Veröffentlicht am: 11.05.09

Alternativer Medienpreis wird seit 10 Jahren verliehen

In diesem Jahr feierte der Alternative Medienpreis sein zehnjähriges Jubiläum: Am 8. Mai 2009 fand die Verleihung in Nürnberg statt, prämiert wurden acht glücklichen Preisträger in den Sparten Print, Audio, Video und Internet. Der Jury gehörten beispielsweise Dr. Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie München, Klaus Schrage von der Deutschen Journalisten-Union oder Dietz Schwiesau vom MDR an. Sie alle hatten die schwierige Aufgabe, aus knapp 130 Einsendungen die besten Beiträge auszuwählen.

Gewonnen haben in diesem Jahr in der Kategorie Presse Michael Weiss mit dem Beitrag "Lifestyle und Symbole rechter und rechtsextremistischer Gruppen" und Thorsten Engelbrecht mit "Die Amalgam-Kontroverse". Im Online-Bereich wurde der Podcast "www.respect.de" und die Webseite www.nachdenkseiten.de ausgezeichnet. In der Kategorie Radio erhielten das Feauture "Ene mene meck und du bist weg" sowie der Bericht "DU bist Radio" mit Häftlingen aus der JVA Lenzburg eine Auszeichnung. Im Bereich Fernsehen nahmen Margit Pabst für den Film "Manchmal bin ich sogar glücklich" und Andrea Röpke und Otto Belina für den Beitrag "Ferien im Führerbunker" einen Preis entgegen.

Der Hauptveranstalter der Initiative ist alljährlich die Nürnberger Medienakademie, die von Peter Lokk, Journalist und Mitbegründer der Nürnberger Mediengespräche, ins Leben gerufen wurde. Das Ziel des Alternativen Medienpreises ist es, ungewöhnliche kreative Ideen und kritische Aktionen im Bereich des Bürgerjournalismus zu würdigen. Zunehmend werden auch medienübergreifende Beiträge und Inhalte aus dem Web 2.0 prämiert. Daher wird der Preis an Redakteure, Produzenten, Medienschaffende oder Autoren vergeben.

Die Teilnehmer sollten sich inhaltlich mit dem Thema Rechte Gewalt oder Feminismus auseinandersetzen, damit kritische Kultur und alternativer Journalismus mehr Beachtung in der Gesellschaft gewinnen. Zudem trägt der Alternative Medienpreis auch zur Integration bei: Per Busch, der sich als blinder Mensch erfolgreich für bessere technische Bedingungen einsetzt, wurde in diesem Jahr in der Sparte Internet nominiert. Der Experte ist in den Bereichen Bürgerjournalismus und Selbsthilfe 2.0 tätig und hat bereits erfolgreich über Technologien, die Blinden den Umgang mit den Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtern können, berichtet.

Weitere Informationen

www.alternativer-medienpreis.de
Quelle: Nürnberger Medienakademie e. V.


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Themenbereiche:
Medienkompetenz, Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Neue Technologien