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Weltweit starkes Wachstum von E-Government
Quelle: Pressemitteilung von Taylor Nelson Sofres vom 07.11.02
Der Anteil der Erwachsenen, die in den letzten 12 Monaten weltweit das Internet nutzten, um Verwaltungsdienstleistungen oder -produkte in Anspruch zu nehmen, stieg nach der im November von Taylor Nelson Sofres veröffentlichten zweiten Studie zur Online-Verwaltung um ca. 15 Prozent. Weltweit gaben drei von zehn Bürgern (30 %) an, Online-Verwaltungsdienstleistungen aufgerufen zu haben, verglichen mit nur einem Viertel (26 %) der vor einem Jahr Befragten.
In einigen Ländern war der Zuwachs signifikant höher als in anderen. Zu den Ländern mit den höchsten Steigerungen gehören Australien (von 31 auf 46 %), die Türkei (von 3 auf 13 %), die Niederlande (von 31 auf 41 %) und die USA (von 34 auf 43 %). Im Gegensatz dazu fiel in Japan die Inanspruchnahme von Online-Verwaltungsdienstleistungen von 2001 bis 2002 um vier Prozent (von 17 auf 13 % der Bürger).
Während 2001 in vielen Ländern Sicherheitsaspekte beim Zugang zu Online-Verwaltungsdienstleistungen im Mittelpunkt standen, stieg 2002 das Gefühl von Sicherheit weltweit an. 23 % der Bürger weltweit erklärten, dass sie es für sicher hielten, personenbezogene Angaben wie Kreditkarten- und Bankkontonummern online anzugeben. Im Vergleich dazu waren es 2001 nur 14 % der Bürger, das bedeutet einen Anstieg von fast zwei Dritteln (64 %).
Es gibt jedoch signifikante Unterschiede hinsichtlich der Sicherheit von Online-Verwaltungsdienstleistungen zwischen den Nutzern in den verschiedenen Ländern. Auf den skandinavischen Märkten (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden) sowie einigen südostasiatischen Märkten (Singapur und Hongkong) ist das Niveau an wahrgenommener Sicherheit (etwa ein Drittel der Nutzer) am höchsten. Im Gegensatz dazu wurden die größten Sicherheitsbedenken von Bürgern in Japan (90 % sagten, sie hielten den Zugang zu Online-Verwaltungsdienstleistungen für ‚nicht sicher‘), Deutschland (82 %) und Frankreich (76 %) erhoben.
Online-Verwaltungsdienstleistungen werden am häufigsten genutzt, um nach Informationen zu suchen (24 % der Nutzer) und um Informationen herunterzuladen (11 % der Nutzer). Der Anstieg der Nachfrage nach Online-Verwaltungsdienstleistungen ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen nach Informationen suchen (von 20 auf 24 % in den 12 Monaten seit der letzten Erhebung bis September 2002).
Nur wenig Zuwachs gab es hingegen bei der Nutzung von Dienstleistungen, bei denen der Bürger mit der Verwaltung interagieren kann wie z. B. bei Transaktionen oder bei der Bereitstellung von personenbezogenen Informationen. Weltweit stiegen die Online-Verwaltungstransaktionen von nur 6 % auf 7 % innerhalb der 12 Monate bis September 2002, und der Prozentsatz der Transaktionen, bei denen der Verwaltung personenbezogene Angaben übermittelt wurden, stieg von 7 auf 8 Prozent.
Weitere wichtige Ergebnisse:
Die höchsten Zahlen der Nutzung von Online-Verwaltungsdienstleistungen finden sich in Schweden (57 % der Bevölkerung), Norwegen (56 %), Singapur und Dänemark (beide 53 %). Diese Länder weisen auch die höchste Internetnutzung auf (ca. 80 % der Bevölkerung in den vier Ländern). Verglichen damit sind Großbritannien und Japan die Länder mit den niedrigsten Nutzungszahlen bei Online-Verwaltungsdienstleistungen mit nur 13 %.
Weltweit werden Online-Vewaltungsdienstleistungen häufiger von Männern (33 %) als von Frauen (26 %) und mehr von den unter 30-Jährigen als von anderen Altersgruppen genutzt.
