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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Praxisprojektes im Rahmen der Initiative Internet erfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie haben nach absolvierter Abschlussprüfung eines IT-Basiskurses in russischer Sprache ihre Zertifikate in Köln entgegengenommen.
Das Internet als grenzüberschreitendes Kommunikationsmedium ermöglicht es, weltweit soziale Beziehungen zu pflegen. Gerade für Menschen mit Migrationshintergrund bietet es die Chance, mit ihrem Herkunftsland unmittelbar in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig kann die mobile Nutzung von online bereitgestellten Informationen und ortsbezogenen Diensten Migrantinnen und Migranten Orientierung und neue Kontakte im Lebensalltag bieten.
Welche Rolle spielen Medien im Integrationsprozess von Migrantinnen und Migranten? Wie berichten Medien über das Thema Integration? Und macht sich die große Vielfalt der Integrationsthemen bei der Medienberichterstattung bemerkbar? Unter dem Thema Wahrnehmung und Wirklichkeit - Integrationsland Deutschland' beschäftigte sich die diesjährige Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Länder und Kommunen Anfang Mai 2011 vor allem mit der Rolle der Medien in der Integrationsdebatte.
In dem Praxisprojekt Qualifizierung von russischsprachigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund für IT-Basiskompetenzen arbeitet die Stiftung zusammen mit der Cisco Systems GmbH und der gemeinnützigen Selbsthilfeorganisation Phoenix-Köln e.V., die sich für die Integration der russischsprachigen Bevölkerung einsetzt. Mit einer Gruppe von Jugendlichen wird erprobt, ob die jungen Menschen mit russischem Migrationshintergrund motiviert werden können, sich Grundkenntnisse im Umgang mit PC, Netzwerken und dem Internet anzueignen, wenn die Vermittlung in ihrer Muttersprache erfolgt.
In Berlin wurde am 14. 02. 2011 das Immigration Policy 2.0 Projekt vorgestellt. Das Europäische Forum für Migrationsstudien (efms) hatte dazu einen Workshop organisiert und unterschiedliche Experten (Forscher und Praktiker) zum Thema Migration und Social Software zusammengebracht. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, es wird von der Europäische Kommission finanziert und von einem Konsortium aus sechs Organisationen durchgeführt. Von Februar 2012 an wird das Immigration Policy 2.0 Projekt eine Internetplattform zur Verfügung stellen, die sich sowohl an legale Migranten als auch an Entscheidungsträger richtet, die dazu angeregt werden aktiv ihre Ideen zur EU Migrationspolitik auf der Plattform einzubringen.
Mit dem 4. Integrationsgipfel im November 2010 fiel der Startschuss für den Aktionsplan zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Goethe-Institut zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Bundesministerium des Innern eine Konferenz des Dialogforums Sprache - Integrationskurse', um sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich der Erwachsenenbildung über die Einbindung digitaler Medien in die Integrationskurse in Deutschland auszutauschen. Die Stiftung Digitale Chancen wurde eingeladen, die Konferenz mit einem Vortrag zu eröffnen und über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten zu berichten.