Die Idee ist da – von potentiellen Nutzern eingebracht oder durch Erfahrungen anderer Einrichtungen inspiriert. Aber Sie sind noch unentschlossen, wissen noch nicht, ob ein Internetcafe für Sie das richtige Projekt ist. Oder Sie wollen Ihre Entscheidungsträger überzeugen, sie für das Projekt gewinnen. Schließlich ist es ein aufwendiges Unterfangen, da benötigt man gute Argumente und überzeugende Daten. Die wollen wir Ihnen hier liefern.
Gutes tun und Bedarf erkennen
Die Einrichtung von Internetcafes ist eine gesellschaftlich relevante Aufgabe. Die Teilhabe an den gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen ist ohne Internetnutzung beinah nicht mehr denkbar – Internet ist inzwischen eine wichtige Informationsquelle neuer Kommunikationsformen. Damit wird nicht nur Politik gemacht oder neue über den ganzen Erdball ausgedehnte Interessensgemein-schaften gegründet, sondern sie sind auch eine Voraussetzung für berufliche Qualifikationen. An diesen Möglichkeiten wollen wir alle teilhaben lassen und vor den Schwierigkeiten, die damit einhergehen können (Datenschutz, Kinderpornografie, Gewaltverherrlichung usw.), warnen. Für diese pädagogische Aufgabe sind die sozialen Einrichtungen neben den Schulen am besten geeignet.
Sie können etwas leisten, was die Unternehmen nicht können: die Gruppierungen dort ansprechen, wo sie sind. Die Senioren in den Senioreneinrichtungen, die Jugendlichen in den Jugendzentren, die Obdachlosen in Obdachlosenheimen usw. Die Berührungsängste, welche bei den meisten Nichtnutzern vorhanden sind, können Sie leichter mildern. Sie verfügen über das zielgruppenspezifische Wissen, welches Sie aus Ihrer alltäglichen Arbeit gewonnen haben und das für den sensiblen, lerndruckfreien Ungang mit der Zielgruppe notwendig ist.
Wie die ARD/ZDF-Online-Studie belegt, sind noch insgesamt ca. 60 Prozent der Gesamtbevölke-rung offline, also Nicht-Nutzer des Internets. Überrepräsentiert sind bei den Offlinern Frauen, Menschen ab 50 Jahren, Rentner sowie Volks- und Hauptschüler, dazugehören auch Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten.
Eigenen Nutzen erkennen!
Der Bedarf ist groß, die gesellschaftliche Relevanz erkannt, aber welchen Nutzen hat Ihre Einrichtung? Vielfältigen.
Sie können Ihre Zielgruppen noch viel stärker binden. Als Jugendeinrichtung könnten Sie die Jugendlichen auf eine neue Art ansprechen, ihnen „zeitgemäße“ Angebote unterbreiten.
Sie können neue Zielgruppen erschließen, diejenigen, die Sie bis heute nicht oder nicht im entsprechenden Umfang ansprechen konnten, wie zum Beispiel die Kirchengemeinden Jugendliche. Sie können als Jugendeinrichtung Kurse für Senioren anbieten und damit den intergenerativen Ansatz forcieren. Oder Sie können als Senioreneinrichtung Internetkurse für Mütter anbieten, während ihre Kinder von erfahrenen SeniorInnen betreut werden, oder Sie bieten Internetkurse für Kinder, während die Mütter sich bei Kaffe und Kuchen dem allgemeinen Austausch widmen, oder, oder, oder ... hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt und mit dem Angebot entstehen neue Projektideen und damit oftmals neue Refinanzierungsmöglichkeiten.
Aber es gibt noch weitere Gründe für ein Internetcafe - die leichtere Akquise von Freiwilligen. Ein Projekt, das die Interessen breiter Bevölkerungsgruppen anspricht, spricht auch Freiwillige an. Gelingt es Ihnen ein umfangreiches Qualifizierungsangebot und adäquate Betreuung für Freiwillige zu unterbreiten, dann können Sie über diesen Weg zusätzlich Freiwillige gewinnen und sie an Ihre Einrichtung binden - als Freiwillige oder als zukünftige Nutzer Ihrer Einrichtungen.
Sie sind nicht allein - wir helfen Ihnen
Informationen und Unterstützung vom Servicebüro
Diese Information genügt sicherlich nicht allein als Entscheidungsgrundlage. Wir bieten Ihnen bei Bedarf und weiterem Interesse unfangreiche Unterstützung. Über die Seite
http://www.digitale-chancen.de/service bieten wir einen umfangreichen Informationspool mit Artikeln zu Themen wie Management und Kursangebote, mit Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit und Sponsorenakquise und mit Hinweisen zu kommentierten Links. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich an das Servicebüro Digitale-Chancen wenden, das Ihnen per E-Mail jederzeit beratend zur Seite steht:
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