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JIM - Jugendstudie 2005 zeigt: Altersgrenzen bei Computerspielen leicht zu umgehen

Quelle: PM mpfs vom 02.12.05

In der Popakademie Mannheim wurde am 2. Dezember '05 die JIM-Studie 2005 der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Basisuntersuchung des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) untersucht nunmehr zum achten Mal in Folge das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in der Bundesrepublik. In der Zeit von Juni bis Juli 2005 wurden hierfür ca. 1.200 Telefoninterviews zu Medienausstattung, Medienumgang und dem Informationsverhalten junger Menschen in Deutschland durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass die Altersbegrenzungen bei Computerspielen, wie sie das neue Jugendschutzgesetz vorsieht, im Alltag nur sehr begrenzt wirken. Über drei Viertel der jugendlichen Computerspieler bestätigen, dass die Altersgrenzen bei Computerspielen einfach zu umgehen sind. Dabei werden überwiegend der Freundeskreis aber auch der Handel als mögliche Bezugsquelle für Spiele genannt - Ladengeschäfte und Internethandel unterscheiden sich hierbei nicht. Etwa ein Drittel der PC-Spieler nennt die Schule als Tauschbörse und 12 Prozent glauben, sich altersbegrenzte Spiele über ihre Eltern besorgen zu können.

Der Anteil der regelmäßigen Internetnutzer hat 2005 noch einmal zugenommen. 70 Prozent der jugendlichen Internetnutzer sind täglich oder mehrmals pro Woche im Netz. Weiterhin große Bedeutung hat das Chatten. Etwa die Hälfte der Jugendlichen nutzt bereits diese direkte Kommunikation im Internet. Über eine dreiviertel Million Jugendliche (12 % der Internetnutzer) gehen täglich in einen Chat. Die intensive Nutzung von Chatrooms (mind. einmal pro Woche) ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (von 25 % auf 31 % der Internetnutzer). Hierbei ist ein überdurchschnittlicher Zuwachs bei den jüngsten und bei bildungsfernen Jugendlichen zu verzeichnen. Etwa ein Drittel der Chat-Nutzer hat Internetbekanntschaften auch schon im realen Leben getroffen. Diese Erfahrung haben bei den 12- bis 13-Jährigen bereits 20 Prozent gemacht, bei den 18- bis 19-Jährigen sind es mehr als doppelt so viel (45 %). Weitere Ergebnisse der Studie sind der starke Anstieg der MP3-Player - inzwischen besitzen zwei Drittel der Jugendlichen einen eigenen Player - sowie die immer bessere Ausstattung der Jugendlichen mit modernen Handys. Beispielsweise können inzwischen 21 Prozent der jugendlichen Handybesitzer damit auch MP3-Dateien anhören.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK).

Die JIM-Studie 2005 (Jugend, Information, (Multi-) Media) kann unter www.mpfs.de kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden. Zum Download gelangen Sie auch hier im SDC-Portal: JIM-Studie 2005


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.mpfs.de

Im Angebot der SDC seit 05.12.05 (jch)

JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs)


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.

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Themenbereiche:
Jugendschutz, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche




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