Den Sinn hinter den sinnlichen Darstellungen in flämischen Stillleben ergründet ein Internetprojekt des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität-Bochum (RUB). Begleitend zur Ausstellung „Sinn und Sinnlichkeit. Das Flämische Stillleben 1550-1680“ haben RUB Kunsthistoriker zusammen mit Studierenden eine Internetpräsentation entwickelt. Tiefere Einblicke in die Antwerpener Künstlerateliers der Zeit von Brueghel und Rubens ergänzen so die Essener Ausstellung um Hintergrundinformationen und neue Blickwinkel.
Kunstgeschichte und moderne Technik - “Per Mausklick ins Stillleben“
Das Internetprojekt des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI) der RUB bietet nicht nur einen Blick in die Ausstellung, mit dem Besucher sich bereits vorab informieren oder Gesehenes noch einmal nachschlagen können. Kunstgeschichte pur wird dem Besucher der Internetseite unter der Rubrik „Per Mausklick ins Stillleben“ geboten. Opulent gedeckte Tische, Markt-, Jagd- und Küchenstücke, Blumensträuße, Naturstudien und Augentäuschungen als vordergründige Motive, die gleichermaßen Lebenslust und Sinnesfreude als auch Vergänglichkeit und Tod in sich bergen.
Wissenschaftlich aufgearbeitet findet der Interessierte User hier umfassende Informationen zur Bedeutung einzelner Motive, als auch die Erläuterung verschiedener Gattungen von Stillleben, zu den Stillleben in Europa, wie auch speziell zu flämischen Stillleben. Die Informationen begleiten stets als Beispiel dienende farbenfrohe Gemälde verschiedener Künstler dieser Zeit und Stilrichtung.
Einzigartige Ausstellung offline wie online
Während die Kulturstiftung Ruhr gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Museum Wien eine einzigartige Ausstellung von Gemälden zusammengestellt hat, haben die Studierenden und Kunsthistoriker der RUB bei der Online-Präsentation ganze Arbeit geleistet. Bereits seit 1997 erarbeiten sie Online-Präsentationen zu Kunstausstellungen.
Die Ausstellung „Sinn und Sinnlichkeit. Die Flämischen Stillleben 1550-1680“ ist ab 1. September in der Villa Hügel in Essen zu sehen. Die Ausstellung endet am 8. Dezember, die ergänzende Internet Präsentation bleibt darüber hinaus erhalten.
Über die Website des
Kunstgeschichtlichen Instituts erreicht man außerdem Websites zu Raffael und Piranesi, die zu bereits vorangegangenen Ausstellungen dieser Künstler Hintergrundinformationen liefern.