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Voice over IP (VoIP)

Sabine Hummels, Stiftung Digitale Chancen

Voice over Internet Protocol, kurz VoIP, das heißt wörtlich 'Stimme über das Internet-Protokoll' und meint Telefonieren über das Internet. Voipen ist der neue Trend zum kostengünstigen Telefonieren. Während beim Telefonieren im herkömmlichen Festnetz die Sprachdaten als kontinuierlicher Datenstrom versendet werden, erfolgt die Datenübertragung bei VoIP in Pakete zerlegt und einzeln über Datennetzwerke. Große Datenmengen werden in kleine Pakete aufgeteilt, die auf der Empfangsseite wieder zusammengesetzt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Nutzung von Voice über IP: Die Softwarelösung für Gelegenheitsnutzer oder Leute, die sowieso den ganzen Tag am Computer arbeiten, und die Hardwarelösung für diejenigen, die ganz auf VoIP umsteigen wollen und unabhängig davon, ob der Computer an oder aus ist, telefonieren wollen. Wer sich nicht sicher ist, sollte die kostenlosen VoIP-Clients ausprobieren, bevor er sich tatsächlich teure Hardware kauft. Das Prinzip ist einfach: Man wird VoIP-Kunde indem man sich bei einem Anbieter registriert. Dort erhält man einen Benutzernamen, ein Passwort und einige Konfigurationsinformationen. Nun richtet man den VoIP-Client des Anbieters oder einen Anbieter unabhängigen Client auf dem soundfähigen PC (d.h. ein PC inkl. Soundkarte oder Sound "on board") ein, installiert Mikrofon und Lautsprecher oder ein Headset und los geht es. Man sollte dazu einen DSL-Anschluss haben bzw. abschliessen.

Zu den Kosten: "Kostenlos" sind die netzinternen Gespräche, also mit anderen VoIP-Nutzern. Wer seine Festnetz- oder Mobilfunk-Freundin in Australien anrufen möchte, muss dafür Geld bezahlen. Dabei gilt folgendes: Es ist egal von wo aus der VoIP-Kunde anruft, wichtig ist, wohin er telefonieren möchte. Nach Australien kostet es z. B. 2 Cent/Minute (Telekom-Festnetztarif ca. 80 Cent/Minute) und nach Afghanistan fast 30 Cent/Minute (Telekom-Festnetztarif ca. 150 Cent/Minute). Ob der VoIP-Kunde von Bremen oder Sydney aus anruft, ist dabei egal. Einige Anbieter weisen ihren Kunden eine Telefonnummer zu, so dass auch eingehende Gespräche vom Internet oder Festnetz möglich sind. Die Grundgebühr auf der Telefonrechnung lässt sich leider nicht einsparen, denn ohne Grundgebühr (die bei den meisten Menschen den größten Teil der Telefonrechnung ausmacht) gibt es (noch) keinen DSL-Anschluss. Für viele rechnet sich das Telefonieren über das Internet daher meist nur, wenn sie bereits einen DSL-Anschluss mit Flatrate haben.

Unter den folgenden beiden Links stellen wir Lösungen vor, um die Entscheidung für das eine oder andere zu erleichtern.

Folgende Links bieten allgemeine Informationen zum Thema VoIP:



Im Angebot der SDC seit 26.04.05 (shu)

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