Veröffentlicht am: 26.06.17

Musik-Playlist für den Sommer: Auf legale Angebote achten

Gerade für den Urlaub laden sich viele Kinder Musik auf ihr Smartphone oder ihren MP3-Player. Das kann rechtliche Konsequenzen haben. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern fünf Tipps zum Umgang mit Urheberrechten, etwa ihr Kind über Risiken aufzuklären und legale Angebote auszuwählen.

Auf Risiken hinweisen
„Es ist wichtig, dass Eltern über Urheberrechte aufklären und sich anschauen, woher ihr Kind die Musik bezieht. Anmeldungen und Downloads sind bis zwölf Jahren besser Elternsache“, so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Tauschbörsen sind meist illegal, weil Nutzer Titel nicht nur herunterladen, sondern auch bereitstellen. Beim Streamen werden Inhalte nur zwischengespeichert, aber auch das kann illegal sein, wenn Nutzer urheberrechtlich geschützte Inhalte kosten- und damit lizenzfrei konsumieren. Zudem können bei solch dubiosen Angeboten, die etwa kein Impressum angeben oder in Ländern wie Tonga (.to) registriert sind, ungeeignete Inhalte, Kosten- und Datenfallen sowie Viren drohen. Auf diese Risiken können Eltern hinweisen, Regeln beschließen und festhalten.

Geräte und Angebote sichern
Bei Kindern bis zwölf Jahren empfiehlt sich, Sicherheitseinstellungen bei Android (www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/sicherheit/sicherheit-android) bzw. iOS (www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/sicherheit/sicherheit-ios) vorzunehmen. Bei „iTunes“ oder „Google Play“ können Eltern den Zugang einschränken. Um Kosten zu begrenzen, eignen sich Guthabenkarten, die Eltern mit ihrem Kind einlösen und ihm dabei die Funktionen erklären können.

Alternativen prüfen
Möchten jüngere Kinder Musik kreativ nutzen, können sie dazu Kinderseiten wie audiyoukids.de, klingklangland.com, hoerspielbox.de oder auditorix.de nutzen. Für Jugendliche eigenen sich Musikbearbeitungsprogramme, z.B. www.gratis-musik-software.de/music-maker-live. Bei Musikcommunitys wie „SoundCloud“ bieten Produzenten eigene Musik umsonst an. Bei Portalen wie „Spotify“ oder „Deezer“ können Nutzer ein Abonnement abschließen und Musik herunterladen oder Titel kostenlos, aber mit Werbung, streamen. Doch sind diese Angebote laut eigenen AGB erst ab 18 Jahren, bei Zustimmung der Eltern ab 13 bzw. 14 Jahren, zugelassen.

Weitere Informationen

Quelle: Schau hin!



Logo: Schau hin - Was Dein Kind mit Medien macht

Schau hin - Was Dein Kind mit Medien macht

Der Medienratgeber für Familien informiert Eltern und Erziehende über aktuelle Entwicklungen der Medienwelt, über Möglichkeiten zur Information, Interaktion und Unterhaltung, aber auch Risiken wie Kostenfallen, Werbung, Datenlecks, Kontaktgefahren, Cybermobbing, exzessive Mediennutzung oder beeinträchtigende Inhalte wie Gewalt und Pornografie. Zugleich bietet SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden Orientierung in der digitalen Medienwelt und gibt konkrete, alltagstaugliche Tipps, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder kompetent begleiten können. Weitere Informationen unter www.schau-hin.info


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.


Verwandte
Themenbereiche:
Medienkompetenz