Die Projektpartner

Projekt-Auftakttreffen am 8. Mai in Berlin - v.l.n.r.: Rudolf Düber (Geschäftsführer Caritas Rhein-Wied-Sieg, Betzdorf), Svenja John (zuständige Mitarbeiterin Caritas Rhein-Wied-Sieg, Betzdorf), Maria Bauer (Medienpädagogin, WeTeK, Berlin), Katrin Schuberth (Stiftung Digitale Chancen), Franziska Grimm (Putjatinhaus, Dresden), Peg Koedel (medienfux, Dresden), Cornelia Krüger (BilSE Institut, Schwerin), Steffi Winkler (Medienpädagogin, WeTeK, Berlin), Christine Scherer (Geschäftsführerin WeTeK, Berlin), Dietmar Krüger (Geschäftsführer BilSE Institut, Schwerin), Christiane Lieb (Geschäftsführerin Hamburgische Landestelle für Suchtfragen), Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Barbara Blum (Stiftung Digitale Chancen)



Berlin-Pankow: "Medienkompetenz in Pankow von 0 auf 100!"

"Die Bedeutung der Medienbildung und der Medienkompetenz sollte insgesamt gestärkt und in die Bildungsprozesse integriert werden."

Das Netzwerk wird koordiniert vom mezen - Medienkompetenzzentrum Pankow (WeTeK Berlin gGmbH). Die Netzwerkpartner sind das Familienzentrum Upsala und das Stadtteilzentrum Pankow (Bürgerhaus e.V.).

Durch die lokale Vernetzung der Partner sollen Angebote im Handlungsfeld der Familie kombiniert werden. Die breite Palette an Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und Eltern soll dazu beitragen, die verschiedenen Erfahrungshorizonte von Kindern und Eltern bezüglich der Mediennutzung innerhalb der Familie auszubalancieren. Gleichzeitig werden pädagogische Fachkräfte als Multiplikatoren geschult.

Konkret umfassen die Maßnahmen:

  • Elternmedienberatung: individuell im persönlichen Gespräch, telefonisch oder online; bei Elternabenden; aber auch in Form von Eltern-LAN-Partys, bei denen Eltern die Faszination ihrer Kinder in Bezug auf Computerspiele näher gebracht wird
  • Familienveranstaltungen: Mediennachmittage, bei denen Erwachsene und Kinder gemeinsam einen Medienparcours mit verschiedenen interaktiven Spielformen absolvieren können; Medienbegleitung, bei der Kinder und Eltern in einen moderierten Austausch treten, an dessen Ende eine Handlungsempfehlung steht
  • Angebote für Kinder und Jugendliche: Medienprojekte an Schulen/Kitas und Ferienworkshops, bei denen multimediale Medienprodukte entstehen
  • Medienqualifizierung: Theorie/Praxis - Seminare zu den Themen Medienerziehung und aktive Medienarbeit für pädagogische Fachkräfte der am Netzwerk beteiligten Einrichtungen


Betzdorf (Rheinland-Pfalz): "Alles Medien oder was?!"

"Es soll erarbeitet werden, wie Eltern ihre Kinder durch Medien fördern können, anstatt sie nur zu beschäftigen."

Das Netzwerk wird koordiniert vom Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V.. Die Netzwerkpartner sind der AWO Kreisverband Altenkirchen und die Kreisverwaltung Altenkirchen, außerdem kooperieren die Jugendpflegen Betzdorf und Kirchen, das Kreismedienzentrum und die Schulsozialarbeiter in Betzdorf und Kirchen.

Durch die Jugendpflegen, den AWO Kreisverband und die Schulsozialarbeiter gibt es in diesem Netzwerk sehr gute Kontakte zur Zielgruppe. Das vorrangige Ziel ist es, Eltern mehr Handlungssicherheit in Bezug auf Medienerziehung zu geben. Das soll in Workshops und Seminaren speziell für Eltern, für die ganze Familie, und in praktischen Werkstätten passieren. Das Netzwerk soll über den Projektzeitraum weitere Einrichtungen mehr oder weniger stark integrieren, damit Medienbildung und Jugendmedienschutz ein fester Bestandteil der pädagogischen Struktur im Landkreis wird.

Konkret umfassen die Maßnahmen:

  • Praktische "Werkstätten": Den Teilnehmern soll etwa in Robotikkursen, PC-Schraubwerkstätten und Programmierkursen ein tieferes Verständnis für digitale Medien vermittelt werden.
  • Elternworkshops: Hier sollen konkrete, für Eltern interessante Fragestellungen (z.B. Umgang mit Sozialen Netzwerken oder Wie viel Fernsehen schadet meinem Kind?) abgearbeitet und Eltern für Chancen und Risiken der digitalen Medien stärker sensibilisiert werden.
  • Familienworkshops: Unter dem Motto "Wir sind im Netz" sollen Eltern und Kinder gemeinsam Spaß an der Mediennutzung haben.


Dresden (Sachsen): "Kinder. Medien. Rechte"

"Das Putjatinhaus soll vor Ort ein fester Ansprechpartner in Fragen der Medienbildung werden."

Das Netzwerk wird koordiniert vom soziokulturellen Zentrum Putjatinhaus. Die Netzwerkpartner sind die medienfux gGmbH und der Verbund Leubener Kindertagesstätten e.V.

Bei dieser Pilotmaßnahme im Dresdner Stadtteil Leuben werden vorrangig junge Familien mit Kindern bis zu 14 Jahren angesprochen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf dem Thema Kinderrechte und Medien. Darüber hinaus sollen Multiplikatoren in ihrer medienerzieherischen Arbeit qualifiziert und unterstützt werden. Ebenfalls im Projektzeitraum realisiert werden soll die Anbindung an das bereits existierende Netzwerk Medienbildung Dresden.

