Veröffentlicht: 18.07.2011

Umfrage zum Thema "Cybermobbing - Gewalt unter Jugendlichen": 36 Prozent der Teens waren bereits Opfer des Phänomens

Quelle: Techniker Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse, Landesvertretung NRW, hat aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage zum Thema "Cybermobbing - Gewalt unter Jugendlichen" veröffentlicht. Zur Datenerhebung der Untersuchung wurden zwischen März und April insgesamt 1.000 deutschsprachige Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren interviewt. 492 der befragten Jugendlichen waren männlich und 508 der Studienteilnehmer waren weiblich. Die Ergebnisse zeigen: 99 Prozent der Teenager nutzen das Internet und 94 Prozent haben ein eigenes Handy. 69 Prozent der Teens sind täglich länger als eine Stunde online und 57 Prozent erachten das Internet als sehr wichtig. Die Nutzung sozialer Netzwerke zeigt: 88 Prozent der Heranwachsenden sind aktive Mitglieder in Netzwerken und 63 Prozent sind täglich in einem Netzwerk aktiv.

Zudem halten sich 36 Prozent der Teenager jeden Tag in einem Chatroom auf. Beim Cybermobbing setzten die Täter ihre Opfer im Internet oder mit Hilfe der Mobiltelefondienste unter Druck. Die Opfer werden beleidigt oder bedroht. Manchmal werden intime Fotos oder Videos in Umlauf gebracht, um das Opfer zu beschämen. Im Hinblick auf das Phänomen Cybermobbing zeigt die Untersuchung: 77 Prozent der Jugendlichen wissen, was dieser Begriff bedeutet und 74 Prozent kennen ein Opfer von Cybermobbing. Zudem haben 57 bereits in der Schule über die Auswirkungen von Cybermobbing gesprochen. 36 Prozent der befragten Teens gaben an, schon einmal ein Opfer von Cybermobbing gewesen zu sein. 60 Prozent der Opfer kennen den Täter sogar aus dem näheren oder entfernten Umfeld.

Die Cybermobbing-Formen sind unterschiedlich: 22 Prozent der Teenager wurden bedroht oder beleidigt und 15 Prozent haben Lästereien oder Verleumdungen erfahren. 4 Prozent der befragten Teens haben unter der unberechtigten Datenweitergabe gelitten. Die physischen und psychischen Auswirkungen von Cybermobbing sind bei den Opfern vielfältig: 70 Prozent der Teens, die bereits diese Form von Mobbing erfahren haben, sind sehr wütend. 24 Prozent sind verzweifelt und 22 Prozent fühlen sich ohnmächtig und hilflos. Außerdem leiden 17 Prozent der Teenager, die bereits Opfer waren, an Schlafstörungen und 10 Prozent klagen über Kopfschmerzen.

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