Veröffentlicht am: 16.02.11

Immigration Policy 2.0 Workshop

Vikoria Spaiser, Susanne Bernsmann, Stiftung Digitale Chancen

Immigration Policy 2.0 Workshop (english version of the article)

In Berlin wurde am 14. 02. 2011 das Immigration Policy 2.0 Projekt vorgestellt. Das Europäische Forum für Migrationsstudien (efms) hatte dazu einen Workshop organisiert und unterschiedliche Experten (Forscher und Praktiker) zum Thema Migration und Social Software zusammengebracht. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, es wird von der Europäische Kommission im Rahmen des Competitiveness and Innovation Framework Programms (CIP) finanziert und von einem Konsortium aus sechs Organisationen durchgeführt: ATOS ORIGIN, Singular Logic Piräus Universität, BOC Austria , efms, Estländische Migrationsstiftung und die Stadtgemeinde Forli. Von Februar 2012 an wird das Immigration Policy 2.0 Projekt eine Internetplattform zur Verfügung stellen, um als Pilotprojekt eine Vielzahl von bürgerzentrierten Dienstleistungen anzubieten, die die Beteiligung von legalen Migranten am Entwicklungsprozess einer neuen EU Migrationspolitik ermöglichen und zugleich die Harmonisierung der Migrationspolitik zwischen verschiedenen EU Ländern fördern sollen. Das Projekt richtet sich also sowohl an legale Migranten (Individuen und Migrantenselbstorganisationen, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen die zum Thema Migration arbeiten) als auch an Entscheidungsträger (Verwaltungsmitarbeiter und Politiker auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene), die dazu angeregt werden sollen zusammenzuarbeiten mit dem Ziel, die EU Migrationspolitik langfristig stärker zu harmonisieren. Am Projekt sind zunächst vier Länder beteiligt: Estland, Deutschland, Griechenland und Italien.

Während des Workshops wurden mehrere Vorträge gehalten, die die verschiedenen Aspekte des Themas Migration in Europa und des Projekts Immigration Policy 2.0 beleuchteten. Es wurden Ergebnisse einer nicht repräsentativen Befragung unter Entscheidungsträger und legalen Migranten in den vier Ländern zur ihrer Situation und ihren Bedürfnissen vorgestellt. Diese Ergebnisse sollen einen Input für die Entwicklung des Plattform bieten und sicherstellen, dass die zum Ausdruck gebrachten Bedürfnisse der Entscheidungsträger und Migranten durch die Plattform nach Möglichkeiten erfüllt werden. Im Rahmen des Workshops wurden außerdem die spezifischen Herausforderungen bzgl. Migration, vor denen die vier Projekt-Länder stehen, präsentiert. Ein wesentlicher Teil des Workshops waren Diskussionen, in denen die unterschiedlichen Themen kritisch reflektiert wurden, z.B. ob die Harmonisierung der Migrationspolitik machbar oder gar wünschenswert sei, insbesondere da die vier Länder vor sehr unterschiedlichen Problemen stehen und auch unterschiedliche Interessen haben. Die Diskussionen wurde schließlich auch dazu genutzt den Projektkoordinatoren Input wie z.B. konkrete Verbesserungsvorschläge und kritisches Feedback zu geben.

Mit der Frage der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Förderung der Digitalen Integration von Migrantinnen und Migranten befasst sich auch das Projekt Bridge-IT, dessen Abschlusskonferenz am 10. Und 11. März in Barcelona stattfindet. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.digitale-chancen.de/content/events/index.cfm/key.2353/secid.1/y.2011/m.3/d.10




Mehr erfahren Sie unter:
www.immigrationpolicy2.eu/

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