Die Preisträger des Wettbewerbs "Ideen für die Bildungsrepublik" wurden ermittelt: Die mit zwölf Experten besetzte Jury wählte aus über 1.300 Bewerbungen die besten Projekte aus, die sich in vorbildlicher Weise für mehr Bildungsgerechtigkeit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen. Die ausgewählten insgesamt 52 herausragenden Bildungsprojekte kommen aus ganz Deutschland und reichen von Patenschafts-Modellen über Digitales Lernen bis hin zur Förderung von Sprachkompetenz.
Die Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Mit dem Wettbewerb wollen wir gesellschaftliches Engagement für gute Bildung anerkennen und dadurch zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen", sagte die Ministerin. "Die ausgewählten Projekte haben Vorbildcharakter. Sie zeigen: Das Thema Bildung bewegt nicht nur den Staat und die Schulen, sondern die ganze Gesellschaft", so Schavan. Ausgelobt wurde der Wettbewerb von "Deutschland - Land der Ideen", einer gemeinsamen Initiative der Bundesregierung und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland herausstellen will. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Wettbewerb.
Von August 2011 an wird wöchentlich eine der Bildungsideen im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet. Zu den 52 Siegerprojekten gehören unter anderem:
- Projekt "Interkulturelles Berufsorientierungskonzept" der Philipp-Reis-Schule: Eltern, Schule, Berufseinstiegsbegleiter oder Betriebe werden sich vernetzen, um Schüler mit Migrationshintergrund zur Ausbildungsreife zu führen.
- Projekt "Naturwissenschaftliche Bildung für alle" der Universität Bielefeld: Der Arbeitskreis vermittelt in Workshops naturwissenschaftliche Kenntnisse und richtet sich insbesondere an Förderschulen, Familienbildungszentren in sozialen Brennpunkten und an Eltern mit Migrationshintergrund.
- Projekt "JUSTAment" des Vereins für internationale Jugendarbeit Frankfurt am Main: Geschulte "Senior-Partner" unterstützen Haupt- und Realschüler zwei Jahre lang ehrenamtlich, um sie auf das Berufsleben vorzubereiten.
- Projekt "MedienPartner" der Ott-Goebel-Jugend-Stiftung: Jugendliche und Senioren kommen über neue Medien ins Gespräch.
- Projekt "Kinder machen Kurzfilm!" des Vereins Kinder machen Kurzfilm: Berliner Grundschulklassen realisieren in einem gemeinsamen Drehbuchworkshop ihren eigenen Film.
- Projekt "Wissen oder Was" der Hemshorn Stiftung: Experten aus den Bereichen Architektur, Medien, IT, Film und Dokumentation bringen Jugendlichen aus sozialen Brennpunktvierteln fremde Berufsbilder näher.
- Projekt "schülerVZ-Scouts" des Elsa Brändström-Gymnasiums in Oberhausen: Jugendliche werden zu Medienscouts ausgebildet und vermitteln jüngeren Schülern Wissen zu den Themen Datenschutz, Urheberrecht,
Persönlichkeitsrechte und Cyber-Mobbing.
- Projekt "Schülerpaten Berlin" des gleichnamigen Vereins Schülerpaten Berlin: Kinder oder Jugendliche mit arabischem Hintergrund werden von Lehramtsstudenten ehrenamtlich unterstützt.
- Projekt "Programm Kinder- und Familienbildung" der Amanda und Erich Neumayer-Stiftung: Stadtteil-Mentoren stärken bildungsbenachteiligte Kinder und Eltern.
- Projekt "Deine Geschichte - Labor für Medien und Zeitgeschichte" des Vereins Kooperative Berlin | Lichtschiff: Das interaktive Web 2.0 Portal bereitet Themen der jüngeren deutschen
Geschichte für Jugendliche multimedial auf und vermittelt Schreib- und Medienkompetenz.
Vor allem Bündnisse und Kooperationen von Bildungsinitiativen und -institutionen waren unter dem Motto "Gemeinsam für mehr Bildungschancen" aufgerufen, sich zu bewerben. Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" sagte: "Unser Ziel ist es, mit dem Wettbewerb die Vorreiter einer gesellschaftlichen Bewegung für mehr Bildung herauszustellen und Andere zum Nachmachen zu ermutigen".
Alle Informationen zu den Preisträgern sind auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhältlich.