Menschen die mit ihrem Laptop im Café sitzen und arbeiten kommen schon mal vor. Menschen die mit ihrem Laptop im Café sitzen und ihre E-Mails abrufen und versenden gab es in Deutschland bisher nicht. Ändern soll sich das jedoch in der nächsten Zeit in insgesamt 14 Filialen der Coffeeshop-Kette Meyerbeer. Meyerbeer hat sich mit der kleinen Frankfurter Firma Sofa Networks zusammengetan und bietet nun neben Zucker und Milch auch Internet zum Kaffee an.
Bluetooth und WLAN heißen die Zauberworte, die den kabellosen Komfort der Internetnutzung in der Kaffeepause ermöglichen sollen. Beide Techniken basieren auf lokalen Funknetzen, so genannten Hotspots. Ein zentraler Rechner stellt dabei via Kurzstreckenfunksignal die Verbindung mit den Einzelgeräten her. Die Reichweite beider Techniken kann je nach System bis zu 100 Meter betragen.
WLAN mit höherer Übertragungsrate, Bluetooth mit geringerem Stromverbrauch
WLAN (Wireless Local Area Network) arbeitet mit einer Übertragungsrate von rund 11 MBit/s bei relativ hohem Stromverbrauch. In WLANs können Geräte vom Handheld bis zum Einzelplatzrechner vernetzt werden.
Bluetooth ist für eine Übertragungsrate von maximal 723 KBit/s ausgelegt und verbraucht deutlich weniger Strom als WLAN. Die Bluetoothtechnik dient vor allem der Anbindung von Kleingeräten wie Handhelds (PDAs, Notebooks).
Ohne Bluetooth-Modul geht nichts
Dreh- und Angelpunkt dieser Technologie ist das Funkempfangstool am Einzelgerät. Bluetooth wird noch nicht standardmäßig in die Geräte integriert. Möglich ist aber die Verwendung eines Ansteckmoduls. Die Ansteckmodule liegen jedoch noch in einer Preisklasse von 100 bis 250 Euro.
Aufgrund des geringeren Stromverbrauchs entschieden sich die Kooperationspartner Meyerbeer und Sofa Networks für den Einsatz der Bluetooth-Technologie. Ansteckmodule sind als Leihgeräte in allen 14 vernetzten Coffeeshop-Filialen verfügbar.
Fünf Euro pro Stunde plus Kaffee
Für fünf Euro pro Stunde (ermäßigt 2,50 Euro) kann die neue Form des Internetcafés in Berlin getestet werden. In drei Filialen steht der Zugang zum Netz bereits. Weitere Filialen sollen zum 20.06.2002 ans Netz gehen. Davon nochmals drei in Berlin, eine in Bielefeld, eine in Essen, zwei in Mannheim, zwei in München, eine in Regensburg und eine in Wolfsburg. Für die Städte Bochum, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Mainz und Münster sind Anbindungen in Vorbereitung.
WLAN bei Starbucks – aber noch nicht in Deutschlands Filialen
In den USA bietet die Coffeeshop-Kette
Starbucks vor allem die Bluetooth Alternative WLAN an. Die Ende Mai in Berlin eröffneten drei
Starbuckscafés sind allerdings noch offline.