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0190-Nummer verursacht hohe Online-Gebühren

Sabine Hummels, Stiftung Digitale Chancen

Wenn der Rechner über die ISDN-Karte vermehrt 0190-Nummern anwählt, kann das daran liegen, dass in den DFÜ-Verbindungen eine 0190-Nummer als Standard festgelegt wurde ohne, dass man davon weiss. Einige Provider tun dies durch einen sogenannten "Auto-Dialer". Überprüfen Sie die DFÜ-Einstellungen, löschen Sie ggfls. die 0190-Verbindung und stellen Ihren Provider mit der richtigen Nummer als standard ein.

Tipps zum Vorbeugen vom Einfangen von (0190-)Auto-Dialern:
  • Telefonanlage so konfigurieren, daß keine 0190-Nummern gewählt werden.

  • Unverlangt aufpoppende Download-Fenster sofort wieder schließen.

  • Auto-Dialer-Programme verbergen sich meist auch hinter Versprechen wie 'benötigtes Webcam-Plugin zum Betrachten dieser Seite' oder 'schneller Internet-Zugang' bei denen man dann irgendein ominöses Tool/Plugin downloaden soll.

Tools zum Verhindern ungewollter 0190-Verbindungen:


Was tun wenn 0190-Verbindungen die Telefonrechnung in die Höhe getrieben haben?

Man sollte auf jeden Fall den Dialog mit der Telekom suchen. Bei 0190-0-Nummern läßt die Telekom erfahrungsgemäß mit sich reden und verzichtet auf die Gebühren. Tut sie dies nicht sollte man die Rechnung bezahlen, da sonst die Sperrung des Anschlusses droht.
Den Anbieter, der über die 0190-Nummer kassiert findet man über die RegTP (01805/101000, www.regtp.de) heraus. Per Einschreiben und Fristsetzung kann man dann die Gebühren zurück erstatten. Kommt der Anbieter dem nicht nach sollte man Strafanzeige erstatten. Wenn zwischen dem Anbieter und dem Nutzer kein Vertrag zustande kam (das ist der Fall, wenn der Anbieter den Nutzer vor der Installation des Dialers nicht deutlich über seine Leistungen und die Kosten informiert hat) ist die Aussicht auf Erfolg sehr groß.

Siehe auch die Homepage der Münchener Kriminalpolizei und www.dialerschutz.de.


Im Angebot der SDC seit 13.12.01 (shu)

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