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Das Europäische Netzwerk "Learning in Later
Life" ("Lernen im mittleren und höheren Lebensalter") ist ein 1995
gegründeter Zusammenschluß von Weiterbildungseinrichtungen der Seniorenbildung und
bildungsinteressierten älteren Menschen aus 19 europäischen Ländern.
Das Informations- und Kommunikationssystem "LiLL" im Internet
Um den Austausch untereinander zu erleichtern, wurde 1997 eine Plattform im Internet eingerichtet: "LiLL". Inzwischen ist "LiLL im Internet" ein weit entwickeltes, viersprachiges Informations- und Kommunikationssystem. Der Aufbau von "LiLL Online" war Teil eines Modellprojekts, das von der Europäischen Gemeinschaft und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.
"Learning in Later Life" - Ziele
Übergeordnete Ziele der verschiedenen Aktionsbereiche von LiLL sind,
In partnerschaftlicher Zusammenarbeit werden die o.g. Ziele von Einrichtungen der
Weiterbildung des dritten Lebensalters in Deutschland, Finnland, Frankreich,
Großbritannien und Italien verfolgt. Folgende Aktivitäten und Ergebnisse dienen der
Zielerreichung:
In dieser Reihe findet Anfang März - gemeinsam mit Bundeszentrale für Politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg die nächste Veranstaltung statt (Neue Lernkultur in der politischen Bildung: Multimediale Ideenwerkstatt am Beispiel Deutschland - 50plus. Lebenswelten von Ost und West).
Gesellschaftliche, pädagogische und didaktische Ansätze
"Europäisierungvon Erfahrungen und Perspektiven in der Weiterbildung"
Die Erfahrungen aus dem 1995 gegründeten europäischen Netzwerk "Learning in Later Life" zeigen, daß der Vergleich mit anderen Einrichtungen und neuen Entwicklungen und Strategien in der Weiterbildung für ältere Menschen bisher in den verschiedenen Ländern vorrangig auf nationale Perspektiven beschränkt bleibt. Die strukturellen, formalen und inhaltlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern sind in diesem Bereich beträchtlich und erschweren die Übersetzung internationaler Erfahrungen in das jeweils vertraute nationale System.
LiLL ist durch seinen mehrsprachigen Ansatz im Dokumentations- und Kommunikationsbereich von vornherein auf eine konsequente Internationalisierung der Perspektivität angelegt (4sprachige Gestaltung der Webseiten, mehrsprachige Publikationen, Übersetzungen national erstellter Materialien). Diese Herangehensweise hat sich insbesondere auch bei der Nutzung von "LiLL im Internet" durch ältere Menschen hervorragend bewährt. Gerade bei ersten Zugängen zum Internet sind viele Ältere zunächst "dankbar", wenn sie interessante Angebote in ihrer Muttersprache finden. Über die mehrsprachige, internationale Anlage von LiLL wird bei der weiteren Nutzung des Internets über das Portal "LiLL" eine europäisch orientierte Nutzung der Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten auf pädagogisch gute Weise vorangebracht.
"Partizipation": Beteiligung älterer Menschen in allen Bereichen des Projekts
Beim Gesamtprojekt LiLL wird von Beginn an konsquent darauf geachtet, daß ältere Menschen an allen Bereichen des Projekts aktiv partizipieren, z.B. bei:
"Produktivität des Alters"
Der Strukturwandel des Alters und die neuen gesellschaftlichen Erfordernisse haben in den Bereichen der Gerontologie und sozialen (Alten-)Arbeit zu veränderten Konzepten geführt, die sich um die Stichworte "Kompetenz" und "Produktivität" im dritten Lebensalter ranken. Konkrete Umsetzung finden diese Überlegungen in der "Förderung freiwilligen sozialen Engagements", der "Vorbereitung auf nachberufliche Tätigkeitsfelder" und im weiteren der Förderung "bürgerschaftlichen Engagements". In diesem Kontext kommt der allgemeinen wissenschaftlichen Weiterbildung eine neue, wichtige Bedeutung zu: den interessierten Bürgerinnen und Bürgern aller Altersstufen die Möglichkeit zu geben, auf der Grundlage ihres im Lebenslauf erworbenen Wissens und ihrer Erfahrungen sich mit den neuesten Entwicklungen und Erkenntnissen der Wissenschaft in allen Bereichen auseinanderzusetzen, die für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft von Bedeutung sind und ihnen dadurch eine aktive Teilnahme an der Gestaltung der Gesellschaft zu ermöglichen.
Viele Einrichtungen suchen entsprechend nach Möglichkeiten, dieser Entwicklung durch reformierte oder neue, innovative Formen des Lernens und der Weiterbildung gerecht zu werden. LiLL unterstützt als Kommunikations- und Dokumentationsplattform den Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Einrichtungen und setzt Impulse in wichtigen Innovationsfeldern. Dazu gehören vor allem die Initiierung von Gruppen forschenden Lernens und die Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse dieser Gruppen im Internet und auf anderen Wegen (das European Bulletin Learning in Later Life III hat Forschendes Lernen als Schwerpunktthema).
Ältere Menschen sind nach den Erfahrungen, die im Netzwerk gemacht wurden, den neuen
Kommunikationstechniken gegenüber aufgeschlossen und an deren Erprobung interessiert.
Allerdings besteht die Gefahr eines circulus vitiosus: Der weitgehend fehlende Zugang
älterer Menschen zum Internet führt dazu, daß es wenig geeignete zielgruppenorientierte
Angebote im Netz gibt. Wenn man davon ausgeht, daß ältere Menschen in (wenn auch
unterschiedlicher) Weise kohortenspezifische Zugangsweisen und Interessen aufweisen - und
unsere Erfahrungen deuten darauf hin - dann trägt dieser Umstand wiederum dazu bei,
ältere Menschen von der Nutzung des Internets auszuschließen.
Das Internet bietet aber hervorragende Möglichkeiten, in strukturierten Bildungsangeboten
Gelerntes auf individuelle Weise zu ergänzen und zu vertiefen und sich
länderübergreifend mit anderen Lernenden auszutauschen. LiLL setzt Anreize für die
Einrichtungen der Weiterbildung für Ältere, selbst im Netz präsent zu werden und
versucht, durch zielgruppengerechte Hilfen beim Erlernen der neuen Techniken und
attraktiv