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Laut (N)ONLINER Atlas 2011 ist der Onliner-Anteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozentpunkte auf 74,7 Prozent gestiegen und der Anteil der Offliner ist um 2,3 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent gesunken. Gleichzeitig wollen mit nur 3,3 Prozent Nutzungsplanern 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken. Aktuell sind immer noch knapp 18 Millionen Menschen über 14 Jahren in Deutschland nicht online.
Das sind zentrale Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2011, einer Studie der Initiative D21, die bereits zum elften Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde. Jedes Jahr werden in Deutschlands größter Erhebung zur Internetnutzung die Veränderungen in diesem Bereich detailliert untersucht. Mit über 30.000 Interviews dokumentiert der diesjährige (N)ONLINER Atlas Strukturen der Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen.
Der Aufwärtstrend bei den Onlinerzahlen hat sich 2011 fortgesetzt, wobei der größte Anstieg in den höheren Altersgruppen festzustellen ist. Frauen holen außerdem bei der Internetnutzung im Vergleich zu den Männern deutlich auf. Seit Beginn der Erhebungen des (N)ONLINER-Atlas im Jahr 2001 ist das Phänomen des so genannten Gender-Divide erkennbar und hat sich in den folgenden Jahren jeweils nur geringfügig verändert. Die Anzahl der männlichen Internetnutzer lag mit leichten Schwankungen regelmäßig um rd. 14 Prozent höher als die der weiblichen Nutzerinnen, mit einem bisherigen Minimumabstand von 13,3 Prozent im Jahr 2007 und einem Maximum von 16,7 Prozent im Jahr 2003. Nun hat es den Anschein, als sei der Trend gestoppt und 2011 könne das Jahr der Online-Frauen werden. Erstmals steigt die Zahl der Nutzerinnen auf 68,9 Prozent und der Abstand zu den Männern ist mit 11,8 Prozent so niedrig wie nie zuvor.
Nach Ansicht von Frau Prof. Dr. Barbara Schwarze ist der Zuwachs bei den weiblichen Onlinern unter anderem darauf zurückzuführen, dass unter anderem die zielgruppengerichteten Maßnahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführten Initiative Internet erfahren zu greifen beginnen.
In den Altersgruppen 50+ und 60+ konnten ebenfalls nennenswerte Zuwächse festgestellt werden - so nahm die Zahl der Onliner in der Gruppe 50+ um 2,9 Prozentpunkte zu und liegt nun erstmals über der 50 Prozent Marke, wobei die Steigerung vor allem auf die Gruppe der 50-69-jährigen zurückzuführen ist, da es in der Gruppe der über 70-jährigen nach wie vor zu keinen nennenswerten Zuwächsen kam.
Staatssekräter Hans Joachim Otto verwies darauf, dass die Scheren zwischen Onlinern und Nonlinern sich schließen und führt dies ebenfalls auf den Erfolg der Initiative Internet erfahren zurück: "Wir werden daran festhalten, dass Menschen mit geringem Zugang zu Technik abgeholt werden - es muss dafür gesorgt werden, dass die Multiplikatoren in sozialen Einrichtungen geschult werden um die Nonliner zu erreichen, hierfür sind auch Internetpatenschaften ein geeignetes Mittel."
"Wir freuen uns, dass die Maßnahmen der Initiative Internet erfahren, die wir im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums gemeinsam mit den Kooperationspartnern Kompetenzzentrum Technik, Diversity, Chancengleichheit und Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen durchführen, auf so fruchtbaren Boden fallen, sagt Jutta Croll, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Digitale Chancen. "Das soziale Netz ist in der Gesellschaft angekommen, und über die soziale Arbeit erreichen wir zunehmend auch diejenigen, die bisher noch nicht im Internet vertreten sind."
Die Initiative Internet erfahren wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), dem Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit e.V. und der Stiftung Digitale Chancen mit einer Vielzahl von Partnern noch bis Ende 2011 durchgeführt.
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.internet-erfahren.de
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.