Barrierefreiheit partizipativ gestalten

Beim digitalen Roundtable am 5. Mai 2022 informierten und diskutierten wir in Kooperation mit der Aktion Mensch rund um das Thema „Barrierefreiheit partizipativ gestalten“.

Seit langem wird gefordert, Barrierefreiheit nicht nur als Ergänzung zu verstehen, sondern als Standard umzusetzen, damit digitale Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen gewährleistet werden kann. Prinzipien wie Accessibility by Design, Usability by Design und Universal Design betonen die Berücksichtigung von Barrierefreiheit in der Produktentwicklung von Anfang an.

In der Praxis stehen Bedarfe von Menschen mit Einschränkungen jedoch vielfach zu wenig im Fokus. Die hohe Innovationsgeschwindigkeit digitaler Angebote ist eine Herausforderung, da Barrierefreiheit nicht nur einmalig erreicht, sondern kontinuierlich auf neue Funktionen und Dienste angepasst werden muss. Assistive Technologien werden meist nicht mit gleich hoher Geschwindigkeit weiterentwickelt. Und es müssen teilweise einander widersprechende Bedarfe der verschiedenen Behinderungsarten gleichermaßen berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite ermöglicht die zunehmende Verbreitung neuer Technologien mit ihren mannigfaltigen digitalen Anwendungen und Informationsangeboten die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, indem sie bisher vorhandene Barrieren massiv verringert.

Zwei Impulse regten zur Diskussion über Partizipation im Bereich Barrierefreiheit an:

  • Nadja Ullrich und Stefan Sandner von der Aktion Mensch berichteten über ihre Ansätze und Erfahrungen in der Ko-Forschung zum Aufbau eines Teilhabe-Panels für partizipative Markt- und Meinungsforschung.
  • Melanie Eilert sprach über Barrieren in Spielen und wie Accessibility im Gaming verbessert werden kann.

Die anschließenden Breakout-Räume gaben die Möglichkeit, die Denkanstöße aus den Impulsen zu diskutieren, und um weitere Positionen und Erfahrungen zu ergänzen.

Die Veranstaltung wurde live untertitelt sowie in Leichte Sprache übersetzt.


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