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Digitale Agenda: Europa-Website jetzt auch über das Internet-Protokoll Version 6 erreichbar

Quelle: PM Europäische Kommission vom 08.06.11

Am 8. Juni 2011 hat die Europäische Kommission im Rahmen des "World IPv6 Day" ihre Europa-Website auf die Version 6 des Internet-Protokolls (Ipv6) umgestellt. Der Hintergrund: Im Internet werden Daten in kleinen Paketen weitergeleitet, die gemäß den Spezifikationen des als Internet-Protokoll bekannten internationalen Kommunikationsprotokolls unabhängig über Netze geschickt werden. 1984 wurden über 4 Milliarden Adressen über die Version 4 des Internet-Protokolls (Ipv4) zur Verfügung gestellt, doch aufgrund der wachsenden Nachfrage nach neuen Internetdiensten wurde die letzte IPv4-Adresse im Februar 2011 zugeteilt.

Das IPv6 bietet eine praktisch unbegrenzte Zahl von Internet-Adressen und kann daher das in Zukunft zu erwartende gigantische Wachstum neuer Dienste unterstützen. Die Europäische Kommission hofft, dass andere öffentliche Einrichtungen ihrem Beispiel folgen werden. Der Einsatz des IPv6 ist ein wichtiges Ziel der Digitalen Agenda für Europa .

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte dazu: "Ich ermutige Regierungen, Anbieter von Internet-Inhalten und -Diensten sowie jedes Unternehmen, das Geschäfte über das Internet abwickelt, so bald wie möglich auf IPv6 umzustellen, andernfalls werden wir einer Situation gegenüber stehen, die wir uns in Europa nicht leisten können: Marktverzerrung, ein langsameres Internet und negative Auswirkungen auf die Innovation."

Das IPv6 wurde eingeführt, um in Zukunft genügend Internet-Adressen zur Verfügung stellen zu können. Durch die Ausweitung des Internet ist damit zu rechnen, dass sich Millionen von Geräten (wie Smartphones, Autos, Strommessgeräte und Haushaltsgeräte) in das Internet einwählen werden. Auch werden Milliarden von Sensoren, die das so genannte "Internet der Dinge" bilden, miteinander vernetzt, um Daten auszutauschen. Jeder dieser Dienste benötigt eine IP-Adresse. Die Bereitstellung von Milliarden von IPv6-Adressen sichert das künftige Wachstum des Internet.

Das IPv6 hat viele technische Vorteile - wie der vereinfachte Einsatz der IP-Sicherheit, das Standardrouting und die Fähigkeit zum "Plug and Play" (Automatische Einbindung von Endgeräten in einer bestehenden Systemumgebung). Die Migration zu IPv6 ist zwar mit Kosten verbunden, doch eine moderne, IPv6-kompatible IT-Ausstattung könnte die Kosten drastisch senken. Heute sind jedoch nur etwa 2 Prozent des gesamten Internetverkehrs IPv6-kompatibel. Die bestehende Internet-Infrastruktur muss auf das IPv6 nachgerüstet werden, da das Internet aufgrund seines eigenen Erfolgs sonst immer langsamer wird. Dies könnte sich unter anderem negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

Die Europäische Kommission wird vom 16. bis 17. Juni 2011 einen IPv6-Workshop auf der Digital Agenda Assembly veranstalten und ein großes Pilotprojekt finanzieren, von dem Anreize für den Einsatz von Ipv6 durch öffentliche Stellen ausgehen sollen. Die Europäische Kommission hat bereits über 100 Millionen Euro in die IPv6-Forschung und Sensibilisierungsaktivitäten investiert.




Mehr erfahren Sie unter:
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/686&form at=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Im Angebot der SDC seit 08.06.11 (yze)

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Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Internetzugang, Internetdienste, Internet




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