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Virtuelle Lerngruppen in Europa

Gabriela Körting, ZAWiW, Universität Ulm
Quelle: solill vom 15.09.01

Arbeitsgruppen-Treffen der Partner aus Granada

SOLiLL (Self-organised Learning in Later Life)

Lernen über die Grenzen hinweg
"Virtuelle Lerngruppen in Europa" ist der Titel eines Projekts, in dem Senior-Gruppen in sechs verschiedenen europäischen Ländern an selbstgewählten Themen und mit Hilfe der neuen Kommunikationstechniken zusammenarbeiten. Die Projekt-Koordination erfolgt durch das ZAWIW in Ulm.

Vorgehen
Die Partner haben vereinbart, sich zunächst auf zwei Hauptgebiete zu konzentrieren und sich in zwei Arbeitsteams zusammenzuschließen, wobei jedes Team aus drei Senior-Gruppen besteht. Im ersten Projektjahr erforschten Gruppen aus Frankreich, den Niederlanden und Spanien Themen wie zum Beispiel "Wohnräume und öffentliche Räume", z.B. das französische Team hat sich mit der "Entwicklung eines Stadtviertels in Lyon" befasst, während die Gruppen in Deutschland, Italien und Frankreich sich auf die "Esskultur" mit dem Schwerpunkt "Brot" konzentrierten. Im zweiten Projektjahr sind die Themenfelder "getauscht" worden, so dass am Ende alle beteiligten Gruppen zu beiden Themen etwas beigetragen haben werden.

Forschendes Lernen
Die Gruppen arbeiten im Geist des "Forschendes Lernens". Bei dieser dynamischen Form des Lernens, entscheiden die Lernenden über Inhalt, Methodik und den Zeitrahmen des Lernens. Die Lerngruppen sind jedoch nicht ganz auf sich selbst gestellt. Während des Forschungs- und Lernprozesses wird ihnen professionelle Hilfe in Form von geeigneten Trainingsmethoden, Moderation und wissenschaftliche Supervision geboten.

Arbeitsergebnisse
Die Ergebnisse dieser Studienforschungen werden multimedial auf den Homepages der jeweiligen Partnerinstitute präsentiert, sowie auf einer zentralen Homepage, www.solill.net, die vom ZAWIW in Ulm erstellt wird. Die Homepages bieten den Studiengruppen Raum und Möglichkeit, über Diskussions-Foren miteinander zu kommunizieren, sich über Lernmaterialien auszutauschen und den Partnern Tipps über angewandte Arbeitsmethoden zu geben. Darüberhinaus besteht für alle Projektteilnehmer die Möglichkeit, sich über den jeweiligen Fortschritt ihrer Forschungsarbeiten zu informieren, über die räumliche Distanz und nationale Grenzen hinweg. Die Ergebnisse werden anschließend auf einer CD-ROM und in einer Broschüre veröffentlicht. Die Arbeitsprozesse werden ausführlich dokumentiert und die aus dem Projekt gewonnenen Erfahrungen werden anderen Seniorstudierenden, die an ähnlichen Lernprojekten interessiert sind, zu Verfügung gestellt.

Kommunikation
Ein wesentlicher Punkt in diesem Projekt wird einerseits die Kommunikation zwischen den Studiengruppen und den einzelnen Studierenden sein, andererseits die Kommunikation zwischen dem Koordinations-Büro und den Projektpartnern. Die teilnehmenden Partnerinstitute werden Kommunikationsebenen in Form von Diskussionslisten und Internet-Foren schaffen, wobei die zentrale Koordination vom ZAWIW-Büro in Ulm ausgehen wird. Eine besondere Herausforderung für die Moderatoren wird bei diesem Projekt die Mehrsprachigkeit bei dieser Art von Kommunikationsvermittlung darstellen.

Ziele
Ziel ist es,
... selbstbestimmte Lernformen unter den verschiedenen nationalen Bedingungen und Bildungstraditionen zu erproben und zu vergleichen
... das Potential der neuen Informations- und Kommunikationstechniken für die länderübergreifende Zusammenarbeit solcher Gruppen auszuloten
... und dabei insbesondere auch die Eignung der neuen kreativen Ausdrucks-und Präsentationsmöglichkeiten bei der Überwindung von Sprachbarrieren zu überprüfen.

Projektpartner
Die beteiligten Senior-Gruppen nehmen an verschiedenen Instituten am Studium im dritten Lebensalter teil: in Italien am Istituto Rezzara in Vicenza, in Spanien an der Universität von Granada, in der Tschechischen Republik an der Jihoceska Universita in Ceske Budejovice (Budweis), in den Niederlanden an der Volksuniversität Arnhem, in Frankreich an der Universität von Lyon, sowie in Deutschland am ZAWIW der Universität Ulm. Am 26. und 27. Januar 2001 trafen sich Vertreter der teilnehmenden Institute an der Universität Ulm, um Einzelheiten ihrer Zusammenarbeit in diesem neuen Projekt zu besprechen, wie zum Beispiel die konkreten Arbeitsthemen, die von den Senior-Gruppen ausgewählt wurden.

Kontakt
Wer sich für die dargestellten Themen interessiert und über das Internet Ideen, Texte, Bilder beisteuern mag, kann sich an Gabriela Körting, ZAWiW wenden (gabriela.koerting@zawiw.uni-ulm.de). Die Teilnehmer der deutschen Gruppe am ZAWIW der Universität Ulm werden das Thema "Lebendige Brotbräuche" in den Mittelpunkt ihrer Forschung stellen.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.solill.net/

Im Angebot der SDC seit 15.09.01 (mam)

Verwandte
Themenbereiche:
Erwachsenenbildung, Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, E-Learning


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