Die durchschnittliche kanadische Familie verbringt mehr als 32 Stunden pro Woche im Internet, und die Mehrheit der Familien würde den Computer auch mitnehmen auf die berühmte einsame Insel". Das ist das Ergebnis einer von
Ipsos-Reid im Auftrag der RBC Financial Group durchgeführten Studie.
Die Studie, bei der 750 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren befragt wurden, stellt fest, dass die Kanadier das Internet als ein Mittel zur Stärkung des familiären Zusammenhalts betrachten. 39 % der befragten Eltern gaben an, dass sie gelegentlich gemeinsam mit ihren Kindern online gehen, 12 % gehen sogar immer mit ihren Kindern online. Sie tun dies jedoch nicht, weil sie glauben,ihren Kindern etwas beibringen zu können, vielmehr gaben 56 % der Eltern zu, dass sie einiges dessen, was sie über das Internet wissen, von ihren Kindern gelernt haben.
Der PC ist zum Nervenzentrum des modernen Online-Haushalts geworden", sagt Martin Stevens, Direktotr für E-Commerce bei der RBC Financial Group. Durch den PC und das Internet wird die Herangehensweise der Kanadier an viele Dinge des Alltags neu definiert, dies betrifft Einkaufen, Bankgeschäfte, Familienausflüge, die Wohnungseinrichtung und das Kommunikationsverhalten."
Auf die berühmte Frage, was sie mitnehmen würden auf eine einsame Insel, antworteten 51 % der kanadischen Familien, das sie den PC wählen würden, 21 % entschieden sich für das Telefon, 12 % für das Fernsehgerät.
Mehr als die Hälfte der befragten Eltern hat festgelegt, wann und wie der Computer durch die Kinder genutzt werden darf, und 48 % gaben an, dass sie der Internetnutzung durch die Kinder zeitliche Grenzen setzen. 41 % haben die Regelungen gemeinsam in der Familie ausgehandelt.
Weitere Ergebnisse der Studie
- Beinahe die Hälfte der kanadischen Familien, die das Internet nutzen, verfügt über mehr als einen Computer.
- Die durchschnittliche Familie verbringt mehr als 1.600 Stunden pro Jahr online.
- 48 % der Eltern setzen der Internetnutzung durch die Kinder Grenzen.
- 20 % aller Familien, die zu Hause über Internetzugang verfügen, vernetzen mehrere Computer im Haushalt.
- 48 % der Eltern gaben an, dass ihre Kinder ein Mitspracherecht bei der Anschaffung neuer Technologien für den Haushalt haben.
Die englischsprachige Studie steht
hier zum Download zur Verfügung.
Eine Studie mit dem Titel
Young Canadians in a Wired World, die von der
Environics Research Group im Auftrag des
Media Awareness Network durchgeführt wurde, zeigt ein anderes Bild.
Die Studie, bei der 5.682 Schüler aller Schularten im Alter zwischen 9 und 17 Jahren befragt wurden, stellte fest, dass die Hälfte der Jugendlichen der Ansicht war, mehr über das Internet zu wissen als ihre Eltern. Darüber hinaus stellte sie fest, dass die Jugendlichen zumeist alleine online gehen, 84 % der Befragten gaben an, dass sie zumindest zeitweise alleine surfen, 70 % sagten, dass ihre Eltern nur wenig mit ihnen darüber sprechen, was sie online tun.
Die Mehrheit der Eltern (65 %) glaubt, dass ihre Kinder das Internet in erster Linie für die Erledigung ihrer Hausaufgaben nutzen. Aber die Kinder bevorzugen es, Spiele zu spielen, Musik herunter zu laden, E-Mails zu versenden, Instant Messaging Dienste und Chat-Räume zu nutzen.
Die Schüler nutzen das Internet für ihre Hausaufgaben (38 %), aber weniger als ihre Eltern glauben. Nichtsdestotrotz nimmt das Internet als Informationsquelle für die Erledigung der Schularbeiten bei den Jugendlichen den ersten Platz ein, gefolgt von Büchern aus der öffentlichen Bücherei und Schulbüchern.