswald), Renate Röllecke (GMK) und Andrea Urban (Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen). Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert, in diesem Jahr wurden vier Beiträge ausgezeichnet. Darunter war die Arbeit zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen von Habib Günesli zum Thema "Zwischen Herkunfts- und Mehrheitsgesellschaft: Das Mediennutzungsverhalten türkischer Jungen der dritten Generation und ihre sprachliche Entwicklung im sozialen Integrationsprozess". Die Arbeit hat untersucht, was die Schule leisten kann, um die Sprachkompetenzen von Migranten zu fördern.

Zudem wurde die Magisterarbeit "Welt- und Menschenbilder in Computerspielen" von Sebastian Ring (Philosophische Universität München) ausgezeichnet. Lena Hirschhäuser (Universität Hamburg) erhielt den Nachwuchspreis für ihre Diplomarbeit "Von Verhüllung bis Verwirklichung" und hat darin anhand des Computerspiels "World of Warcraft" untersucht, welche Bedeutung Online-Rollenspiele für die Identitätsbildung von Jugendlichen haben. Ein Sonderpreis des Deutschen Kinderhilfswerks wurde an Christian Stewen für die Dissertation "Framing the children. Zur Konstruktion von Kindheit in filmischen und medienpädagogischen Diskursen" vergeben. Der Aufsatz untersucht Konstruktionen von Kindheit in unterschiedlichen filmischen Werken. Mit dem Sonderpreis wird daher eine Arbeit gewürdigt, die sich intensiv mit dem Thema Kindheit befasst.

Das Besondere der Veranstaltung: Die Preisverleihung fand in diesem Jahr im Rahmen des Kongresses "Keine Bildung ohne Medien" statt. Das Ziel der Tagung war es, die Forderungen des "Medienpädagogischen Manifest" aus dem Jahre 2009 zu konkretisieren. Dieses Manifest setzt sich insbesondere für eine nachhaltige und breite Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen ein. Während des Kongresses haben insgesamt 400 Kongressteilnehmer in 13 Arbeitsgruppen Vorschläge zur Umsetzung der Forderungen erarbeitet. Dazu gehört unter anderem der Anspruch, dass kein Jugendlicher die Schule ohne grundlegende Medienbildung verlassen sollte und keine Lehrkraft ihre Ausbildung ohne Kompetenz zur Medienbildung abschließen sollte. Zudem sollten medienpädagogische Programme in in der Jugend- und Elternbildung verstärkt werden. Ein langfristiges Ziel ist es, ein breites gesellschaftliches Bündnis für Medienkompetenzförderung in Deutschland zu schließen. Diese Forderungen decken sich auch mit den Ansprüchen des Nachwuchspreises medius, der qualitativ hochwertige Abschlussarbeiten mit innovativen Medienkonzepten prämiert.

Professor Dr. Horst Niesyto (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) äußerte sich während des Kongresses in dem Plenumsbeitrag "Wozu Medienbildung?" unter anderem über die nachhaltigen Aufgaben und Ziele der Förderung von Medienkompetenz. Ein wichtiges Argument, das in diesem Zusammenhang genannt wird: Eltern und pädagogischen Fachkräfte müssen für die Medialität kindlicher Lebenswelten und die Bedeutung von Medien in frühkindlichen Bildungsprozessen sensibilisiert werden. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass Heranwachsende ein Gespür für die Risiken der Mediennutzung entwickeln. Außerdem sollte die Nutzung von digitalen Medien für zur Erschließung neuer Lehr- und Lernräume in allen Schularten und in allen Bereichen der Hochschulbildung und der Erwachsenenbildung gefördert werden.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.fsf.de/

Im Angebot der SDC seit 29.03.11 (yze)

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Themenbereiche:
Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Konzepte




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