Veröffentlicht am: 25.07.08

Interaktiver BIENEN-Korb

Quelle: Stiftung Digitale Chancen - Aktion Mensch

340 Einreichungen beim Wettbewerb für barrierefreie Webgestaltung / Erweitertes Test-verfahren lockt elf Prozent Web 2.0-Angebote

Berlin/Bonn, 25. Juli 2008 - Das erweiterte Testverfahren wirkt: Bei der BIENE 2008 lockt die neugeschaffene Kategorie 'Gemeinschafts- und Interaktionsangebote' auf Anhieb elf Prozent Web 2.0-Angebote. Insgesamt freuen sich die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen als Veranstalter über 340 Bewerber. In den weiteren drei Kategorien häufen sich die Webseiten mit einer oder mehreren Web 2.0-Funktionalitäten - 15 Prozent erlauben den Nutzern, eigene Inhalte zu veröffentlichen, oder haben Videos eingebunden, 13 Prozent bieten Kommentarfunktionen. Die Zahlen belegen, wie weit sich die Welt des barrierefreien Internet insgesamt Richtung WEB 2.0 entwickelt hat, kommentiert Iris Cornelssen, Projektleiterin bei der Aktion Mensch.

Ebenso stellen sich immer mehr umfangreiche Angebote dem bedeutendsten Wettbewerb für barrierefreie Internetseiten im deutschsprachigen Raum: 60 Prozent gehen als komplexes Angebot' mit umfassenden Inhalten und zahlreichen Funktionen an den Start. Zehn Prozent erfüllten sogar die Voraussetzung, in die Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote' aufgenommen zu werden. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Prüfverfahrens bietet die BIENE eine gute, wenn nicht gar die einzige Orientierung für Agenturen und Anbieter, die gerne neue Funktionalitäten einsetzen möchten, erläutert Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen.

Rekordbeteiligung aus Österreich

Auch außerhalb Deutschlands ist die BIENE bekannt: Aus Österreich wurden 25 Webseiten gemeldet - das ist neuer Rekord! - die Schweiz ist mit zwei, Italien, Tschechien und Russland jeweils mit einem Angebot dabei. Die Zahlen, aber auch mitgeschickte Kommentare zeigen, dass die BIENE ein grenzüberschreitender Wettbewerb der Ideen und ein Marktplatz der Entwicklungen und Erfahrungen geworden ist, freut sich Iris Cornelssen. Und dies nicht nur bei Agenturen und Anbietern, sondern auch bei den Nutzern.

Denn 35 Prozent der Einreichungen 2008 sind Nutzer-Vorschläge. Die Themen der eingereichten Webseiten sind so vielfältig wie das Leben im und außerhalb des Internet, beschreibt Jutta Croll. Eine erste Sichtung zeige auch, dass Nutzer sehr gut einschätzen könnten, ob ein Angebot barrierefrei sei oder nicht.

Einen weiteren Trend aus den Einreichungen macht Iris Cornelssen aus: Neben den zur Barrierefreiheit verpflichteten Behörden und öffentlichen Anbietern gehen vor allem hochwertige Dienstleister wie Banken und Touristikunternehmen an den Start. Dies beweise, dass Barrierefreiheit im Internet in manchen Branchen mittlerweile vom wirtschaftlich interessanten Alleinstellungsmerkmal zum allgemeinen Standard geworden sei.

Mehrstufiges Testverfahren

In den kommenden Monaten entscheiden der Fachliche Beirat und eine prominent besetzte Jury in einem mehrstufigen Prozess, welche Anbieter oder Gestalter tatsächlich eine BIENE mit nach Hause nehmen dürfen. Im Fachlichen Beirat der BIENE haben Experten mit und ohne Behinderung die Grundlagen für das umfangreiche, mehrstufige Testverfahren erarbeitet. An dessen Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen. Angebote, die die Anforderungen dieses Verfahrens erfüllen, qualifizieren sich nicht nur für das Finale, sondern gehören bereits zu den besten barrierefreien Webseiten im deutschsprachigen Raum, erklärt Jutta Croll.

Eine BIENE erhalten schließlich die Webseiten, die über die reine Barrierefreiheit hinaus für Menschen mit und ohne Behinderung interessant und gut gestaltet sind. Wie in den Vorjahren hat eine prominente Jury, zu der auch Mitglieder des Fachlichen Beirats gehören, das letzte Wort. Alle Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 5. Dezember in Berlin ausgezeichnet.

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten', aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Mehr als 1.000 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 50 Anbieter - große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten - haben bisher eine BIENE gewonnen.

Teilnehmen können Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. Für Webentwickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Ausschreibungsfrist hatte am 6. Mai 2008 begonnen. Einsendeschluss war der 15. Juli 2008. Die Preisverleihung findet am 5. Dezember in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter http://www.biene-wettbewerb.de oder bei:

Pressestelle der Aktion Mensch
Iris Cornelssen und Christian Schmitz
Heinemannstraße 36
53175 Bonn

Telefon: (02 28) 20 92-3 77 oder -3 64
Telefax: (02 28) 20 92-3 33

iris.cornelssen@aktion-mensch.de
christian.schmitz@aktion-mensch.de
http://www.aktion-mensch.de

Stiftung Digitale Chancen
Jutta Croll, M. A.
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10623 Berlin

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jcroll@digitale-chancen.de
https://www.digitale-chancen.de

Mehr erfahren Sie unter: www.biene-wettbewerb.de

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