Der Artikel befasst sich damit, was herkömmliche Filtersoftware tatsächlich im Bezug auf Jugendschutz leisten kann und wie die Internet Content Rating Association (ICRA) versucht, mit einem neuen Verfahren das Problem in den Griff zu bekommen.
Anlässlich des Runden Tisches "Medien gegen Gewalt" hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Christina Weiss, auf die besondere Rolle der Medienerziehung junger Menschen hingewiesen.
Die 1998 vom US-Kongress beauftragte Studie untersucht, wie man Kindern einen gefahrlosen Umgang mit dem Internet ermöglichen kann. Sie stellt fest, dass vereinzelte technische, gesetzliche, ökonomische oder pädagogische Maßnahmen für den Jugendschutz nicht ausreichen, sondern eine Gesamtstrategie erforderlich sei. Der Forschungsrat appelliert an Eltern, Schulen und Bibliotheken, strikte Richtlinien für die Nutzung des Internet zu entwickeln und sich nicht auf den Einsatz von elektronischen Filtern zu verlassen, die häufig nur ein trügerisches Gefühl der Sicherheit vermittelten.
Baden-Württembergs Jugendmedienschützerin Christine Braun will konsequenter gegen schwarze Schafe im Internet vorgehen. "Ziel wäre für mich ein Kontrollsystem, das möglichst schnell die Anbieter belangt, die jugendgefährdendes Material ohne Zugangsbeschränkung ins Internet stellen", sagte Braun in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. Dabei gehe es nicht um Zensur, sondern darum, Heranwachsende vor Inhalten zu schützen, die ihnen Angst machen und die sie noch nicht verarbeiten können.
Wie halten wir Internet-Inhalte, die wir als "jugendgefährdend" einstufen, von unseren Kindern fern? Liegt diese Pflicht bei den Anbieter/innen oder bei den Nutzer/innen, indem sie beispielsweise Filter in die Internet-Software integrieren?