Während der vergangenen 12 Monate gab es erhebliche Zuwächse bei Online-Verwaltungsdienstleistungen bei den 35-40-Jährigen (von 22 auf 36 %) und bei den 55-64-Jährigen (von 2 auf 18 %). Im Gegensatz dazu sank die Nutzung bei den 65-Jährigen und darüber (von 7 % 2001 auf 5 % 2002).
Weltweit ist der Anteil der Internetnutzer, die Online-Verwaltungstransaktionen durchgeführt haben, gleich groß wie der Anteil der Nutzer, die Online-Shopping-Transaktionen durchgeführt haben. 15 % der Internetnutzer haben eine Online-Verwaltungstransaktion ausgeführt, und weitere 15 % haben mindestens einmal in den vergangenen 12 Monaten einen Online-Kauf getätigt. Der Prozentsatz der Internetnutzer, die auf Online-Verwaltungsdienstleistungen zugreifen, schwankt erheblich in den verschiedenen Ländern, und zwar von 16 % in Ungarn bis 81 % in Norwegen.
Wendy Mellor, für Soziales und Verwaltung zuständige Direktorin bei Taylor Nelson Sofres kommentierte: „Der Zuwachs der Nutzung von Online-Verwaltungsdienstleistungen weltweit deutet darauf hin, dass die Öffentlichkeit das Internet als ein akzeptableres Mittel der Beteiligung an Verwaltungsaktivitäten auf nationaler und lokaler Ebene betrachtet. Es gibt jedoch signifikante Unterschiede zwischen den Ländern. Das kann verschiedene Gründe haben wie mangelnder Internetzugang, zu geringer Bekanntheitsgrad des Service, Sicherheitsbedenken etc. In Ländern wie Singapur, Norwegen und Schweden, wo die Nutzung von Online-Verwaltungsdienstleistungen sehr verbreitet ist, findet wohl ein signifikanter Teil der Bürger diese Art des Umgangs mit der Verwaltung bequem. In Ländern wie Großbritannien, Neuseeland und Südkorea, wo die Internetnutzungszahlen unter dem Durchschnitt liegen, muss mehr getan werden, um herauszufinden, warum Online-Dienstleistungen nur zögerlich aufgenommen werden und welche Schritte in diesem Zusammenhang unternommen werden sollten. Während das Wachstum bei der Nutzung von E-Government Mut macht, zeigen unsere Untersuchungen allerdings, dass der größte Teil dieses Wachstums von Bürgern herrührt, die online Informationen suchen und nicht etwa Transaktionen durchführen oder der Verwaltung personenbezogene Informationen übermitteln. Das kann an den wahrgenommenen Sicherheitsrisiken liegen, aber wenn die Nutzung dieser Dienstleistungen gesteigert werden soll, müssen Informationen über die Sicherheit von Online-Verwaltungsdienstleistungen effektiv verbreitet werden."
Anmerkungen:
Die Studie zu den Verwaltungsdienstleistungen wurde von der Abteilung für Soziales und Verwaltung von Taylor Nelson Sofres in Form von Telefon- und persönlichen Interviews mit 28.952 Menschen in 31 Ländern oder Territorien in der Zeit von Juli bis September 2002 durchgeführt. Die von der Studie abgedeckten Länder und Territorien sind folgende:
Australien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Estland, Faröer-Inseln, Finnland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Ungarn, Indien, Italien, Japan, Lettland, Litauen, Malaysia, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Polen, Irland, Singapur, Slowakei, Südkorea, Spanien, Schweden, Taiwan, Türkei, USA.
Taylor Nelson Sofres:
Durch ihr Netz von 230 Büros in über 50 Ländern stellen Taylor Nelson Sofres Marktinformationen für führende nationale und multi-nationale Organisationen in über 100 Ländern bereit. Im Bereich Marktinformationen steht die Firma weltweit an vierter Stelle.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.tnsofres.com/gostudy2002
Im Angebot der SDC seit 16.12.02 (jcr)
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Themenbereiche:
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