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Leitfaden zur Erstellung einer Stellenbeschreibung für Freiwilligenarbeit - Original Titel: Guide to Writing Volunteer Job Descriptions

enVision.ca: The Vortal of the Voluntary Sector, übersetzt aus dem Englischen von Anke Domscheit, unter Anpassung der Beispiele (kursiv).
Quelle: enVision.ca: The Vortal of the Voluntary Sector

Eine Stellenbeschreibung sollte nicht nur in der privaten Wirtschaft sondern auch im öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen Bereich stets am Beginn der Suche nach geeignetem Personal stehen. Dies gilt nicht nur für Festangestellte, sondern auch für Positionen, die mit Ehrenamtlichen besetzt werden sollen.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten, eine Stellenbeschreibung zu erstellen – die nachstehende Liste enthält beispielhaft Informationen, die in einer Stellenbeschreibung für ehrenamtliche Arbeit enthalten sein sollten.

Titel
Die Stellenbezeichnung für den Freiwilligen, seine Identifikation. Legen Sie so viel Prestige wie möglich in die Wortwahl.

Beispiele:

  • Jugendleiter/in statt Kinderbetreuer/in
  • Office-Koordinator/in statt Bürokraft
  • Projektleiter/in statt Jugendhelfer
Name der Organisation
Der Name der Organisation (und Organisationseinheit, ggf. übergeordneter Verband).

Hauptziele
Was tut Ihre Organisation?

Schreiben Sie eine knappe Zusammenfassung, die die Ziele der Dienstleistungen widerspiegelt, die die Freiwilligen ausführen werden. Nehmen Sie dabei die Perspektive der Freiwilligen ein und verwenden Sie die Zielbeschreibung, um eine Antwort auf die Frage: „Warum mache ich das?“ zu ermöglichen.
Beispiele:
  • Multimedia Trainer werden Kindern aus unterprivilegierten Familien dabei helfen, spielerisch einen Zugang zum Internet und Multimedia Techniken zu finden.
  • Projektleiter werden mit der Methode Projektlernen mit sozial schwachen Jugendlichen den produktiven Umgang mit dem Medium Internet erarbeiten.
  • Experten für Arbeitssuche über das Internet werden älteren Arbeitslosen dabei helfen, das Internet effizient für die Arbeitssuche zu verwenden und dabei ihre Medienkompetenz auszubauen und ihre Vermittlungschancen zu erhöhen.


Pflichten und Verantwortungsbereich
Listen Sie so spezifisch wie möglich jede Aufgabe und jeden Verantwortungsbereich der Stelle auf.

Qualifikationen und sonstige Anforderungen
Welche Qualifikationen oder sonstigen Vorraussetzungen sind erforderlich?
Erwähnen Sie die erforderliche Ausbildung, Sprachen, Altersbeschränkungen, bevorzugte Fähigkeiten, Referenzen, zeitliche Anforderungen und Eigenschaften, die für diese Rolle Voraussetzung sind.
Besondere Voraussetzungen und Referenzen sollten diejenigen Freiwilligen mitbringen, die mit verletzlicheren Zielgruppen (Ältere, Behinderte, Jugendliche) arbeiten. Ähnliche Vorsicht ist bei Positionen geraten, die den Umgang mit Geldern, hochwertigen Einrichtungsgegenständen oder vertraulichen Informationen umfassen.
Vermeiden Sie jedoch eine Überqualifikation in der Stellenbeschreibung – Sie könnten wertvolle Freiwillige verlieren, durch zu strenge Ausbildungs- oder Fähigkeitsanforderungen oder zu anspruchsvolle Zeitforderungen. Besonderheiten wie eigenes Auto, Versicherung und Arbeitsnachweise sollten außerdem erwähnt werden.

Kommunikationswege
Wer wird die Freiwilligen einweisen?
Identifizieren Sie, wo in der Organisationsstruktur ein/e Freiwillige/r eingesetzt sein wird, wer seine/ihre Arbeit leitet. In einigen Fällen wird dies ein/e Angestellte/r sein oder ein/e andere/r Freiwillige/r mit direkter Verantwortung für diesen Servicebereich. In anderen Fällen kann dies eine Person oder ein Komitee aus der obersten Leitungsebene der Organisation sein.

Einarbeitung und Training
Dieser Punkt schließt die Dauer und Art der Einarbeitung und Einweisung ein und kann die dafür zuständigen Personen auflisten.

Arbeitsplatz und Zeitanforderungen
Dieser Punkt muss die Arbeitszeiten (Uhrzeiten und Tage) umfassen und festlegen, wo der/die Freiwillige die Dienstleistung erbringen wird.

Erforderliche Verpflichtung
Der mindestens vom Freiwilligen zur Verfügung zu stellende Zeitumfang ist zu nennen. Diese Verpflichtung basiert auf den Investitionen, welche die Organisation in das Training und die Anleitung des/der Freiwilligen einbringen muss.

Nebenleistungen
Listen Sie alle Nebenleistungen für den/die Freiwillige/n auf, einschließlich Erstattung von Auslagen. Zum Beispiel: freies Parken, Versicherungsleistungen, kostenlose Sach- und Dienstleistungen, Discounts bei Sponsoren. Auch nicht-geldwerte Vorteile können erwähnt werden, wie Berufserfahrung und Arbeitszeugnisse.

Versicherungsleistungen, die ausschließlich die ehrenamtliche Tätigkeit abdecken sind weniger als Nebenleistung zu betrachten. Sie sollten das zusätzliche Risiko von Ehrenamtlichen abdecken und daher auf jeden Fall Vertragsbestandteil sein. Es empfiehlt sich daher eine eigene Rubrik für den Bereich Versicherungsleistungen sowohl in der Stellenbeschreibung als auch im Freiwilligenarbeitsvertrag. Verbreitet sind die Übernahme einer Haftpflichtversicherung für Haftungsansprüche, die in der Freiwilligentätigkeit entstanden sind oder Unfallversicherungen, die Unfälle bei der Freiwilligentätigkeit abdecken. Mehr zum Thema Versicherung finden Sie in der Broschüre Mit Sicherheit freiwillig engagiert.
Frustrationen
Verschweigen Sie nicht Aspekte der Tätigkeit, die für manche Menschen frustrierend sein können, wie bestimmte administrative Aufgaben.

Befriedigung
Dieser Punkt umfasst Aspekte der Freiwilligenstelle, die zu persönlicher Befriedigung, Lernerfahrungen und Qualifikationen führen. Zum Beispiel: Arbeiten mit Jugendlichen, Lernen neuer pädagogischer Methoden, Entwicklung von Internet und Multimedia Kompetenzen.

Kontakt
Listen Sie Namen und Kontaktdaten aller Ansprechpartner auf, einschließlich Telefon-, Faxnummer und E-Mailadresse.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.enVision.ca

Im Angebot der SDC seit 16.01.03

Fundraisingmodul


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Gemeinnützige Einrichtungen / Vereine / Verbände, Ehrenamtlich tätige Organisationen, Fundraising







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