Veröffentlicht am: 17.06.15

Bridging the Digital Gender Gap

Quelle: betterplace lab

Das Internet hat das Potential das Leben von Menschen nachhaltig zu verbessern: durch Beteiligung und Einbindung, effizientere Organisationsführung oder mehr Chancen für Kreativität und Innovationen. Dazu braucht es allerdings Zugang, der insbesondere Frauen in vielen Teilen der Welt verwehrt bleibt. betterplace lab hat sich gefragt, was man tun kann, um Frauen digitale Teilhabe zu ermöglichen.

In sechs ganz unterschiedlichen Ländern war betterplace lab auf Feldforschung: Brasilien, Indien, Indonesien und Südafrika rangieren im Mittelfeld des vom Human Development Report aufgestellten Index zur sozioökonomischen Entwicklung; Deutschland steht in der Top Ten, Äthiopien ist eines der Schlusslichter der Rangliste. Überall wurde mit Startup-Gründern, Sozialunternehmern und politischen Experten gesprochen, die die digitale Landschaft in ihren Regionen kennen und einschätzen können - entweder weil sie selbst IT-Services und Programme für Frauen und Mädchen entwickeln oder die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen kennen, die den Zugang und die Nutzung von Informations-und Kommunikationstechnologien für Frauen bestimmen.
Es wurde festgestellt: Trotz der teils großen wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den Ländern wird die Teilhabe an der Digitalisierung von sehr ähnlichen strukturellen Faktoren bestimmt: Leben auf dem Land oder in der Stadt, Altersklassen, Einkommensklassen, Bildungsgraden und eben, dem Geschlecht. Denn auch wenn Männer mitunter ähnlichen Bedingungen ausgesetzt sind, fällt es ihnen leichter, bestehende Barrieren zu überwinden.

Wie baut man eine digitale Brücke?

  1. Zunächst einmal: Weiter forschen und das Thema Geschlechtergerechtigkeit auf der Agenda halten! Um die geschlechtsspezifische Zugangsvoraussetzungen zu bekämpfen, müssen die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen besser erkannt und verstanden werden. Dafür müssen bspw. die Daten in kürzeren Zyklen erfasst werden, um die Dynamik der digitalen Transformation abzubilden.
  2. Angebote passend zur Lebens- und Arbeitsrealität der Frauen fördern. Der Zugang zu IT-Bildungsprogrammen, besonders für Frauen und Mädchen muss bereits in der Schule gesichert werden - durch entsprechende Infrastruktur, ausgebildete Lehrer und spezifische Angebote für Mädchen nach der Schule oder in den Ferien. Auch an weiterbildenden Schulen und Universitäten sollte das fortgesetzt werden.
  3. Die Programme selbst sollten zudem nutzerzentriert entwickelt und getestet werden, Peer-to- Peer Austauschmöglichkeiten bieten, sowie einen sicheren Zugang ermöglichen, sei es durch Exklusivität oder Moderation, die die Äußerungen von verbaler Gewalt und Bedrohungen unterbinden. Geschützte digitale Räume für Frauensind notwendig.
  4. Weibliche Vorbilder müssen gefördert und sichtbarer gemacht werden.


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Pressekontakt:
Carolin Silbernagl
Co-Projektleitung Bridging the Digital Gender Gap
Außenministerin betterplace lab
carolin.silbernagl@betterplace.org
0176 244 383 16


Mehr erfahren Sie unter:
www.betterplace-lab.org/de...

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