Veröffentlicht am: 20.07.17

22. Juli: Internationaler Aktionstag für die Betroffenen von Hasskriminalität

No Hate Speech Movement Deutschland nach einem Jahr das zweitgrößte weltweit

Die Hasskriminalität im Internet hat drastisch zugenommen: seit 2012 um 600 Prozent. Gleichzeitig wächst international die Bewegung gegen Hass im Netz. Am 22. Juli findet weltweit der „Aktionstag für die Betroffenen von Hasskriminalität“ statt. Das No Hate Speech Movement des Europarats wird an dem Tag zu Aktivitäten gegen den Hass aufrufen. Das Datum des Aktionstags erinnert an die Anschläge des norwegischen Rechtsextremen Breivik von 2011.

Weltweite Solidarität gegen den Hass

Das deutsche No Hate Speech Movement wird vom Verein Neue deutsche Medienmacher in Berlin koordiniert und nutzt den Tag für folgende Aktionen:

  • Auf allen Online-Kanälen der Kampagne (u.a. www.no-hate-speech.de/actionday) werden Videos mit bekannten Protagonist*innen gezeigt, die bereits erfolgreich gegen Hassrede im Internet vorgegangen sind. Mitwirkende sind u.a. die Theologin Margot Käßmann; Sarah Buddeberg, stellvertretende Vorsitzende des Sächsischen Landtags, die mit Erfolg vor Gericht ging, oder Peter Wittkamp, Kopf hinter der preisgekrönten Social-Media-Kampagne der Berliner Verkehrsbetriebe „Weil wir Dich lieben“.
  • Das No Hate Speech Movement Deutschland bietet auf Facebook einen Profilbildrahmen an, mit dem Jede*r ein Zeichen gegen Hass im Netz setzen kann, um sich mit den Betroffenen von Hasskriminalität zu solidarisieren (siehe PDF).
  • Die Akteur*innen aller beteiligten Länder rufen ihre Regierungen dazu, auf den 22. Juli zum nationalen Gedenktag zu ernennen.

Deutsche Kampagne die zweitgrößte weltweit

Der Aktionstag wird in 42 der 47 der Mitgliedsländer des Europarats begangen, zudem in Kanada und Mexiko. Das No Hate Speech Movement Deutschland startete am 22. Juli vor genau einem Jahr seine Online-Kampagne mit einem Online-Flashmob und der Veröffentlichung der Website www.no-hate-speech.de mit Memes, Slogans, Videos und allem, was man über Hate Speech wissen muss. Die deutsche Kampagne ist international die zweitgrößte (nach Finnland). Sie wird millionenfach genutzt und erreicht selbst mit einzelnen Social-Media-Beiträgen bis zu 100.000 Menschen. In diesem Jahr bietet sie u.a. Journalist*innen in ganz Deutschland Austausch-Workshops zum Umgang mit Hass im Netz.

Das No Hate Speech Movement ist eine Initiative des Europarats und wird in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Weitere Informationen

www.neuemedienmacher.de/22-juli-internationaler-aktionstag-f
uer-die-betroffenen-von-hasskriminalitaet...

Quelle: Pressemitteilung vom 20. Juli 2017