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Was Hänschen nicht lernt …' - Neue Medien und der XIII. Deutsche Volkshochschultag

Carola Croll, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: eigener Bericht vom 16.05.11


Prof. Dr. Ursula Lehr und Jutta Croll im Gespräch beim VIII. Deutschen Volkshochschultag

Man kommt um sie nicht mehr herum, sie sind überall - die neuen Medien. Die Ausstellung zum Deutschen Volkshochschultag, der am 12. und 13. Mai 20111 in Berlin stattfand, zeigt dies deutlich. An vielen Ständen wird man von Präsentationen zu den Themen VHS 2.0, Schulen ans Netz, Computer und Interaktion oder Lernen mit neuen Medien in der Alphabetisierungsarbeit empfangen. Monitore dominieren das Bild der Aussteller-Stände, außer bei den Verlagen - hier findet man noch eine reiche Auswahl des guten alten Lernmittels Buch. In der Ausstellung finden Live-Aktionen statt, die demonstrieren, wie wichtig der Computer und die damit verbundenen Möglichkeiten für das Lernen geworden sind. Twitter, facebook, skype und google sind Schlag- und schon lange für viele keine Fremdworte mehr. Und auch hier tauchen sie immer wieder auf und verweisen auf die Aktualität und die zukunfts¬orientierte Arbeit der deutschen Volkshochschulen.

Internet, Computer, e-learning stehen auch im Mittelpunkt des Vortrags- und Forenprogramms des deutschen Volkshochschultages. Die Veranstaltung findet nur alle fünf Jahre statt und bildet damit eine Ausnahme in der Ereignislandschaft. Sie steht mit diesem langen Intervall zugleich vor der Herausforderung, sowohl die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre zu reflektieren als auch innovative Impulse für die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung in den nächsten Jahren zu geben. Viele Volkshochschul-Landesverbände setzen auf die Arbeit mit Internet und Computer als zentralen und wichtigen Baustein ihres Lehr- und Lern¬programms. Bundespräsident Wulff hob in seinem Eröffnungsvortrag die Bedeutung der Volkshochschularbeit für die Entwicklung der Gesellschaft hervor. Dem deutschen Volkshochschulverband und den vielen Menschen, die dahinterstehen, sei es zu verdanken, dass heute eben nicht mehr gilt, dass Hans nimmer lernen kann, was Hänschen nicht gelernt hat. Allerdings können auch die Volkshochschulen ihrer wichtigen Aufgabe nur gerecht werden, wenn sie die neueren Entwicklungen im Bereich des Lehrens und Lernens adaptieren. Auch in den Foren des Tages spielte das Thema Internet eine wichtige Rolle. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, nicht nur in der Lehre, sondern auch bei der Dar¬stellung der Volkshochschulen und ihrer Angebote im Netz wurden behandelt und vielfach ambivalent beurteilt. Unbestritten aber blieb die Bedeutung des Internet für die ständig sich wandelnden Lernprozesse.

Im gut besuchten Forum 3 Bildungskluft und Altersfalle? - Lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter diskutierten dazu unter der Moderation von Dr. Christoph Köck, Stellv. Verbandsdirektor des Hessischen Volkshochschulverbandes

  • Prof. Dr. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., Vors. der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)
  • Prof. Dr. (em.) Heinz Mandl, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Katarina Popovic, Dozentin an der Universität Belgrad
  • Dr. Dagmar Engels, Leiterin der Volkshochschule Ulm, Mitglied im DVV-Vorstand
  • und die Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, Jutta Croll.

Die Vorträge und Diskussionsbeiträge zeigten deutlich die Chancen, die für die Volkshochschulen in der durch digitale Medien veränderten Lernlandschaft liegen. Sowohl hinsichtlich der Vermittlung von Medienkompetenz als auch im Hinblick auf den Einsatz des Internet für die Vermittlung von Lerninhalten besteht in allen Altersgruppen der Bevölkerung weiterhin ein großer Bedarf an Lernangeboten. Wurden Informations- und Kommunikationstechnologien bisher als Lerninhalt zum Beispiel im Informatikunterricht behandelt, sind sie heute zum Lerninstrumente für alle Inhalte geworden, brachte Jutta Croll die Veränderung, der sich die Volkshochschulen stellen, müssen auf den Punkt.

Aber die Entwicklung gerade der neuen Medien schreitet so schnell voran, dass Hänschen - und auch Hans, was sie gestern gelernt haben, heute teilweise schon verwerfen und neu lernen müssen. In diesem Prozess des Lebenslangen Lernens wollen und müssen die Volkshochschulen weiter¬hin eine zentrale Rolle einnehmen. Die Nutzung neuer Medien sollte hierbei für die Gestaltung des Programms nicht nur als wichtig, sondern als unumgänglich angesehen werden.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.volkshochschultag.de

Im Angebot der SDC seit 16.05.11 (jcr)

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Themenbereiche:
Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung




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