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Suchen Sie nun einen freien Steckplatz; die Bedienungsanleitung der TV-Karte verrät Ihnen, wo sich der üblicherweise finden lässt. Sie sollten aber nicht den ersten nach dem Grafikkartensockel oder den letzten in der Reihe nehmen. Diese beiden müssen sich oft den so genannten Interrupt (IRQ) mit dem Grafiksockel teilen; Interrupts sind Unterbrechungen gerade ablaufender Vorgänge im PC. Die TV-Karte benötigt unbedingt einen fest zugewiesenen eigenen IRQ. Auch hier empfiehlt sich wieder ein Blick ins Handbuch Ihres Computers. Dort sollte angegeben sein, welche Steckplätze einen "festen" IRQ haben. Keine Panik - auch aus dem größten Wust von Fachausdrücken und Abkürzungen lassen sich die nötigen Informationen herauslesen: Einen geeigneten Steckplatz erkennt man beispielsweise daran, dass er auf "INT-A" angeschlossen ist, einer internen Busleitung, deren Geräte eigene feste IRQs haben.
Der Einbau (2)
Entfernen Sie nun das Abdeckblech hinter dem Steckplatz, den Sie nutzen wollen. Setzen Sie die Karte mit ihrer Anschlussleiste vorsichtig auf den Sockel. Achten Sie darauf, dass die Karte richtig ausgerichtet ist, und drücken Sie diese dann sanft in den Sockel, bis sie gerade und fest sitzt. Keine rohe Gewalt - prügeln Sie die Karte auf keinen Fall in den Steckplatz! Prüfen Sie dann abermals, ob alle Kontaktstifte der Steckleiste richtig ausgerichtet im Sockel sitzen. Nun müssen Sie das Slotblech der Karte an der Gehäuserückseite (innen) mit einer Schraube befestigen. Nehmen Sie am besten die Schraube, die vom Abdeckblech noch übrig ist. Übrigens: Auch wenn es in Ihrem PC-Gehäuse etwas eng zugeht, sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Kabel oder Verbindungen von anderen Einbauteilen versehentlich abzupfen.
Nun das PC-Gehäuse aufsetzen und die Verbindungen zu Maus, Monitor, Drucker und mehr wieder einstöpseln. An der neuen TV-Karte schließen Sie gemäß Anleitung die mitgelieferten Kabel an. Das sind vor allem ein TV-Antennenkabel und eventuell ein Videokabel zur Anbindung eines Videorekorders. Falls Sie eine Karte mit eingebautem Radiodekoder erworben haben, liegt meist noch eine so genannte "Wurfantenne" bei, eine Drahtantenne, die Sie ebenfalls anschließen sollten. Damit ist der einfachere Teil der Installation abgeschlossen. Warum "einfach" - das war doch schon kompliziert genug, oder? Doch: Die wirklichen Schwierigkeiten tauchen meist erst bei der Softwareinstallation auf.
Ruckelbilder
Eine weitere Kinderkrankheit von TV-Karten ist der "Schüttelfrost" der Fernsehbilder. Das liegt an deren technischer Natur: Ein TV-Bild wird in Form von zwei Halbbildern mit 50 Hertz (Hz) Bildwiederholfrequenz ausgestrahlt. Die TV-Karte setzt daraus ein Vollbild mit 25 Hz zusammen. PC-Monitore laufen aber meist mit einer Bildwiederholfrequenz von 85 Hz - deshalb kommt es zu den als Ruckeln sichtbaren Aussetzern. Man muss also die Bildwiederholfrequenz des Monitors anpassen. Ideal wären hier die 50 Hz der TV-Halbbilder.
Moderne Monitore lassen sich aber nicht so weit herunterregeln oder flackern bei 50 Hz stark. Man sollte als Kompromiss eine Frequenz wählen, die glatt durch 25 (Hz) teilbar ist. Ideal wären 100 Hz, wenn der Monitor und die Grafikkarte das können. Sonst stellen Sie 75 Hz ein. Damit müsste das Ruckeln verschwinden.