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IKT kein prioritäres Mittel der EU-Entwicklungszusammenarbeit, aber wichtiges Werkzeug
der Europäischen Kommission
Die Mitteilung der Europäischen Kommission ist zu umfangreich, um hier vollständig wiedergegeben zu werden. Die Redaktion beschränkt sich daher auf ein Zitat aus der Einleitung. Die vollständige Mitteilung kann auf der unten angegebenen Webseite eingesehen werden.
Ein Drittel der Weltbevölkerung hat noch nie einen Telefonanruf getätigt. Über 3 Milliarden Menschen haben kein Geld für Kommunikationsdienste oder
leben in ländlichen bzw. abgelegenen Gebieten, wo es nur selten oder gar keinen Zugang zu Informations- und Kommunikations technologien gibt. Diese
Umstände sind beunruhigend, bieten aber als solche nicht genügend Anlass, um die Förderung der Informations- und Kommunikations technologien in
Maßnahmen zur Entwicklungszusammenarbeit einzubeziehen. Schließlich kann man sich fragen, was der Zugang zu Computern Menschen nützt, die nicht
einmal über Elektrizität oder sauberes Trinkwasser verfügen. Die Entwicklungsbudgets sind begrenzt und die Entwicklungspolitik besteht darin, Prioritäten zu
setzen.
Diese Mitteilung geht einen Schritt vorwärts. Es wird dargelegt, dass Informations- und Kommunikationstechnologien zwar nicht als prioritärer Bereich der
Entwicklungszusammenarbeit der Gemeinschaft zu betrachten sind, dass sie aber ein wichtiges Werkzeug zur effizienteren Bereitstellung der Hilfe bieten und
als ein zunehmend wichtiger Faktor im wirtschaftlichen und sozialen Gefüge der Länder weltweit zu betrachten sind.
Ferner wird in dieser Mitteilung festgestellt, dass die Unterstützung der armen Bevölkerungsschichten beim Zugang zu IKT tatsächlich zur Bekämpfung der
Armut beitragen kann. Wie aus der Mitteilung über die neue Entwicklungspolitik der EG hervorgeht, sollte Armut nicht lediglich als Mangel an
Einkommen und Finanzmitteln definiert werden. Sie beinhaltet auch die Entbehrung grundlegender Fähigkeiten und den Mangel an Zugang zu Bildung,
Gesundheitsfürsorge, natürlichen Ressourcen, Beschäftigung, Land und Krediten, politischer Beteiligung, Diensten und Infrastrukturen. Wann und wo immer
die Entwicklungsländer versuchen, ihren Bürgern zu erschwinglichen Preisen den Zugang zu Kenntnissen, Informationen und Kommunikation zu ermöglichen,
können diese Maßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen aus den EG-Programmen für Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden.
Diese Mitteilung beginnt mit einer kurzen Einführung zum Begriff Informations- und Kommunikationstechnologien und zu den Tätigkeiten der internationalen
Gebergemeinschaft in diesem Bereich. Anschließend wird erläutert, wie der Einsatz von IKT-Werkzeugen die Programme für Entwicklungszusammenarbeit
effizienter gestalten kann. Es folgt ein Abschnitt über den derzeitigen Einsatz der IKT durch die Entwicklungsländer und die Risiken und Sachzwänge, denen
sie begegnen, wenn sie den Nutzungsgrad von IKT in ihrer Gesellschaft zu erhöhen suchen. In einem weiteren Abschnitt werden Elemente eines möglichen
politischen Rahmens vorgestellt, mit denen sich diese Risiken und Sachzwänge überwinden lassen. Abschließend wird zusammengefasst, wie sich nach
Auffassung der Kommission die künftige Rolle der EU und ihr künftiges Vorgehen in diesem Bereich gestalten sollte.
Mehr erfahren Sie unter:
http://europa.eu.int/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexplus!prod!CELE Xnumdoc&lg=de&numdoc=52001DC0770
Im Angebot der SDC seit 29.01.02 (tsc)
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Themenbereiche:
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