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Yahoo!-Studie: 60 Prozent der befragten Deutschen nutzen soziale Netzwerke

Quelle: Pressemeldung Yahoo! vom 06.06.11

Das Unternehmen Yahoo! hat Ergebnisse der Studie "Generation 140" veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden im Mai 2011 knapp 9.000 Internetnutzer in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien über ihre private E-Mail-Nutzung und die Nutzung sozialer Netzwerke befragt. Die Analyse zeigt: Soziale Netzwerke haben sich für die sogenannte "Generation 140" als Instrument zur Massenkommunikation etabliert: Mit nur einem Klick sind Hunderte "Freunde" auf Facebook und Follower auf Twitter über private Details informiert, sei es über den jüngsten Beziehungsstatus, die momentane Gefühlslage oder auch Elternfreuden. Laut der aktuellen Studie bevorzugen die deutschen Nutzer sozialer Netzwerke bei persönlichen Nachrichten die direkte Kommunikation: Knapp 40 Prozent erwarten eine persönliche E-Mail, wenn es um private Angelegenheiten geht.

Unter den befragten deutschen Onlinern nutzen knapp 60 Prozent soziale Netzwerke, wobei mehr als die Hälfte beispielsweise auf Facebook, StudiVZ und Wer-kennt-wen? mehr als 50 "Freunde" hat. Knapp die Hälfte von ihnen betont, dass Netzwerke ein passender und angenehmer Weg sind, um Freunde oder Familie über aktuelle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten. Von den befragten Nutzern geben fast 60 Prozent an, dass sie lieber eine persönliche E-Mail erhalten, anstatt einer Massennachricht, die an alle Freunde geht. Und 44 Prozent fühlen sich beleidigt, wenn sie persönliche Neuigkeiten von engen Freunden oder Familienmitgliedern nur über die Dienste des Web 2.0 erfahren.

Ungefilterter Kommunikationsfluss

Dass soziale Netzwerke für die Generation 140 so hoch im Kurs stehen, kann mit Zeitgeist oder auch Zeitdruck zu tun haben. Manchmal auch mit der Angst, etwas zu verpassen. Dabei kommt der ungehemmte und ungefilterte Kommunikationsfluss nicht bei allen Adressaten gut an: Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der befragten Nutzer fühlen sich tendenziell "zugemüllt" von Nachrichten, die ihre Intimsphäre überschreiten. Täglich lesen eine Vielzahl der Befragten persönliche Bekenntnisse der Generation 140. So geben 27 Prozent der Nutzer an, dass sie von der Geburt eines Kindes schon einmal über ein soziales Netzwerk erfahren haben. Jeder Zehnte hätte womöglich gar nicht gemerkt, dass ein enger Freund oder Verwandter ins Ausland zieht, hätte er es nicht zufällig online gelesen. Der Wunsch nach Privatsphäre ist für diejenigen der Befragten, die sich nicht in sozialen Netzwerken tummeln, das entscheidende Argument: Hier geben 55 Prozent an, dass ihnen die Vorstellung, ihr privates Leben mit einem großen Publikum zu teilen, Unbehagen bereitet.

Die richtige Balance finden

Die Yahoo! Mail-Studie "Generation 140" zeigt, dass das deutsche Internetpublikum inzwischen ein gutes Gefühl dafür entwickelt hat, welche Nachrichten über welchen Kanal kommuniziert werden sollten. Als Faustregel dabei gilt: Umso nahestehender ein Kontakt ist, umso bevorzugter ist der Austausch über E-Mail. Bei losen Bekanntschaften überwiegt dagegen die Kommunikation via Netzwerk: So kommunizieren 38 Prozent der Onliner im Kreise der Familie und engerer Freunde über E-Mail, dagegen kommen soziale Netzwerke hier nur für 13 Prozent der Befragten zum Einsatz. Mit Menschen, die man kaum kennt, treten lediglich 19 Prozent der Nutzer über E-Mail in Kontakt, 47 Prozent wählen die Ansprache über soziale Netzwerke.

Könnten die deutschen Internetnutzer sich nur für eine Sache entscheiden, wenn sie auf einer einsamen Insel gestrandet wären, so würden sich 22 Prozent für ihren E-Mail-Account entscheiden, 14 Prozent für ihr Radio und 13 Prozent für ihr Profil bei einem sozialen Netzwerk. Kommunikation, egal ob per E-Mail oder in einem sozialen Netzwerk, ist den deutschen Onlinern nicht nur auf der einsamen Insel wichtig: 44 Prozent halten sich dabei im Bett auf, 26 Prozent in öffentlichen Verkehrsmitteln, 20 Prozent in einer Bar oder einem Restaurant, 18 Prozent in der Badewanne und 16 Prozent auf der Toilette.




Mehr erfahren Sie unter:
http://yahoo.enpress.de/pressemeldungen.aspx?p=2624

Im Angebot der SDC seit 07.06.11 (yze)

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Internationale Aspekte, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Internetdienste, Internet, Mobile Nutzung




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