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Die Bewohner des ländlichen Alaska können über die Schulen ins Internet gelangen.

Quelle: eSchool News vom 14.12.01

Eine neue Entscheidung der Federal Communications Commission (FCC) eröffnet den Bewohnern von abgelegenen ländlichen Regionen den Zugang zum Internet in den örtlichen Schulen oder Bibliotheken nach deren „Geschäftszeiten".

In einer am 3. Dezember gefällten einstimmigen Entscheidung folgte die FCC einer Petition des Staates Alaska, seinen Einwohnern die Nutzung der Überkapazität der eRate-finanzierten Internetanschlüsse von Schulen oder Bibliotheken zu gestatten, wenn die Schule oder Bibliothek nicht in Betrieb ist und wenn diese Sondernutzung keine Extrakosten verursacht.

Viele Schulen in den Dörfern Alaskas, die nur auf dem Wasser- oder Luftweg zu erreichen sind, können ihren Internetzugang nur per Satelliten erhalten. Diese Satellitendienste werden häufig nutzungsunabhängig abgerechnet, d.h. die Schulen zahlen eine feste Gebühr für die unbeschränkte Nutzung des Dienstes. Ist der Schulunterricht des Tages beendet, wird dieser Dienst nicht mehr genutzt.Laut den amtlichen Zahlen gibt es in Alaska 135 Gemeinden mit solchen nutzungsunabhängigen Anschlüssen.

Die meisten dieser Gemeinden nutzen eRate-Rabatte, um die Satellitenanschlüsse in ihren Schulen und Bibliotheken zu bezahlen. Durchschnittlich erhalten Alaskas Schulen jährlich ca. 12 Millionen Dollar aus dem Programm.

Die zur Zeit gültigen eRate-Vorschriften verpflichten die Teilnehmer, die Dienstleistungen des Programms nur für Bildungszwecke zu verwenden. Die FCC erklärte jedoch, sie könne die Vorschriften außer Kraft setzen, wenn besondere Umstände eine Ausnahme rechtfertigen und wenn es dem öffentlichen Interesse dient.

Im Hinblick auf eine Petition von staatlichen Stellen Alaskas bestimmte die FCC, dass es angemessen sei, diese Vorschrift für Alaska außer Kraft zu setzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden.

Die Entscheidung der FCC bestimmt, dass Schulen und Bibliotheken das eRate-Programm nicht mit zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Internetzugang für Privathaushalte belasten können. Darüber hinaus ist der Zugang zu den Anschlüssen von Schulen oder Bibliotheken nur außerhalb von deren Öffnungszeiten gestattet, und zwar nur in Gemeinden, in denen kein örtlicher oder gebührenfreier, einwählbarer Internetzugang zur Verfügung steht.

„Unserer Meinung nach schränken diese Bedingungen den Geltungsbereich der Außerkraftsetzung so ein, dass der ungestörte Betrieb der Schulen und Bibliotheken sichergestellt ist und trotzdem eine Erleichterung für die abgelegenen ländlichen Regionen Alaskas erzielt wird," erklärte die FCC. „Wir sind ebenfalls der Meinung, dass dies dem öffentlichen Interesse dient."

In Alaska gibt es ca. 240 dünn besiedelte Gemeinden, die keinen örtlichen oder gebührenfreien, einwählbaren Internetzugang haben, weil sie aus Gründen des Klimas oder der Unzugänglichkeit isoliert sind, so steht es in der Petition Alaskas an die FCC. Die Bewohner dieser isolierten Gemeinden müssen per Ferngespräch online gehen.

„Diese Zahl ist inzwischen etwas gesunken und liegt so um 200 Dörfer", sagte John Greely, Assistant des Gouverneurs Fran Ulmer, der dem staatlichen Telecommunications Information Council vorsitzt. Laut einer Anfang des Jahres durchgeführten Studie der Denali Commission beträgt die Zahl der Dörfer ohne Internetanschluss vor Ort 164. Ulmer erklärte, er sei mit der Entscheidung der FCC zufrieden, da sie dazu beitrüge, die digitale Kluft in seinem Land zu verringern.

„Den Bürgern Alaskas in abgelegenen Gemeinden ohne gebührenfreien, einwählbaren Internetdienst zu gestatten, an den in den Schulen bereits vorhandenen Internetzugängen teilzuhaben, ist eine Win-Win-Situation für alle, was das Fernlernen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Kommunikation zwischen den vielen Teilen Alaskas betrifft," so Ulmer.

Ulmer, ein Mitglied des Local and State Government Advisory Committee der FCC, sagte, Internet-Service-Provider müssten für die zusätzliche Ausstattung, die zur Erbringung des Dienstes für Privathaushalte notwendig sei, zahlen.

Norris Dickard, ein Mitarbeiter der Benton Foundation, sagte, er stimme der Entscheidung der FCC uneingeschränkt zu. „Wie in vielen ländlichen Gebieten üblich, ist die Schule der Mittelpunkt der Gemeinde," sagte Dickard. „Ohne die Einschränkung der ausschließlichen Nutzung für die Bildung werden die Bewohner Alaskas die ungenutzte Telekommunikationskapazität, die die eRate ermöglicht, zu ihrem Vorteil nutzen können."

Dickard sagte, es sei wichtig festzuhalten, dass diese Entscheidung sich auf Satellitendienste bezieht und dass diese häufig auf nutzungsunabhängiger Basis bereitgestellt würden, was ein Sonderfall sei. Aber „ich glaube, dass mehr Staaten und Distrikte schauen können, wie die weitere Gemeinde sich die durch die eRate ermöglichten Telekommunikationsdienste über Schulen und Bibliotheken zunutze machen kann," sagte er. „Der Fall Alaska könnte die Tür für ähnliche Bemühungen öffnen, die höchst vorteilhaft sein können, wenn sie so sorgfältig bedacht und passend zugeschnitten sind wie diese Entscheidung."

Die Alaska Telephone Association drängte die FCC, keine Ausnahme zuzulassen, da es zur Lösung dieses Problems bessere Wege gäbe, ohne das langfristige Wachstumspotential privater Internet-Dienstleister im ländlichen Alaska zu beeinträchtigen. Mitglieder der Wirtschaftsgruppe arbeiteten an einem System, das Breitband und Internetdienstleistungen für alle Dörfer mit mehr als 25 Einwohnern bereitstellen würde. Links:

Federal Communications Commission

FCC ruling

State of Alaska

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