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Afghanistan geht online - Afghanwireless eröffnet Internetcafé
Margit Kaiser, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Pressemitteilung AWCC
Die AWCC (Afghan Wireless Communication Company) hat im Juli 2002 das nach eigenen Angaben erste afghanische Internetcafé im Intercontinental Hotel in Kabul eröffnet. AWCC, ein Gemeinschaftsunternehmen der privaten Telephone Systems International und des Kommunikationsministeriums der afghanischen Regierung, sieht in der Eröffnung des Cafés einen weiteren Schritt zur Befreiung der afghanischen Bevölkerung durch Information und Kommunikation.
Das Café soll über 10 Workstations mit Breitbandzugang den Bürgern die Internetnutzung zu einem geringen Preis ermöglichen. In den kommenden Monaten plant AWCC die Errichtung von Internetcafés in 25 weiteren Städten.
Im April dieses Jahres ist AWCC als erster Betreiber eines GSM-Mobilfunknetzes gestartet. Die Möglichkeit des mobilen Telefonierens wurde von der afghanischen Bevölkerung mit großer Resonanz aufgenommen. In Bezug auf seine Internetcafés erwartet AWCC auf ein ebenso großes Interesse zu stoßen.
Nach Angaben der AWCC ist der freie Zugang zum Internet mit seinen Möglichkeiten ein entscheidender Schritt zur Wiederherstellung der kommerziellen und kulturellen Mobilität der Afghanen - sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Landes. Millionen von emigrierten Afghanen haben die Möglichkeit wieder mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu treten und das in erheblich kürzerer Zeit, als es zum Beispiel durch Briefverkehr möglich wäre.
Ehsan Bayat, afghanischer Emigrant und AWCC-Gründer sagt: „Die Eröffnung des ersten Internetcafés ist Teil der Strategie, Sprach- und Datenkommunikation nach Afghanistan zu bringen. Speziell E-Mail wird Afghanen in der ganzen Welt zu einem erschwinglichen Preis wieder miteinander in Kontakt bringen. Ich erwarte, dass in den kommenden Monaten und Jahren das Internet unsere Wirtschaft und Kultur revolutionieren wird, wie es das schon in der entwickelten Welt getan hat.“
Die ersten Nutzer des Internetcafés waren Journalisten und politische Teilnehmer der letzten großen Versammlung („Loya Jirga“) zur Wahl der Übergangsregierung in Kabul. Im Rahmen einer Testphase vor der offiziellen Eröffnung des Cafés hatten sie auf diesem Weg die Möglichkeit, sich über den historischen Hintergrund der Jirga zu informieren und sich mit Personen außerhalb von Afghanistan auszutauschen.
Im Angebot der SDC seit 09.08.02
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