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Mit einer Fachtagung im Berliner Schloss Bellevue eröffnete Bundespräsident Christian Wulff am 24. Januar 2011 das Online-BürgerForum2011: Bürger sollen in Diskussionsprozesse mit einbezogen werden, sie sollen mit politischen Fragestellungen konfrontiert werden und Interesse an demokratischer Teilhabe entwickeln.
Aktuell wurden die Ergebnisse der vier Dialogveranstaltungen, die Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière im letzten halben Jahr unter dem Titel "Perspektiven deutscher Netzpolitik" veranstaltet hatte, in 14 Thesen zusammengefasst. Bürger sind aufgefordert, bis zum 23. Juli 2010 auf dem Portal e-konsultation.de darüber abzustimmen und eine lebhafte Diskussion zu führen.
Auch in der politischen Bildung kann das Web 2.0 in all seinen Erscheinungsformen eine große Rolle spielen. Dies war der Anlass für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), zusammen mit dem Runden Tisch - ein Zusammenschluss von anerkannten Trägern der politischen Erwachsenenbildung, die für diese Aufgabe von der bpb gefördert werden - , eine Fachtagung zu konzipieren, die die Potentiale, Akteure und Methoden des Web 2.0 (Twitter, Podcast, Blogs, Wikis etc.) diskutiert. Zugleich sollte im Rahmen der Veranstaltung, die vom 8.-10.2.2010 in Hattingen stattfand, erörtert werden, welche Möglichkeiten sich politischen Bildungsträgern bieten, das Web 2.0 in ihre Arbeit zu integrieren, um neue Formen der politischen Partizipation und des gesellschaftlichen Engagements zu befördern.
Um im Zuge dieser Bemühungen die Internetcommunity von Anfang an aktiv einzubeziehen und auch von dieser zu lernen, kam de Maizière am 18. Januar mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft in Berlin zusammen und begann einen offenen Dialog unter dem Titel "Perspektiven deutscher Netzpolitik". Gegenstand der Diskussionen war die Gestaltung von Datenschutz und Datensicherheit im Internet.
Bis 2015 - so die Zusage der EU-Minister - sollen für Bürger und Unternehmen intelligentere elektronische Behördendienste entwickelt werden. Die Europäische Kommission begrüßt diesen Schritt, mit dem die Zugänglichkeit, Interaktivität und Nutzerfreundlichkeit elektronischer Behördendienste "eGovernment" weiter verbessert werden sollen.