Konkret umfassen die Maßnahmen:

  • Familiennachmittage: Bei diesem ein Mal im Monat stattfindenden, offenen Angebot wird in gelöster Atmosphäre zum Gespräch und gemeinsamen Tun eingeladen. Medienpraktische Angebote können etwa das Erstellen von Handyclips oder Hörspielen und Stadtteilrallyes sein.
  • Elternabende: Hier werden Eltern informiert, sensibilisiert und beraten zu Themen wie Handynutzung, Soziale Netzwerke oder Computerspiele.
  • Multiplikatorenstammtisch: Fachkräfte vor Ort sollen sich bei diesen regelmäßig stattfindenden Treffen nicht nur über ihren pädagogischen Alltag austauschen, sondern es werden auch Methoden zur praktischen Medienarbeit mit Familien vorgestellt werden. Die medienfux gGmbH - der "Praxispartner" im Netzwerk - stellt hierfür zudem eine E-Learning-Plattform zur Verfügung, auf der Methoden erklärt und Materialien bereitgestellt werden.


Hamburg-Neu Allermöhe: "MeMo - Medienmodule für Familien"

"Eltern muss die Angst genommen werden, dass Medienerziehung nur ein weiterer Stolperstein in ihrem Erziehungshandeln ist, über den sie zwangsläufig fallen werden."

Das Netzwerk wird koordiniert vom Büro für Suchtprävention der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V.. Die Netzwerkpartner sind das Suchtpräventionszentrum des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung und das Kinder- und Familienhilfezentrum Neu-Allermöhe.

Die Medienkompetenzförderung von Familien erfolgt hier in erster Linie über Multiplikatoren. Mehrsprachige medienpädagogische Module sollen entwickelt, Fachkräfte der Sozialen Arbeit fortgebildet und die Module so vor Ort implementiert werden. Darüber hinaus wird es - ermöglicht durch die bestehenden Kontakte des Kinder- und Familienhilfezentrums - auch offene Angebote für Familien in einem Stadtteil geben, in dem der Anteil von Familien mit Migrationshintergrund und von Arbeitslosen gemessen am Hamburgischen Durchschnitt sehr hoch ist.

Konkret umfassen die Maßnahmen:

  • Logo-Wettbewerb: Unter dem Motto "Ein Logo für MeMo" soll schon zu Beginn der Projektlaufzeit das Vorhaben im Stadtteil bekannt gemacht und möglichst viele Familien vor Ort mit einbezogen werden.
  • Medienmodule: Es werden kleine Module entwickelt, etwa Vorschläge für medienerzieherische Maßnahmen oder attraktive Veranstaltungsideen. Diese Module, die sich relativ einfach in die tägliche Arbeit integrieren und konsequent umsetzen lassen sollen, werden Fachkräften dann im Rahmen von Fortbildungen nähergebracht, mit dem Ziel, dass diese sie in ihre Tätigkeit implementieren.
  • Offene Angebote für Familien: Darunter fallen Veranstaltungen für Eltern (z.B. Elterntalks unter Einsatz von muttersprachlichen "Keypersons"), Kinder/Jugendliche (z.B. Computerspiele in die Natur bringen) und Familien gemeinsam, die sich mit Themen wie exzessive Internet- und Computernutzung, Cybermobbing oder dem Umgang mit den eigenen Daten befassen. Geachtet wird hierbei vor allem auf die Niedrigschwelligkeit der Angebote, also dass sie sich an den jeweiligen Lebensrealitäten der Familien orientieren. Offene Angebote sind auch im Rahmen z.B. des Bergedorfer Kinderfestes und des örtlichen Mediensommerfestes geplant.


Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern): "MedienzElt - Mediennetzwerk für Ein-Eltern-Familien"

"Ein Viertel der Familien in Mecklenburg-Vorpommern sind Ein-Eltern-Familien, die sich häufig durch einen vielfältigen Unterstützungsbedarf auszeichnen."

Das Netzwerk wird koordiniert vom BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH. Die Netzwerkpartner sind der Lernen aktiv e.V. und das Schweriner Bündnis für Familie.

Die Unterstützung von Alleinerziehenden ist bei allen drei Netzwerkpartnern ein Schwerpunkt, wodurch eine sehr individuelle und bedarfsorientierte Ausrichtung der Maßnahmen möglich ist. Da "alleinerziehend" selten gleichbedeutend mit "allein" ist, steht neben der Berücksichtigung der speziellen Alltagssituationen von Ein-Eltern-Familien außerdem die Einbeziehung des gesamten familiären Umfelds im Vordergrund.

Konkret umfassen die Maßnahmen:

  • Einwöchige Seminare für Alleinerziehende: Bei diesen Veranstaltungen zur Unterstützung der Medienerziehung wird insbesondere bei der zeitlichen Planung darauf geachtet, dass sie für die spezielle Zielgruppe niedrigschwellig gestaltet sind. Die behandelten Themen ergeben sich aus dem ermittelten Bedarf und umfassen etwa Internetsicherheit und Datenschutz, Soziale Netzwerke und Gewalt in den Medien.
  • Mutter-/Vater-Kind(er)-Tage: Jedes der oben genannten Seminare wird mit einem gemeinsamen Familientag abgeschlossen.
  • Entwicklung einer Plattform: Bestandteil der Veranstaltung für Alleinerziehende ist es auch, eine Online-Plattform zu entwickeln, die sich der medienerzieherischen Unterstützung von Alleinerziehenden widmet. Die Pflege dieser Plattform soll gegen Ende der Projektlaufzeit langfristig ein(e) Verantwortliche(r) aus der Gruppe der Alleinerziehenden übernehmen.