Tränende Augen und Kopfschmerzen bei der Bildschirmarbeit sind meist Folgen von falschen Monitor- und Grafikkarteneinstellungen. So führen ein flimmerndes und unscharfes Bild zu übermäßig starker Anstrengung der Augen. Wenn dann auch noch eine Lampe oder die Sonne auf dem Bildschirm reflektieren, sind die Sehnerven total überlastet.
Mit der richtigen Monitorposition und einigen wenigen Mausklicks lässt sich eine solche Situation schnell entschärfen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie Sie Ihre Augen schonen können.
Perfekte Einstellung
Damit Buchstaben und Zahlen gut lesbar sind, dürfen sie nicht zu klein dargestellt werden. Daher sollten Sie zunächst die optimale Bildschirmauflösung einstellen. Für herkömmliche
Röhrenmonitore
gelten dabei andere Werte als für
TFT-Displays,
da letztere konstruktionsbedingt über ein schärferes und kontrastreicheres Bild verfügen.
Als Standardwerte für die Auflösung von Röhrenmonitoren gelten für 15 Zoll Bildschirmdiagonale 800 mal 600 Punkte, für 17-Zoll-Monitore 1024 mal 768 Punkte und für 19-Zoll-Monitore 1280 mal 1024 Punkte.
Für TFT-Displays sollte die Auflösung bei 15 Zoll Diagonale 1024 mal 768 Punkte und bei 17 Zoll 1280 mal 1024 Punkte betragen.
Um die Auflösung Ihres Monitors zu verändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Desktops und wählen Sie im Kontextmenü "Eigenschaften". Klicken Sie danach auf den Reiter "Einstellungen". Nun finden Sie unten rechts den Schieberegler für den Bildschirmbereich. Bewegen Sie ihn solange, bis er den richtigen Wert anzeigt. Klicken Sie dann "Übernehmen". Es
erscheint ein Dialogfenster mit dem Hinweis, dass Sie 15 Sekunden Zeit haben die neue Auflösung zu testen. Wollen Sie die veränderte Auflösung beibehalten, müssen Sie dieses in einem weiteren Dialogfeld bestätigen. Falls nicht, kehrt
der Bildschirm automatisch in den ursprünglichen Zustand zurück.
Perfekte Einstellung
Besonders anstrengend für die Augen ist ein flimmerndes Bild. Doch warum flimmert ein Bild? Ganz einfach: der Monitor zeichnet das Monitorbild ununterbrochen neu, man sagt auch, er baut es neu auf. Macht er dieses häufig genug, sollten die Augen diesen Vorgang nicht bemerken. Geschieht es zu langsam, nehmen die Augen den Seitenaufbau als Flimmern war.
Damit die Augen nichts vom Seitenaufbau bemerken, sollte das Bild mindestens 75 mal, besser noch 85 mal in der Sekunde neu aufgebaut werden. Gemessen wird dies in der Bildfrequenz. So bezeichnet ein Wert von 85 Hertz einen ebenso häufigen Seitenaufbau pro Sekunde.
Diese Werte gelten für Röhrenmonitore. Für TFT-Displays sollte eine Wiederholfrequenz von 60 Hertz eingestellt sein. Diese Bildschirme können nämlich konstruktionsbedingt gar nicht flimmern. Selbst wenn ein Display höhere Bildwiederholraten verkraftet, empfehlen wir einen Wert von 60 Hertz, da höhere Werte die Elektronik unnötig belasten und einen höheren Datenfluss erzeugen.
Um die Bildfrequenz zu verändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Desktops und wählen Sie im Kontextmenü "Eigenschaften". Klicken Sie danach auf den Reiter "Einstellungen" und dann unten rechts auf "Weitere Optionen". Im folgenden Fenster klicken Sie auf den Reiter "Grafikkarte". Dort finden Sie ein Pop-up-Menü mit den Einstellmöglichkeiten für Ihr System.
Stellen Sie, wenn möglich, 85 Hertz ein. Ein höherer Wert wird Ihren Augen nichts nützen, sondern kann dazu führen, dass Schrift durch den rasanten Seitenaufbau unscharf dargestellt wird. Wählen Sie nicht "Standardeinstellung",
denn dann würde die Frequenz lediglich bei 60 Hertz liegen. Auch die Einstellung "Optimal" sollten Sie nicht wählen. Denn falls Ihr Monitor vom System nicht korrekt erkannt wird, führt diese Einstellung ebenfalls zu einer Wiederholrate von 60 Hertz.
Tipp: Die kostenlose Software
Flimmer-o-Meter
hilft Ihnen bei der richtigen Einstellung.
Perfekte Einstellung
Damit die Schärfe stimmt, müssen Sie Einstellungen am Monitor vornehmen. Für die Schärfe müssen Sie die
Konvergenz justieren. Dies geschieht über am Monitor angebrachte Wipp-Schalter oder Drehregler. Wo Sie die Einstellungen für die Konvergenz finden, lesen Sie bitte im Handbuch Ihres Monitors nach.
Doch bevor Sie sich darüber her machen, sollten Sie zunächst die Helligkeit und den Kontrast einstellen. Zuviel Helligkeit lässt Text schnell matschig erscheinen. Zu dunkel sollt es auch nicht sein, die Buchstaben sollten sich
deutlich vom Hintergrund abheben. Eine gute Kontrollmöglichkeit bietet der
"Nokia
Monitor-Tester". Hebt sich das 3-Prozent-Feld des Grautonbalkens nur leicht vom schwarzen Hintergrund ab, ist die Einstellung richtig.