Veröffentlicht am: 06.12.16

Kinder- und Jugendkonferenz zum Abschluss des Projekts ACT ON!

Kinder und Jugendliche fordern Respekt im Netz

Über 80 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren diskutierten am Donnerstag, den 01.12.2016, intensiv über die Frage „Wie wollen wir im Netz miteinander umgehen?“. Dabei präsentierten sie ihre Perspektive auf die Medienwelt und zeigten sehr eindrucksvoll, dass sie großes Interesse daran haben, ihre Sichtweisen einzubringen. Die Kinder- und Jugendkonferenz im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stand unter dem Motto„#respect – Kommunikation im Netz zwischen Wertschätzung und Stress“.

„Die Perspektive der Kinder und Jugendlichen muss kontinuierlich in die Fachdiskussionen eingebracht werden. Ihre Wünsche nach Aktivitäten mit Medien sowie Schutz und Begleitung bei der Mediennutzung müssen ernst genommen werden. Das Projekt ACT ON! leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend anlässlich der Kinder- und Jugendkonferenz.

Die Themen umfassten dabei sowohl Lieblingsangebote der Heranwachsenden wie WhatsApp und YouTube-Stars mit all der Begeisterung, die die Inhalte auf sie ausüben, als auch ernste Themen, z.B. Mobbing oder Belästigung im Netz. Sehr deutlich wurde, dass für die Heranwachsenden Regeln im Umgang miteinander wichtig sind.

Kinder und Jugendliche sind in ihrem alltäglichen Medienhandeln längst nicht mehr nur Rezipierende von medialen Inhalten. Sie sind Akteurinnen und Akteure, die in medialen Räumen nicht nur kommunizieren und interagieren, sondern auch Inhalte produzieren und veröffentlichen. Damit können sie durch ihr eigenes Handeln oder aber auch durch das Handeln von Dritten in risikobehaftete Situationen kommen. Die ACT ON! – Kinder- und Jugendkonferenzensetzen hier an und bieten Kindern und Jugendlichen ein Forum für Fragen, Bedürfnisse und Ideen rund um ihr Medienhandeln. In dem Projekt, das in den Jahren 2015 und 2016 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wurde, wurden deutschlandweit beteiligungsorientierte Veranstaltungen mit Kindern zwischen zehn und 14 Jahren durchgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt:

ACT ON! ist ein medienpädagogisches Forschungs- und Praxisprojekt, das auf das aktuelle Online- Handeln von Heranwachsenden im Alter von 10 bis 14 Jahren fokussiert. Im Zentrum des Projekts stand die Perspektive der Heranwachsenden auf „ihre“ Onlinewelten. Auf den ACT ON! – Kinder- und Jugendkonferenzen setzten sich die Heranwachsenden im Praxismodul des Projekts mit ihren Sichtweisen auf Attraktionen, Herausforderungen und Fallstricke der Online-Welt auseinander. Die Erfahrungen aus den Konferenzen wurden aufbereitet und liegen als Leitfaden vor.

Die zweite Säule des Projekts war eine Monitoring-Studie. Diese ging folgenden Fragen nach:

  • Welche Online-Angebote stehen bei Zehn- bis 14-Jährigen aktuell hoch im Kurs?
  • In welcher Weise nutzen sie die Online-Angebote?
  • Wie schätzen sie Online-Angebote im Hinblick auf Risiken ein?
  • Welche Strategien haben sie im Umgang mit Online-Risiken entwickelt?
  • Welche Unterstützung wünschen sie sich in Bezug auf Online-Risiken?

In der Monitoring-Studie wurden ca. 100 Heranwachsende pro Jahr befragt. Die Ergebnisse wurden in ca. halbjährlichem Rhythmus in Form von Short Reports und einem Abschlussbericht veröffentlicht.

Unter www.jugendkonferenzen.de/act-on/ finden Sie alle Veröffentlichungen und Informationen zu den Kinder- und Jugendkonferenzen und zur Monitoring-Studie.

Weitere Informationen

Quelle: JFF - Institut für Medienpädagogik



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