Laut einer Studie der
Kaiser Family Foundation haben die meisten Teenager und jungen Erwachsenen in den USA bereits Online-Erfahrungen, aber es gibt Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten, wenn man verschiedene ethnische und soziale Gruppen betrachtet.
Betrachtet man allerdings die Zahlen in einigen ethnischen und sozialen Gruppen, ist die Digitale Spaltung noch immer deutlich erkennbar. Einer von vier Jugendlichen lateinamerikanischer Herkunft ist noch nie online gewesen, verglichen mit nur 6 % der weißen und 13 % der afro-amerikanischen Jugendlichen. 80 % aller weißen Jugendlichen haben zu Hause Internetzugang, verglichen mit 66 % der Afro-Amerikaner und 55 % der Hispanos. Ebenso bestehen sozioökonomische Unterschiede: 85 % der Jugendlichen aus der Arbeiterklasse oder niedrigeren gesellschaftlichen Gruppen waren schon einmal online, bei den Jugendlichen der Mittelklasse sind es 91 %, bei denen der Oberschicht sogar 93 %.
Die Kaiser Studie untersuchte auch, wie Teenager und junge Erwachsene das Internet nutzen, um sich Gesundheitsinformationen zu beschaffen. 68 % der jungen Menschen hat das Internet bereits zum Auffinden von Gesundheitsinformationen genutzt, und einer von vier Befragten gab an, schon „eine Menge" Gesundheitsinformationen aus dem Internet bezogen zu haben. Die Ergebnisse der Studie lassen darauf schließen, dass ein signifikanter Anteil der Jugendlichen die Informationen auch berücksichtigt. 39 % der Gesundheitsinteressierten gaben an, dass sie ihre eigenen Verhaltsweisen aufgrund der gefundenen Informationen geändert hätten.
„Das Internet ist nicht länger nur ein Unterhaltungs- und Spielmedium für Jugendliche", sagt Victoria Rideout, Vize Präsidentin und Direktorin des Programms zur Erforschung von Unterhaltungsmedien und Gesundheit bei der Kaiser Foundation.
Bei der Betrachtung der Internetnutzung zur Gesundheitsvorsorge, konnte die Studie feststellen, dass 50 % aller Jugendlichen die das Internet nach Gesundheitsinformationen durchforsteten, an spezifischen Erkrankungen, wie Krebs oder Diabetes interessiert waren. Jugendspezifische Themen waren ebenso sehr populär: 44 % suchten im Internet nach Informationen zum Sexualverhalten und Gesundheit, wie Schwangerschaft, Empfängnisverhütung, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten; einer von vier Jugendlichen interessierte sich für Gewichtsprobleme (25 %), psychische Krankheiten (23 %), Drogen und Alkohol (23 %) und Gewalt (23 %).
Nahezu alle (94 %) der Jugendlichen, die nach Gesundheitsinformationen im Internet suchten, sagten, dass die gefundenen Informationen „nützlich" gewesen seien, 39 % fanden die Informationen sogar „sehr nützlich". Trotzdem blieben sie generell skeptisch gegenüber der Qualität von Online-Gesundheitsinformationen. Auf die Frage nach verschiedenen Informationsquellen sagten 17 %, dass sie den Informationen aus dem Internet „sehr vertrauen". In die Auskünfte eines Arztes jedoch setzten 85 % der Befragten großes Vertrauen, bei Informationen von den Eltern waren es 68 %, und immerhin noch 30 % vertrauen den Gesundheitsinformationen aus dem Fernsehen sehr. Zwar sagen 73 % der Jugendlichen, dass es für sie wichtig sei, zu wissen, woher die Gesundheitsinformationen, die sie online beziehen, stammen, dennoch prüften nur 29 % die Quelle bei ihrer letzten Online-Recherche nach Gesundheitsinformationen.
Die Ergebnisse der Generation Rx.com-Studie basieren auf einem zufällig ausgewählten Sample von 1.209 telefonisch befragten Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Die Studie wurde entwickelt und analysiert von der Kaiser Family Foundation in Zusammenarbeit mit International Communications Research (ICR). Die Befragung wurde zwischen dem 24 09. und 31. 10. 2001 durchgeführt.
Die englischsprachige Studie steht
hier zum Download zur Verfügung.