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Verbraucherbarometer der EU: Im Jahr 2010 haben 36 Prozent online bei nationalen Anbietern eingekauft

Quelle: Pressemeldung EU vom 11.03.11

Die Frühjahrsausgabe des Verbraucherbarometers wurde am 11. März 2011 von der Europäischen Kommission veröffentlicht: Die Bedingungen haben sich für die Verbraucher nach dem drastischen Einbruch im Jahr 2009 in praktisch allen EU-Ländern wieder deutlich verbessert. Für den jährlich zu ermittelnden Verbraucherlage-Index werden beispielsweise das Vertrauen der Verbraucher in Behörden, nicht staatliche Organisationen und Händler sowie die Wirksamkeit der Streitbeilegung erfasst. Das Barometer bestätigt außerdem, dass sich im Internethandel die Schere zwischen inländischen und grenzüberschreitenden Transaktionen weiter öffnet, obwohl die Auswahl und das Sparpotenzial bei grenzüberschreitenden Einkäufen durchaus größer sein können. Aus der Studie geht zugleich hervor, dass das Vertrauen in das Einkaufen im Ausland sehr viel größer wird, wenn die Verbraucher es erst einmal ausprobiert haben.

Dazu sagte John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik: "Ich möchte die Mitgliedstaaten loben, die trotz der schlechten Zeiten auch weiterhin in die Qualität des Verbraucherumfeldes investieren. Wir haben es geschafft: Das Vertrauen der EU- in die Verbraucherinstitutionen nähert sich wieder dem früheren Niveau." Dalli weiter: "Erfreulich ist zudem, dass sich die Vorbehalte der Verbraucher gegenüber dem Einkaufen im Ausland meist in Nichts auflösen, sobald sie es tatsächlich einmal mit Erfolg ausprobiert haben. Die Ergebnisse machen aber auch deutlich, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, um - zum Wohle der europäischen Wirtschaft, der europäischen Verbraucher und der europäischen Unternehmen - die restlichen Hindernisse abzubauen".

Mit dem Verbraucherbarometer wird erhoben, wie gut (oder schlecht) der Binnenmarkt für die EU-Verbraucher im Hinblick auf Angebot, Preiswettbewerb und Kundenzufriedenheit funktioniert. In der Frühjahrsausgabe mit dem Titel "Consumer Conditions Scoreboard" werden die Integration des Einzelhandels und die Verbrauchersituation in den einzelnen Staaten behandelt.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Die Schere beim Internethandel

Das Verbraucherbarometer belegt die weitere Zunahme des inländischen Internethandels: 36 Prozent der EU-Verbraucher haben im Jahr 2010 online bei nationalen Anbietern eingekauft (2009 waren es 34 Prozent).

Demgegenüber ist das Wachstum beim grenzüberschreitenden Internethandel weiterhin schleppend (9 Prozent im Jahr 2010 verglichen mit 8 Prozent im Jahr davor), obwohl er, wie frühere Studien belegen, klare Vorteile in puncto Sparmöglichkeiten und Auswahl bietet. Damit die Zielvorgabe der Digitalen Agenda (20 Prozent im Jahr 2015) erreicht wird, sind vermehrte Anstrengungen nötig.

Online-Bestellungen im Binnenmarkt: Wahrnehmung contra Erfahrung

Die Wahrnehmung der Verbraucher scheint eine der größten Hemmschwellen bei grenzüberschreitenden Online-Einkäufen zu sein. Von Verbrauchern, die noch nie etwas im Ausland bestellt haben, gab es verschiedene Befürchtungen und Ängste:

  • 62 Prozent befürchten, betrogen oder übers Ohr gehauen zu werden,
  • 59 Prozent sind unsicher, was bei Problemen zu tun wäre,
  • 49 Prozent erwarten Lieferschwierigkeiten.

Grenzüberschreitende Online-Transaktionen scheinen mindestens ebenso verlässlich zu funktionieren wie innerstaatliche: Im Ausland bestellte Waren trafen nur in 16 Prozent der Fälle verspätet und nur in 5 Prozent der Fälle gar nicht ein, bei den im Inland getätigten Bestellungen betrug dieser Anteil 18 beziehungsweise 6 Prozent.

Große Hindernisse für den grenzüberschreitenden Internethandel gibt es auf der Anbieterseite. Der Anteil der Händler, die in andere EU-Länder verkaufen, ging im Jahr 2010 auf 22 Prozent zurück (gegenüber 25 Prozent im Jahr zuvor), obwohl sich der grenzüberschreitende Handel in vielerlei Hinsicht lohnt: 56 Prozent der Händler schätzen, dass mindestens 10 Prozent ihrer Internetbestellungen aus dem EU-Ausland kommen.




Mehr erfahren Sie unter:
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/280&form at=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Im Angebot der SDC seit 15.04.11 (yze)

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Internationale Aspekte, Mediennutzung allgemein, E-Commerce, Internet




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